…aus der philippinischen Presse

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Sonntag, den 21. Oktober 2018

 

Ob der Staatsstreich… – …den der damalige Marine-Offizier Antonio Trillanes einst plante, und fuer den ihn ein Praesident amnestierte, weil der ihn im Senat haben wollte, um die Opposition klein zu halten, nun erneut vor Gericht verhandelt wird, wird von der Opposition zu einer Frage um den Erhalt der Demokratie hochstilisiert. Der Leitartikel der “Manila Times” geht darauf ein und meint, die Frage, ob die Neu-Verhandlung die Demokratie gefaehrdet, solle vor Gericht verhandelt werden.

Frag ich mich – muss wirklich jede Blaehung der Opposition ernst genommen werden? Die Sache ist doch vor Gericht. Da werden Richter bezahlt, dass die sich das anschauen. Sind die nicht kompetent? Wer sagt das? Oder sollen sie beeinflusst werden – was nicht zulaessig waere.

Die IPU (Interparlamentarische Union) will kommen und die Faelle von Leila de Lima und Antonio Trillanes untersuchen. Die waren schon mal da, und haben mit dieser Dame, die eine Ex-Praesidentin grundlos inhaftierte, geschwaetzt, ohne auf deren menschenrechtsverachtende Untat einzugehen, und keiner hat es gemerkt. Warum sich aufregen? Wenn sie ihre Hotel-Rechnung bezahlen und keinen Muell hinterlassen – was soll’s?

Bei Lektuere der Zeitungen heute stelle ich fest, dass ich fuer das Amt eines Praesidenten ungeeinigt waere, weil ich zu duennhaeutig bin. Mich regt so ein Scheisz auf. Praesident Duterte ist da aus ganz anderem Holz geschnitzt. Was der an sich abperlen laesst, haette mich in eine Heilanstalt gebracht.

Gut, er ist in Behandlung einer Dermatologin, daher die Verdunkelung seiner Haut im Gesicht, wie er neulich erlaeuterte. Doch ob das an Trillanes liegt? Ich habe da einen anderen Verdacht. Als Duterte im Juli 2016 in den Kongress kam, um seine erste SONA (State of the Nation Address) zu halten, da ging er auf die erste Reihe der Zuhoerer zu und, wie Politiker das so gern tun, schuettelte dort jemandem die Hand, als waeren das alles seine Freunde, und in der ersten Reihe sasz – Senatorin Leila de Lima. Danach wandte sich Duterte und ging zum Podium, wobei er das Gesicht verzog und die Hand an der Jacke abwischte – wenn ich das recht erinnere. Ob er sich da was geholt hat?

Das war jetzt nicht ernst gemeint, aber sonst habe ich nichts gefunden, was ich ernst nehmen koennte.



Gemaesz “ManilaTimes”, “PhilStar” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Veröffentlichung in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN erfolgt mit der Erlaubnis von Heiko Eckhard.