…aus der philippinischen Presse

 



 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Donnerstag, den 08. August 2019

(zum Bild: )

 

Vor dem Ableben eines Parasiten – Ich weisz, “Parasit” ist aus dem Woerterbuch des Unmenschen, sollte man nicht auf Menschen anwenden, aber von sich selbst darf man das sagen.

Ich habe eine Web-Seite,

https://sites.google.com/site/gesichtsbuchheikoeckard

und ich bin stolz darauf, dass die werbungsfrei ist.

Das ist Selbstbetrug, weisz ich, denn Google verdient sein Geld durch Werbung an anderer Stelle und hat den “kostenlosen Spielplatz” fuer Leute eingerichtet, die eh nichts zu sagen haben. Die, die “das Sagen haben”, zahlen fuer ihre Auftritte und kommen dementsprechend besser raus. Ich will nicht wissen, wieviel Geld weltweit in der Werbung verdient wird. Wahrscheinlich kann man die Zahlen nur noch in mathematischer Schreibweise mit Zehner-Potenzen darstellen. Es ist so, und ich kann und werde das nicht aendern.

Nun bekam ich heute eine E-Mail – meine E-Mail-Adresse steht auf meiner Web-Seite in mein Bild integriert, sodass sie nicht von Bots ausgelesen und ich mit Werbe-Muell ueber Haarwuchsmittel versorgt werden kann – dass der Besitzer einer Firma Zugriff auf meine Web-Seite haben moechte. Das ist ein Dienst von Google Sites, die es z.B. Firmen-Besitzern gestattet, auf der Web-Seite Werbung zu schalten – Goggle muss ja auch Geld verdienen, also machen sie es den Werbe-Willigen leicht.

Ich habe das abgelehnt, schlieszlich – siehe oben – bin ich werbungsfrei. Mich aergert, was ein Leser der “Philippinen Nachrichten” beklagt: “zuviel Werbung”. Natuerlich antwortet ihm der Herausgeber und weist darauf hin, dass Werbung in “gedruckten Magazinen und Zeitungen ja vor dem Kauf auch nicht ausgeschnitten” wird. Recht hat er, ohne Werbung gaeb’s ihn nicht – mich auch nicht, denn ich bewege mich auf diesem “Spielplatz fuer Parasiten”.

Sollte nun Google auf die Idee kommen, dort so etwas wie “Zwangs-Werbung” einzublenden oder von mir Gebuehren zu verlangen, dann werde ich tun, was ich schon einmal tat bei einem deutschen Internet-Provider, der fuer die bis dahin kostenlose Web-Seite ploetzlich Geld haben wollte: ich werde die Web-Seite einstellen – “Parasit tot”.

Keine Sorge, liebe Leser!

Solange Zeitungen wie die “Manila Times” und die zwei, drei anderen, die ich zitiere, kostenlos sind und nicht der Unsitte verfallen, interessante Artikel zu Bezahl-Artikeln zu machen, und solange die Werbung dort nicht derart ueberhand nimmt, dass man die Artikel nicht mehr lesen kann, solange bleibe ich am Ball.

Wird mir das auf der Web-Seite aus Kostengruenden verwehrt, werde ich – solange Praesident Rodrigo Roa Duterte im Amt und ich gesund bleibe – mein Blog weiter schreiben und an jene verteilen, die mir dann – bitte nicht jetzt! – eine E-Mail schreiben und ihnen mein Blog per E-Mail als Anhang verteilen – solange E-Mail kostenfrei bleibt.

Mich interessiert dieser Mensch, weil Filipinos so sind wie er – wenigstens 80% von ihnen.

Also merkt euch meine E-Mail-Adresse, sie steht auf meiner Web-Seite, und wenn ihr was gegen Werbung habt, dann lest halt dort, was mit Duterte los ist.

