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…AUS DER PHILIPPINISCHEN PRESSE

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Samstag, den 04. November 2017 

 

fake news” ist Wort des Jahres… – …nach Meinung von Harper-Collins, Herausgeber von Woerterbuechern. Deren “Englisch/Deutsch”-Ausgabe liegt bei mir auf dem Schreibtisch, da mein Englisch nicht so gut ist wie das philippinischer Redakteure und Kolumnisten. Und da das mitunter nicht reicht, liegt das “Essential Learner’s English Dictionary” von Merriam-Webster daneben, das bei amerikanischen Woertern besser ist.

Doch zu den “non fake news”!

Da lese ich jeden Morgen mindestens drei Blaetter, und achte besonders auf diese Kolumnisten: Rigoberto Tiglao in “The Manila Times”, Jojo Robles im “Manila Standard” und “last but not least”, obwohl sie nach dem Grundsatz “ladies first” die Liste eigentlich anfuehren muesste, Getsy Tiglao im “Manila Bulletin”. Doch ich habe mich an diese Lesefolge gewoehnt, und da Getsy nicht so oft schreibt wie ihr Gatte Rigoberto, hat sie bei mir eben so etwas wie “das letzte Wort”, auszer heute.



Duterte the Diplomat”… – …ueberschreibt Getsy Tiglao heute ihre Kolumne im “Manila Bulletin” und befasst sich eingehender mit dem Thema, das ich gestern schon etwas lax als Maerchen von Hase und Igel angefasst habe, und stellt fest: “In nur einem Jahr im Amt hat Praesident Rodrigo Duterte freundliche und produktive Beziehungen sowohl mit Japan als auch mit China aufgebaut, zwei wetteifernde Supermaechte in Asien. Seine unabhaengige Auszen-Politik hat den Nationalismus wiederbelebt – sehr zur Sorge der globalistischen Elite – und die Aufmerksamkeit zurueck gelenkt auf unsere natuerlichen Alliierten, unsere asiatischen Mitmenschen (fellows).

Beide, Japan wie China, umwerben Duterte, der als wichtige diplomatische Figur (player) in Asien aufgetaucht ist, trotz der strittigen Dispute ueber Land- und See-Asprueche im Suedchinesischen Meer. Dutertes Macht kommt von seiner starken Fuehrerschaft, und das ist etwas, das Weltfuehrer sofort anerkennen.

Sie weist auf die Kredite hin, die er von China, 24 Mrd Dollar, und Japan, 9 Mrd Dollar, erhalten konnte. Wenn ich da gestern in beiden Faellen von 9 Mrd geschrieben habe, liegt das an einem Artikel, der bei China von 9 Mrd Zusagen schrieb, die spaeter erhoeht worden seien. Sei’s drum, auf jeden Fall hat Duterte eine Menge Geld locker machen koennen.

Zu Dutertes Position gegenueber den USA schreibt Tiglao: “Waehrend er immer noch etwas kratzbuerstig (prickly) ist, wenn es zu den Beziehungen der Philippinen zu ihren frueheren Kolonial-Herren, den Vereinigten Staaten, kommt, scheint der Praesident seine Kritik heruntergeschraubt zu haben, er dankte ihnen sogar fuer die technische Unterstuetzung im Kampf gegen die Islamic State-Terroristen in Marawi City.

Doch, ununterdrueckbar, deutete Duterte gleich an, dass das Scharfschuetzen-Gewehr, mit dem der IS-Emir Isnilon Hapilon erschossen wurde, aus China kam.

Wichtiger aber ist dem Praesidenten Japan, und Tiglao zitiert ihn: “Wir wollen, dass unsere Beziehung noch weiter waechst. Japan ist unser Freund, naeher als ein Bruder; Japan behandelt uns als Souveraen auf Augenhoehe.

Dies, meine ich, ist fuer Duterte entscheidend – als gleichrangig behandelt zu werden, und da kann sich der Westen eine Scheibe von asiatischer Diplomatie abschneiden. Im Westen faellt nahezu alles, was auszerhalb Europas und den USA liegt und keine Groszmacht wie Russland oder China ist, unter den Begriff “Dritte Welt” und wird oft auch heute noch entsprechend behandelt. Und das ganz besonders von dort ausgemusterten Politikern, die fuer obskure NGOs (Non Government Organization) in Sachen Menschenrechte meinen hier auftreten zu muessen.



Etwas an den Rand gedraengt… – …von dem schon im Vorfeld alles ueberschattenden Grosz-Ereignis ASEAN-Gipfel sind Nachrichten zu Friedensfuehlern, die Praesident Duterte in Richtung NPA (New People’s Army) ausstreckt, auch wenn er Gespraeche mit den Kommunisten in Bausch und Bogen abgelehnt hat. Er bietet NPA-Kaempfern Wohnung und Arbeit an, wenn sie die Waffen niederlegen. Er unterstuetzt auch die Friedens-Bemuehungen seiner Tochter Sara Duterte-Carpio, die als Buergermeisterin von Davao bei sich im Umfeld Frieden haben moechte, und Verteidigungs-Minister Delfin Lorenzana haut in diese Kerbe und ruft die Kaempfer zur Aufgabe auf.

Das scheint Wirkung zu haben.

Eine Meldung spricht von 8 Kaempfern in Sultan Kudarat auf Mindanao, die den Krieg satt haben, und mit diesen 8 sollen es in der Gegend insgesamt schon 60 sein, die sich nicht mehr durch den Dschungel jagen lassen wollen.

Fuer den Erfolg dieses Vorgehens spricht aber vielmehr noch eine Nachricht, die die NDF (National Democratic Front), der Dachverband der Kommunisten, nun veroeffentlicht hat: “Die revolutionaeren Kraefte unter Fuehrung der Kommunistischen Partei der Philippinen und verbuendet mit der Nationalen Demokratischen Front der Philippinen weisen lokale Friedensverhandlungen zurueck, die von oertliche Buerokraten und Militaers vorangetrieben und vom Praesidenten selbst unterstuetzt werden. … Das Duterte-Regime vergeudet Zeit und Geld des Volkes wenn es diese nutzlosen oertlichen Friedens-Kommittees einrichtet, die nirgendwohin fuehren und nichts erreichen.

Hoppla, aufgemerkt!

So etwas schreibt, wer seine Felle davonschwimmen sieht, und Duterte und seine Mannen (und Frauen) tun gut daran, genau so weiter zu machen, statt sich im Ausland auf Kosten Norwegens mit Tattergreisen zu unterhalten, auf die die Kaempfer hier im Dschungel seit Jahren nicht mehr gehoert haben.

Die Meldung der NDF ist eine politische Bankrott-Erklaerung. Totaler Macht-Verlust spricht daraus. Dagegen ist “Arbeit statt Krieg” ein “win win”-Geschaeft, das beiden Seiten gut tut.

Gemaesz “PhilStar”, “ManilaBulletin”, “ManilaTimes”, “GMANews”, “ManilaStandard” u.a.

 

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht. 

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