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…aus der philippinischen Presse

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Montag, den 26. November 2018

(zum Bild: ROTC in den Philippinen)

 

Nachtrag zur Groesze – Mein gestriges Blog zu Praesident Rodrigo Roa Duterte kommentierte ein Leser mit den Worten: “Entschuldigung, aber das Einzige was an Duterte grosz ist, ist sein ungemein ausgepraegter Narzissmus.

Richtig! Duterte ist ein Narziss und Macho, aber – und hier zitiere ich wieder mal den von mir sehr geschaetzten Rigoberto Tiglao, der bereits am 24. Oktober 2016 in “The Manila Times” schrieb: “Wenn Praesident Duterte seine Amtszeit beendet, und ich glaube er wird, und wenn er nicht seine Sicht der Welt und unseres Platzes darin aendert, und ich glaube nicht er wird, werden Gelehrte in der Zukunft die moderne philippinische Geschichte aufteilen in die Periode ‘before Duterte’ (BD) und ‘after Duterte’ (AD).

Der Leitartikel… – …der “Manila Times” findet, das ROTC (Reserve Officers Training Corps) solle als nationale Notwendigkeit wiederbelebt werden. Diese militaerische Pflichtausbildung fuer Studenten war nach dem Unfall eines Studenten im Jahre 2002 abgeschafft worden. Die Neu-Auflage brachte Praesident Duterte in’s Gespraech, “um unserer Jugend Patriotismus, Vaterlands-Liebe beizubringen.” Ein entsprechender Gesetzes-Antrag ist von Raneo Abu im Haus eingebracht worden, der dazu sagt: “Ich appelliere an die Fuehrer des Hauses, das ROTC-Gesetz durchzubringen im Sinne des Wunsches von Praesident Duterte, der darauf abzielt die vorderste Pflicht der Regierung zu erfuellen, dem Volk zu dienen und es zu schuetzen.” Duterte hat gedroht, wenn der Senat nicht mitzieht, werde er die Studenten mit einer “executive order” dazu verpflichten.



Es gibt aber Widerstand. Ein Kinderrechtler – sowas gibt’s auch? – Eule Rico Bonganay meint: “Trotz der unterstellten Absicht der philippinischen Jugend Nationalismus, Disziplin und Respekt der Menschenrechte beizubringen, lehrt ROTC die Studenten nur Brutalitaet, Faschismus, Korruption und Unbestrafbarkeit.

Die Wortwahl verraet, aus welcher Ecke das kommt. Ich wage aber auch zu bezweifeln, dass man mit Dienstpflicht “Vaterlands-Liebe beibringen” kann – Liebe und Pflicht passen irgendwie nicht zusammen. Doch die Erinnerung an Marawi lehrt, dass ein Land wehrhaft sein muss, auch wenn es nach auszen, insbesondere gegenueber China, sich um Frieden bemueht. Im Lande kann es sich nur selbst helfen.

Anregend fand ich… – …die Kolumne von Carmen N. Pedrosa im “PhilStar”, die mir am Samstag durch die Lappen gegangen war. Zum Verhaeltnis China-Philippinen schreibt sie, dass Xi Jinping in seiner Rede beim Gala-Dinner darauf hinwies, dass die Beziehungen von China und den Philippinen nicht erst mit dem Besuch von Praesident Rodrigo Roa Duterte in Peking im Oktober 2016 begannen. Es war eher die Wiederaufnahme jahrhundertealter Beziehungen, die ihre Hinterlassenschaften hatten. Und Pedrosa fragt, was sind da schon 67 Jahre militaerische Allianz mit den USA, auf die US-Botschafter Sung Kim am gleichen Tag hinwies?

Das Erbteil ist nicht nur an Vorfahren von Jose Rizal festzumachen, “great-great grandson of Siang Co and Zun Nio from Fujian, China”, und auch Rodrigo Duterte verweist in Reden auf einen chinesischen Opa. Betrachtet man daneben aber auch mal eine philippinische Speisekarte, so findet man dort Batchoy, Lympia, Pancit und Siopao – vor langer Zeit aus China hier eingewandert. Dazu gehoert auch Taho, mit dem ein Junge hier durchs Viertel zieht. Er traegt zwei Eimer an einer Stange ueber der Schulter, ruft ab und an laut “Taaaaaaaa-hu”, und verkauft an der Haustuer den Soja-Tofu/Yoghurt an seine Kunden. Amerikanische Kueche findet man dagegen nur im Fastfood.



Gemaesz “PhilStar”, “ManilaTimes” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Veröffentlichung in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN erfolgt mit der Erlaubnis von Heiko Eckhard.

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