Willkommen bei PHILIPPINEN MAGAZIN   Click to listen highlighted text! Willkommen bei PHILIPPINEN MAGAZIN

…AUS DER PHILIPPINISCHEN PRESSE

 

VON HEIKO ECKARD

Freitag, den 20. Oktober 2017 

 

Das Kriegsrecht bleibt… – …auch wenn bei Aktionen Mittwoch und Donnerstag 20 weitere Terroristen getoetet wurden, darunter der Finanzier der Marawi-Krise, Dr. Mahmud Ahmad, meistgesuchter malaysischer Terrorist. Ein weiterer Erfolg ist, dass sich auf Basilan ein Cousin Hapilons und zwei weitere Terroristen der Armee ergeben haben. Insgesamt ergaben sich damit 124 Abu Sayyaf-Banditen dieses Jahr. Die Front broeckelt.

Dennoch bleibt das Kriegsrecht vorerst. Praesident Rodrigo Roa Duterte: “Ich habe das Kriegsrecht erklaert. Jeder fragt mich, wann es aufhoert. Es hoert nicht auf bis der letzte Terrorist auszer Gefecht gesetzt ist.” Und er warnt wachsam zu sein: “Achtet auf Vergeltungs-Schlaege. Wir wissen, und ich weisz, dass sie kommen. Wir wissen nur nicht wann.

Auf der anderen Seite wissen alle vernuenftigen Menschen, dass Marawi schnell wieder aufgebaut werden muss. China schickt schwere Geraete, Planier-Raupen, Bagger, Traktoren, Zement-Mischer, Mulden-Kipper.



Chito Gascon von der CHR (Commision on Human Rights) startet dagegen eine Untersuchung, ob bei der Ausschaltung von Isnilon Hapilon und Omar Maute auch die Regeln der Gefechtsfuehrung vom Militaer eingehalten wurden.

Dazu kann die EU sicher ein paar sachverstendige Besserwisser abordnen. Aber die koennen auch zu Hause bleiben, denn Duterte will von der EU keine Hilfe mehr annehmen, weil die meint, sie koenne sich dann in die Angelegenheiten der Philippinen einmischen. Duterte ist aber Praesident eines souveraenen Staates, auch wenn das die Opposition und das westliche Ausland nicht wahrhaben wollen. Er wurde letztes Jahr mit groszer Mehrheit gewaehlt, und noch mehr als ihn da gewaehlt haben, stehen nun hinter ihm. In seiner Kolumne in “The Manila Times” stellt Rigoberto Tiglao fest, dass es geradezu einen nationalen Konsens darueber gibt, dass der Krieg gegen Drogen gefuehrt werden muss, selbst wenn es dabei zu Uebergriffen durch die Polizei kommt. Keiner hat Lust, Rechtswege zu beschreiten, die viel kosten und zu nichts fuehren.

China unterstuetzt das und schickt Waffen, die die USA nicht liefern wollen. Wenn die EU weiter auf ihrem “Menschenrechts-Blahblah” [den Ausdruck uebernehme ich von Tiglao] besteht, dann sollte sie mal die Worte China, ASEAN, neue Seidenstrasze und Europa nehmen und daraus eine Geschichte machen. Ich habe eine Geschichte neulich hier in der Presse gelesen. Europa kam da als romantisches Ziel asiatischer Touristen vor, die einen Blick auf die alte Welt werfen wollen, so aehnlich wie Rothenburg ob der Tauber in Deutschland oder “Den Gamle By ~ Die alte Stadt” in Aarhus, Daenemark. Die Bewohner ziehen sich alte Klamotten an und tun so, als lebten sie in der guten alten Zeit. Ich weisz nicht, welche Geschichte europaeischen Journalisten einfaellt, ist aber auch egal.

Ich erzaehle mal eine philosophische Geschichte.

Keiner ist weiser als Sokrates,” hatte das Orakel in Delphi gesagt, und der Bloedmann rannte durch Athen und nervte jeden mit Fragen, ob das wahr sein koenne, denn er wuesste ja, dass er nichts weisz, bis die ihn satt hatten, zum Tode verurteilten, und er den Giftbecher trinken musste.

Es gibt eine ganz einfache Loesung von Sokrates’ Problem. Alle Menschen sind gleich weise und jeder weisz am besten selbst, wie er sein Leben zu fuehren hat. Damit ist niemand weiser als der andere, und keiner ist weiser als Sokrates.

Das hat etwas mit der Gleichheit aller Menschen, und damit auch mit Menschenrechten zu tun.

Und ganz genauso weisz auch jede Nation am besten selbst, wie sie mit ihren Problemen fertig wird.

Das hat etwas mit Souveraenitaet zu tun.

Aber bring das mal einem Europaeer bei!

Gemaesz “ManilaTimes”, “PhilStar”, “ManilaStandard” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht. 

 

 

Click to listen highlighted text!