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…aus der philippinischen Presse

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Samstag, den 01. September 2018

 

Die Schlagzeile… – …der “Manila Times” heute ist, dass der Leasing-Deal, den die NPF (Nayong Pilipino Foundation) mit “Landing”, einem Casino-Betreiber, abgeschlossen hatte, vom DOJ (Department of Justice) als fuer von Anfang an ungueltig erklaert wurde. Praesident Rodrigo Roa Duterte hatte den kompletten Vorstand von NPF wegen dieses Vertrages schon Anfang August gefeuert.

Dagegen wehrte sich die Vorstands-Vorsitzende von NPF, Patricia Yvette Ocampo, die auf der Gueltigkeit des Vertrages bestand. Dem widersprach Justiz-Minister Menardo Guevarra, der zu der Einsicht kam, dass dies kein einfacher Leasing-Deal war, fuer den keine Ausschreibung erforderlich ist, sondern ein “Bau-Betreiber-Uebergabe-Vertrag, getarnt als Leasing-Vertrag”. Dafuer aber sei eine oeffentliche Ausschreibung zwingend erforderlich, die nicht stattgefunden hatte, und damit sei der Vertrag von Anfang an ungueltig.

Damit sollte das Thema eines neuen Casinos unter Duterte vom Tisch sein.

Das Haus… – …hat ein Budget fuer 100 neue Gefaengnisse und 52 Feuerwachen gebilligt. Man will schneller an den Brandorten sein, und man moechte die Situation in den ueberfuellten Gefaengnissen des Landes erleichtern. Ob das dort gleich zu menschenrechts-freundlichen Zustaenden fuehrt ist fraglich. Doch immerhin zeigt man der weltweiten Menschenrechts-Gemeinde, dass auch da etwas getan und nicht nur einfach weggesperrt wird.

Praesident Duterte… – …hat mal wieder was gesagt, und zwar dies: “Man sagt, dass es in Davao viele Vergewaltigungen gibt. Solange es da so viele schoene Frauen gibt, gibt es eben auch viele Vergewaltigungen. Niemand stimmt zu, das im ersten Anlauf zu tun. Das ist Vergewaltigung. Auch wenn es im Kino ist, sie stoeszt ihn weg. ‘Lasz das!’ Da sind so viele schoene Frauen. Aber wenn du neben einer Zahnlosen sitzt, wuerdest du das wollen?

Anlass fuer diese Aussage am Donnerstag in Mandaue, Cebu, war eine Mitteilung der PNP (Philippine National Police), Davao habe die hoechste Anzahl von Vergewaltigungen, 42 im zweiten Quartal 2018. Das Publikum nahm Dutertes Anmerkungen als Witz und lachte.

Es war wieder die Art Witz, die nicht jeder versteht oder verstehen will, gleich gar nicht die Gabriela Women’s Party. Sie schoss verbal eine Breitseite zurueck: “Praesident Duterte sendet wieder eine sehr gefaehrliche und verzerrte Botschaft in seiner letzten Vergewaltigungs-Bemerkung, dass die Schoenheit einer Frau ein Grund zur Vergewaltigung ist. … Praesident Duterte schiebt die Schuld auf Frauen, verpackt Vergewaltigung als etwas auf das man stolz sein koenne und rudert die Fortschritte der Rechte von Frauen in Davao zurueck. … Frauen werden vergewaltigt wegen solcher Frauenfeinde wie Duterte. … Wir wiederholen, dass Vergewaltigung nach unseren Gesetzen ein strafbares Verbrechen ist, und es geschieht nur, weil die Vergewaltigungs-Mentalitaet von keinem Geringerem als dem Praesidenten befeuert wird. Wir verurteilen aufs Schaerfste diese neuerliche praechtige Darstellung der Frauenfeindlichkeit, welche mehr philippinische Frauen der Gefahr der Vergewaltigung aussetzt.

