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…aus der philippinischen Presse

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Freitag, den 23. November 2018

(zum Bild: Ampatuan Maguindanao Massaker)

 

Die Faxen dicke… – …hat Praesident Rodrigo Roa Duterte, was das Gebrabbel der kommunistischen Fuehrung vom Frieden angeht, waehrend die NPA (New People’s Army), ihr bewaffneter Zweig, im Land weiter raubt und mordet. Duterte hat Truppen und Polizei in die entsprechenden Regionen in Samar, Negros und Bicol entsandt, in denen es zuletzt Faelle “gesetzloser Gewalt” gab.

In seiner Anordnung wird darauf hingewiesen, dass unter dem nationalen Notstand – der nach dem Anschlag auf den Nachtmarkt auf der Roxas-Avenue in Davao im September 2016 ausgesprochen wurde – keine zivilen oder politischen Rechte auszer Kraft gesetzt seien. Die Opposition reagiert aber natuerlich genauso und spricht von einem “de facto martial law”. Das Kriegsrecht landesweit will der Praesident aber nicht verhaengen, denn er weisz, dass es da zu grosze Widerstaende gibt. Auf der anderen Seite kann er nicht mit “Joma” Sison und Genossen weiter plauschen, und die NPA im Land tun und machen lassen, was sie will.

So fordert Duterte Sison auf, einen endgueltigen Entwurf eines Friedens-Vertrages vorzulegen. Wenn der ihm gefaellt, werde er ihn von Armee, Polizei und Kongress pruefen lassen, und dann koenne man weitersehen. Mit Sison werde er reden, wenn der in die Philippinen kommt, und Unterhaendler koennen mit seinen Unterhaendlern reden.

Mit dieser “Gespraechs-Bereitschaft” wahrt Duterte sein Gesicht als “Friedens-Sucher”, weisz aber genau: Sison kommt nicht und dessen Unterhaendler auch nicht, die trauen Armee und Polizei nicht. Damit liegen sie richtig. Verteidigungs-Minister Delfin Lorenzana und Innen-Minister Eduardo Año sind Hardliner gegen die Kommunisten. Sie werden Haftbefehle ausfuehren, solange man ihnen nicht persoenlich in den Arm faellt, und der Entwurf eines Friedens-Planes von kommunistischer Seite hat bei ihnen keine Chance Gefallen zu finden. Die Frage ist, ob Duterte den ueberhaupt weitergibt. Denn wenn die Kommunisten weiter auf einer “Koalition mit der Regierung” beharren, dann wird Duterte das Papier sofort in den dafuer vorgesehenen Korb neben seinem Schreibtisch werfen.

Das ist eine Kriegs-Erklaerung an die NPA, also, da hat die Opposition mal Recht – “de facto martial law” – ohne das boese Wort in den Mund zu nehmen.



Es wird auch Zeit – Am 23. November 2009 wurde eine Kolonne bei Ampatuan, Maguindanao, gestoppt. Sie war unterwegs, Ismael Mangudadatu zur Wahl zum Gouverneur anzumelden. Alle 58 Insassen, darunter ein Tross Journalisten, aber auch Leute, die zufaellig in die Kolonne geraten waren, wurden umgebracht, und in zuvor ausgehobenen Gruben verscharrt.

197 Personen wurden angeklagt (15 mit Nachnamen Ampatuan), 114 verhaftet, auch Andal Ampatuan Senior und Junior. Von den Verhafteten wurde einer mangels Beweise entlassen, vier verstarben in Haft, darunter Ampatuan Senior. Die Beweis-Aufnahme begann 2016, und ist abgeschlossen. Justiz-Minister Menardo Guevarra sagte nun, dass Richter Jocelyn Solis-Reyes vom Distrikts-Gericht Quezon-City Anfang 2019 zu einem Urteil kommen wird.

Hoffentlich geschieht der Richterin nichts Boeses in der Zwischenzeit. Soweit ich weisz, sind noch etliche Verdaechtige auf freiem Fusz, und eine Reihe Zeugen wurde bereits umgebracht. Das Urteil wird von den Angehoerigen der Opfer nun neun Jahre nach der Tat dringlich erwartet.



Gemaesz “ManilaTimes”, “PhilStar” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Veröffentlichung in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN erfolgt mit der Erlaubnis von Heiko Eckhard.

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