 



 

Zu Duterte gibt es… – …heute nicht viel, da die Web-Seite des PCOO (Presidential Communications Operations Office) seit gestern nicht erreichbar ist, und ich nicht nachlesen kann, was er nun am Dienstag-Abend vor der Philippinisch-Chinesischen Handelskammer gesagt hat. So weisz ich nur, dass fuer seine China-Reise neben dem Zwie-Gespraech mit Xi Jinping und philippinischen Basketball-Spielern es noch einen Grund gibt: er wird bei der Einweihung eines Schul-Gebaeudes in der Provinz Fujian anwesend sein, das nach seiner Mutter – Soledad Roa Duterte – benannt wird. Da sie kaum bekannt sein duerfte, wiederhole ich einfach, was ich letzten Muttertag ueber sie schrieb:

Geboren am 22. November 1916 als Soledad Roa y Gonzales in Cabadbaran, Agusan del Norte, war sie die Tochter von Eleno, einem Maranao, der den Namen Roa annahm, und dessen Frau Fortunata Gonzales. Sie ging in Cabadbaran zur Schule und dann in die Philippine Normal School in Manila in der College-Stufe. Sie kam als Lehrerin zum Bureau of Public School.

In der Zeit lernte sie Vicente Duterte kennen, einen Anwalt aus Cebu. Zusammen siedelten sie sich 1950 in Davao an, wo Vicente von 1959 bis 1965 Gouverneur der damaligen Provinz Davao war. Das Paar hatte 5 Kinder, darunter Rodrigo Roa Duterte, geboren am 28. Maerz 1945 in Maasin City, Leyte. Seine Geschwister sind Eleanor, Benjamin, Joccelyn und Emmanuel. Der Vater Vicente Duterte starb am 21. Februar 1968.

Soledad gab den Schuldienst auf, als ihr Mann in die Politik ging, und sie fuehrte das Yellow Friday Movement gegen den damaligen Praesidenten Ferdinand Marcos. Als diese Fuehrerin erwarb sie sich den Namen “Nanay Soling ~ Mutter Soling”, die sich um Wohlstand und Fortschritt der einfachen Leute einen Namen machte. Ueber sie heiszt es in einer Laudatio der RAFI (Ramon Aboitiz Foundation Inc.), obwohl Nanay Soling nur 5 Fusz, 2 Zoll grosz (157 cm) und leicht gebaut sei, gebrechlich aussah, sei sie ein menschlicher Dynamo ihrer sozialen Unternehmungen: “Es bedarf nur ihrer Zeit und Energie, noetigenfalls auch Schweisz und Traenen, das war genug um einen Elefanten zu toeten.

Nach langer Krankheit starb Soledad Roa Duterte am 4. Februar 2012 im Alter von 95 Jahren im Davao Doctors Hospital an Herz-Lungen-Versagen. Die Duterte-Familie hielt eine private Trauerfeier, sie wurde am selben Tag eingeaeschert. Damals Vize-Buergermeister Rodrigo Duterte sagte in seinem lokalen TV-Programm “Gikan sa masa, para sa masa ~ Vom Volk, fuer das Volk”: “Sie wollte ein Begraebnis im Kreis der Familie. Sie wollte keine Zeremonie. Wir befolgten nur, was sie wollte. Das war ihr letzter Wunsch.” Luz Ilagan von der Gabriela Woman-Partei sagte: “All of us lost a nanay.

Saysay sa adlaw – Kabugo ra gyod nimo. Wa ka pa makat-on sa inyong leksiyon nga gitudlo sa inyong maistra. 

bugo dumm, ungeschickt + ka… betont kabugo sehr dumm, ra nur, blosz, gyod ~ gayod wirklich, ehrlich, nimo ~ kanimo Dat/Akk von ikaw du

wa ~ wala kein, nicht, ka ~ ikaw du, pa noch, erst, tuon lernen + maka… V/G verschliffen zu makat-on kann, hat gelernt, sa von, inyong ~ inyo nga Genitiv von kamo ihr + Verbinder, leksiyon Lektion, nga Verbinder, maistra Lehrerin

Satz des Tages – Du bist wirklich zu dumm. Du hast eure Lektion nicht gelernt die eure Lehrerin gezeigt hat.

 



 

Gemaesz “Philippinen Nachrichten”, “ABS-CBN” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Presseschau von Heiko Eckard wird mit seiner Einwilligung und Erlaubnis in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN & MAGAZIN veröffentlicht