…aus der philippinischen Presse

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Dienstag, den 07. Mai 2019

(zum Bild: Mit jeder ihrer Aktionen verlieren die Gelben mehr Zuspruch)

 

Plan A… – …der Liberalen Partei war, dass Mar Roxas, politischer Ziehsohn des ehemaligen Praesidenten Benigno “Noynoy” Aquino, 2016 die Wahl zum Praesidenten gewinnt und so die Herrschaft der Lakaien des amerikanischen Post-Kolonialismus fortsetzt, der sich unter dem Gelbem Banner hier etabliert hatte. Das Wahrzeichen der Liberalen war die Idee von US-PR-Managern der “Cory” Aquino nach dem Lied: “Tie a yellow ribbon round the old oak tree”.

Im Text des Liedes von 1972 geht es darum, dass ein Haeftling, der seine Zeit abgesessen hat, nach Hause kommt und seine Liebste bittet, ein gelbes Band um die alte Eiche zu binden, damit er vom Bus aus sieht, ob sie ihn noch haben will, sonst fuehre er im Bus einfach weiter und naehme die Schuld auf sich.

Nun, Mar Roxas verlor gegen Rodrigo Roa Duterte. Der Bus fuhr weiter, doch niemand nahm die Schuld auf sich.

 



 

Plan B… – …war nun, da die Gelbe “Leni” Robredo immerhin Vize-Praesidentin geworden war – nach Ueberzeugung des unterlegenen “Bongbong” Marcos durch Betrug, der Prozess dauert noch an – den Praesidenten Duterte zu stuerzen, wodurch Robredo automatisch ins Praesidenten-Amt rutschen wuerde. Um diese Aufgabe kuemmerte sich hingebungsvoll Senatorin Leila de Lima. Sie praesentierte 2016 in von ihr angeregter und geleiteter Untersuchung der EJKs (Extra Judicial Killings) den Zeugen Edgar Matobato, der zugab zur DDS (Davao Death Squad) zu gehoeren und fuer Rodrigo Duterte, damals Buergermeister von Davao, Morde ausgefuehrt zu haben. Matobato gab zu, dass er selbst Duterte nie gesprochen hatte. Alles lief ueber seinen Chef Arthur Lascañas, der in der Untersuchung das als Luege abstritt. Das alles hatte aber nichts mit der Amtszeit des Praesidenten zu tun, und so scheiterte de Limas Attacke auf Duterte, sie selbst verlor den Vorsitz in dem Ausschuss des Senats. Derzeit sitzt sie in Camp Crame wegen des Verdachts auf Verwicklung in den Drogenhandel ein.

Unter der Leitung von Antonio Trillanes erschien Lascañas spaeter nochmal vor der Presse und behauptete, er habe einen Meineid geschworen, und alles sei wahr, was Matobato gesagt haette. Danach verschwand er im Ausland. Weiter versuchte Gary Alejano Duterte per Amtsenthebung loszuwerden, was eine glatte Bauchlandung wurde. So ging er zum ICC (International Criminal Court), dem sich Senator Antonio Trillanes anschloss. Praesident Duterte kuendigte die Roemischen Vertraege und verliesz den ICC.

Das war ein Schlag ins Wasser, und nun kamen die Zwischenwahlen, wo die Gelben zu neuer Form auflaufen wollten. Dazu tauchte der Verlierer von 2016, Mar Roxas, aus der Versenkung auf, und sogleich sanken die Umfragewerte fuer eine Reprise der Gelben. Also musste man deutlicher werden.

 



 

Plan C… – …griff nun eine Lieblingsidee von “Sonny” Trillanes auf, dass der Praesident und seine Familie in Drogen verwickelt seien und so Reichtuemer angehaeuft haetten. Die Reichtuemer hatte er schon 2016 ins Spiel bringen wollen, was nicht zog, und die Verwicklung in Drogen wollte er Dutertes Sohn Paolo anhand eines Tattoos auf dessen Ruecken anhaengen, was auch nicht wie gewuenscht lief. Nun veroeffentlichten amerika-hoerige Medien Berichte ueber die Guthaben der Duterte-Familie, die angeblich unerklaert seien, und passend wie die Faust auf’s Auge erschienen die “Bikoy-Videos”, in denen ein vermummter Mensch den Dutertes ihre Verwicklung in den Drogenhandel und den Empfang entsprechender Gelder vorwarf. Er zog auch den ehemaligen Assistenten Dutertes, “Bong” Go, hinein, der ein Drogen-Triaden-Tattoo auf dem Ruecken haben sollte. Der zeigte bei einer Veranstaltung seines untaetowierten Ruecken vor, doch das war nicht alles.

Das NBI (National Buraeu of Investigation) machte Rodel Jayme als Administrator der Web-Seite aus, auf der die “Bikoy-Videos” erschienen waren, und nahm ihn fest. Der bestritt etwas mit den Videos zu tun zu haben, doch wurde nach und nach aufgedeckt, dass er ein langjaehriger Unterstuetzer der Gelben war.

Die Kroenung war nun, dass beim IBP (Integrated Bar of the Philippines) ein Peter Joemel Advincula auftauchte und um Rechts-Beistand nachsuchte. Er sei “Bikoy” und er wolle Anzeige erstatten gegen all die, die er in seinem Video beschuldigt hatte, denn er fuerchte um sein Leben. Er sei als Geld-Bote im Kartell gewesen, daher sein Wissen, wofuer er auch gesessen habe. Nach Informationen des “Tribune” war er jedoch der meistgesuchte Gauner von Naga City, der wegen zahlloser Diebstaehle und Betrugs-Delikten im Gefaengnis war, nicht wegen Drogen-Verbindungen.

 



 

Mein Plan ist… – …da bisher nur Behauptungen, aber kein einziger Beweis praesentiert wurden, einfach zu warten, was NBI oder eine eventuelle Untersuchung des Senats dazu beitragen. Vorher glaub ich nichts. Gehoert halt zum Wahlkampf.

Saysay sa adlaw – Ayawg tuo, kay gitiawan ka lang niya. 

ayawg ~ ayaw og vermeide, unterlass + unbest. Art., tuo glauben, kay weil, tiaw necken, veralbern + gi…an V/G passiv gitiawan wird veralbert, ka kurz fuer ikaw du, lang nur, niya kurz fuer kaniya Dat/Akk von siya von ihm

Satz des Tages – Glaub das nicht, er veralbert dich nur.

 



 

Gemaesz “Manila Times”, “Manila Bulletin”, “Daily Tribune” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Presseschau von Heiko Eckard wird mit seiner Einwilligung und Erlaubnis in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN & MAGAZIN veröffentlicht.