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MAUERBAU NACH HEIMISCHER ART UND GRUNDSTÜCKSSTREIT

 



 

Einer unserer Nachbarn hat sich entschieden sein 1 ha großes Grundstück vor unserem Haus mit einer Grundstücksmauer zu versehen. Dabei kann ich nicht nur zuschauen, wie solch eine Mauer hier nach heimischer Art gebaut wird, sondern erlebe auch, wenn andere Nachbarn nicht wissen, wo ihre Grenzen sind und einfach drauflosbauen.

Aber erstmal zum Mauerbau nach heimischer Art. Es wird also ziemlich flach ein Graben ausgehoben, der wird mit einer Betonmischung etwas angefüllt und dann wird die erste Reihe Hohlsteine vermauert. Diese werden mit einer Speismischung gefüllt und durch Eisenstangen stabilisiert. Nicht immer gelingt es die Hohlblöcke in der Waagerechten zu vermauern. Wenn nun ein Baum oder Wurzelwerk im Weg sind, dann versucht man zuerst, dies Hindernis zu beseitigen, wenn das aber mit zuviel Arbeitsaufwand verbunden ist oder man nicht das richtige Werkzeug dazu hat, dann wird es einfach um- oder eingemauert.

In diesem Falle hier, gibt es zwei Konfliktherde, der erste, der uns nicht betrifft und auf der anderen Grunstücksseite anssteht ist, dass zwei verschiedene Vermesser zu zwei verschiedenen Ergebnissen gekommen sind. Nun überlappen sich dort die Grenzen um rund 4 Meter oder dort steht ein Haus. Vielleicht hat man sich damals vermessen, als man noch nicht die GPS Möglichkeiten wie heute hatte.

Auf unserer Seite befindet sich nun ein mehr als 50 Jahre alter Weg, der damals vom Vater meiner Frau mit einem Bulldozer angelegt wurde, nach dem Prizip des geringsten Widerstandes. Damals war das riesige Grundstück noch ein und bei der Aufteilung und späterem Verkauf hat niemand an Wegerechte eintragen und andere Dinge einen Gedanken verschwendet. Das rächt sich nun für die Kinder.

Kurz und gut bei uns führt die Grundstücksgrenze rund 30 Zentimeter an unserer Grundstücksmauer vorbei. Da wir keine andere Möglichkeit haben zu unserem Grundstück, mit den weiter dahinter liegenden Grundstücken zu kommen, sieht es das Gesetz vor, dass der davorliegende Grundstückseigentümer nach bestimmten Regeln diesen ein Wegerecht einräumen muss. Das hat dieser Grundstückseigentümer großzügerweise sogar so ausgelegt, dass er 50 qm ohne Kosten abgibt als Wegerecht und für alles was darüber hinaus geht, eine Entschädigung verlangt, die ihm auch zu steht.

Nun hat jemand auf dem Nachbargrundstück, dass ihm nicht gehört und er auch keine Miete zahlt, aus einer ehemaligen kleinen Holzhütte ein kleines Haus mit mehren Anbauten werden lassen und steht nun mit seiner Garage teilweise und der Zufahrtsrampe gänzlich auf dem Grundstück, was ihm auch nicht gehört. Alle sind zufrieden mit der jetzigen Lage, außer eben diesem Nachbarn, der nun möchte, dass der Grundstückbesitzer im sein (irrtümlich oder wissentlich) beanspruchte Land einfach so für nichts überläßt nach dem Motto: Die paar Quadratmeter kann er doch wohl abgeben. Allerdings ist er dabei mit einem anderen Grundstück an einer anderen Stelle mit seinen Geschwistern gar nicht tolerant.

Nun schaue ich mir das sich aufbauende Drama hier an.

 

Auf der Marktstraße in unserem Barangay war ich mal durch Zufall dabei, als ein rechtmäßiger Eigentümer sein Eigentum in Besitz nahm

Mitten in einer gewaltsamen Grundstücksübernahme

 

Das Video dazu hier auf Youtube:

Gewaltsame Grundstücksübernahme (5:58)

 



 

 

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