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…aus der philippinischen Presse

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Sonntag, den 17. Juni 2018 

 

Das Schweigen der Hirten – “The Manila Times” hat es als Aufmacher, und dem “Manila Bulletin” ist es einen Artikel wert, dass die inhaftierte Senatorin Leila de Lima den Erzbischof Luis Kardinal Tagle fragt, warum die Kirche zu den Morden an Priestern schweigt. Es kann natuerlich daran liegen, dass sie in Camp Crame eine ruhige Unterkunft hat und nicht mitbekommt, was in der Welt vor sich geht. Ich lebe hier in einer buergerlichen Umgebung, und mir klingeln noch die Ohren – bildlich gesprochen, da ich nicht in die Kirche gehen, lese ich davon nur im Internet – von dem Geschrei, das die Kirchen-Fuersten angestimmt haben. Ich muss mein Blog der letzten Tage dazu nicht wiederholen.

Die richtige Antwort auf de Limas Gezeter gibt Ricardo Saludo in seiner Kolumne in “The Manila Times”, wenn er darauf hinweist, dass sich in der Zeit von Ex-Praesident Benigno Aquino – und dessen Justiz-Ministerin Leila de Lima – die Kriminalitaet verdreifacht hat, der Drogenhandel bluehte ganz besonders im Staatsgefaengnis in Bilibid, das unter der Aufsicht des Justiz-Ministeriums ist.

Also hoert auf, mit dem Finger auf Praesident Rodrigo Roa Duterte zu zeigen, dessen einziger Fehler ist, fuer Recht und Ordnung etwas zu tun, dafuer wurde er schlieszlich gewaehlt, was den stillen Teilhabern der Kriminalitaet total gegen den Strich geht. So ist wahrscheinlich, dass ein Priester von einem Auftrags-Killer erschossen wurde, um Praesident Duterte den Schwarzen Peter zuschieben zu koennen. Wenn Erzbischof Socrates Villegas lamentiert: “Sie toeten unsere Herde. Sie toeten uns die Hirten…”, dann ist niemand im Zweifel darueber, wen der Gelbe Kirchen-Fuerst mit “sie” gemeint hat. Und der Kirche raet Saludo: “Leiht euer Mitgefuehl allen Opfern [der Kriminalitaet], nicht nur jenen, die vom Staat verletzt wurden.

Im uebrigen meine ich, wenn de Lima fragt: “Where are the words of wisdom from the highest ranking official of the Roman Catholic Church in the Philippines?”, dann wendet sie sich bei Kardinal Tagle mit der Bitte um Weisheit sowieso an die falsche Adresse. Sprich mit der Chefin, nicht mit dem Hausmeister, denn schon die Beatles wussten:

When I find myself in times of trouble

Mother Mary comes to me

Speaking words of wisdom

Let it be”.



Gemaesz “ManilaTimes”, “ManilaBulletin”, “Beatles” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Veröffentlichung in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN erfolgt mit der Erlaubnis von Heiko Eckhard.

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