Haette der Praesident gesagt, dass die hoehere Rate der Vergewaltigungen darin liegt, dass die Frauen in Davao aufgeklaerter sind als anderswo und deshalb oefter Anzeige erstatten, so haette es die Aufregung nicht gegeben. Das ist naemlich in “aufgeklaerten” Laendern zu beobachten: die Zahl der Taten steigt gar nicht, sondern die Zahl der Anzeigen, weil sich mehr Frauen juristisch zur Wehr setzen. Darauf kam weder Praesident Duterte noch sein Sprecher, Harry Roque. Der Letztere aeuszerte sich am Freitag im Presse-Briefing so: “Ich glaube nicht, dass Sie dem zuviel Gewicht geben sollten, was der Praesident als Witz erzaehlt. Mag sein, dass einige dem nicht beipflichten, aber ich kann Ihnen schon dies sagen, dass es da einen Unterschied im Sinn fuer Humor in Luzon, Visayas und Mindanao gibt. Die Messlatte dafuer, was als beleidigend oder nicht beleidigend verstanden wird, ist im Sueden liberaler.

Das ist Unfug.

Es geht hier nicht um geographisch zuordenbare Gepflogenheiten, und es geht auch nicht darum, ob im Sueden oder speziell in Davao die Frauen aufgeklaerter seien als im Norden des Landes. Man sollte inhaltlich nicht ernst nehmen, was politisch hueben oder drueben gesagt wird. Es geht nur darum, dem anderen eins auszuwischen. Wenn einem ein Witz nicht gefaellt, ignoriert man ihn. Ihn woertlich zu nehmen und sich darueber aufzuregen, ist nichts als verlogene Politik.

Das Publikum in Mandaue hat gelacht, das waren Maenner und Frauen, und meine Frau hat vor dem Fernseher auch gelacht, als sie abends in “GMANews” den Bericht in Jessica Sohos “State of the Nation” sah. Von daher ist zu verstehen, dass der Artikel in der “Straits Times” heute mit der Ueberschrift “Duterte reiszt wieder Witze ueber Vergewaltigungen, aber philippinische Frauen lachen nicht” reine Fake News sind. Das versteht sich von selbst, denn er ist von der “New York Times” uebernommen, ein Blatt, das Duterte hasst, wie Rigoberto Tiglao gestern in seiner Kolumne in “The Manila Times” grad wieder festgestellt hat – die koennen nicht anders. Meine Frau hat gelacht, und das ist maszgeblich, “NYT” nicht.

Aber Schluss mit Unfug.

Die Zahlen ueber die da gewitzelt oder philosophiert wurde, waren absolute Zahlen ueber unterschiedlich grosze Staedte: Davao – 42, Quezon – 41, Manila – 32, Cagayan de Oro – 24, Zamboanga – 21 Vergewaltigungen im zweiten Quartal 2018. Das ist statistischer Bloedsinn, die Zahlen muessen pro 100 Tsd Einwohner heruntergebrochen werden, um sie vergleichen zu koennen. Dann ergibt sich die Folge Cagayan de Oro – 4, Davao und Zamboanga – 2,62, Manila – 1,88, Quezon – 1,41 Vergewaltigungen pro 100 Tsd Einwohner im Quartal.

Und wer hat jetzt die schoensten Frauen?



Gemaesz “ManilaTimes”, “ManilaBulletin”, “Philstar”, “GMANews”, “StraitsTimes” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Veröffentlichung in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN erfolgt mit der Erlaubnis von Heiko Eckhard.

3 Gedanken zu „…aus der philippinischen Presse

  • hahahaha! Ich hätte jetzt nicht gedacht, dass man auf diese Weise errechnen kann, welche Stadt die schönsten Frauen hat.

  • Martin

    Naja, es täte mal gut, wenn man die vielen Schreibfehler korrigieren würde und vielleicht auch einiges in richtiges Deutsch würde umschreiben, wenn man den schon einen Übersetzer braucht! Ich rede da von Google Translate oder Deepl!

    • Nur sollte der Bemängler der Rechtschreibung, dann selber schon ein gutes Deutsch schreiben und nicht auch noch Rechtschreibefehler in seiner Bemängelung machen.

      Ansonsten, dies ist kein Produkt eines gewerblichen Medienunternehmens, sondern ein Blog, der in der Freizeit betrieben wird.

      Wem da zu viele Fehler sind, der kann auch woanders nachlesen.

      Wir verwenden unsere Zeit nicht mit Fehlersuche, sondern wollen dem Leser Informationen und Interessantes vermitteln und die paar Fehler nehmen diese Leser gerne in Kauf.

Kommentare sind geschlossen.

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