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…aus der philippinischen Presse

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Sonntag, den 14. Oktober 2018

 

Der traditionelle Tauschhandel… – …zwischen Sabah, Malaysia, und Tawi-Tawi/Sulu, Philippinen, wurde im April 2016 von Malaysia untersagt, weil es zuviele Entfuehrungen von Haendlern und Fischern durch Abu Sayyaf gab. Dieses Verbot soll beginnend mit dem 1. Januar 2019 aufgehoben werden. Die Sicherheits-Lage dort scheint dies zuzulassen.

Der Tauschhandel war ein wichtiger Teil der Wirtschaft in der benachteiligten Region, von der nach einer Studie die Gemeinden laengs der Grenzen von Sabah, den suedlichen Philippinen und dem indonesischen Kalimantan profitierten. Diese Profite entfielen mit dem Verbot 2016. Fuer die Freigabe des Tauschhandels wird es Richtlinien geben, die suventionierte Gueter wie zum Beispiel Gasflaschen davon ausschlieszen.

Praesident Rodrigo Roa Duterte hatte letztes Jahr versprochen, den Tauschhandel im Sulu-Archipel zu beleben. Offenbar war er in Malaysia nicht auf taube Ohren gestoszen.



Menschenrechte – Die Philippinen haben einen Sitz im UN-Menschenrechts-Rat gewonnen. Sie saszen dort von 2007 bis 2009, von 2012 bis 2014 und sie werden dort sitzen von 2019 bis 2021. Sie bekamen 165 von 192 Stimmen in der UN-Vollversammlung am Freitag. Dies sei eine Anerkennung, meint der Sprecher des Praesidenten, Salvador Panelo, “dass unsere Regierung die Menschenrechte respektiert und deren Missbrauch durch jene nicht toleriert, die im Amt sind.” Er fuegte hinzu, “Einen Sitz im UN-Menschenrechts-Rat zu gewinnen ist eine Zurechtweisung der Kritiker und Herabwuerdiger von Praesident Dutertes unnachgiebigem Kampf gegen illegale Drogen.

Zu den Kritikern gehoert HRW (Human Rights Watch), der noch Stunden vor der Abstimmung UN-Mitglieds-Staaten brieflich aufforderte, nicht fuer die Philippinen zu stimmen, weil die sich in “einer Menschenrechts-Krise befinden, die sich zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit entwickeln. Seit Duterte im Juli 2016 ins Amt kam, wurden mehr als 12.000 verdaechtigte Drogen-Dealer und -User niedergeschossen, in was ‘legitime Polizei-Operationen’ genannt wird.

Ich spar mir den Rest des Bloedsinns in dem Brief des HRW, der als “Internationale Menschenrechts-Organisation” bezeichnet wird. Das ist er nicht. Es ist eine private Organisation in New York, die sich ausschlieszlich mit Spenden von Privatpersonen und Stiftungen finanziert. Zum Beispiel spendete im Jahre 2010 der Milliardaer George Soros 100 Mio Dollar. 2014 richteten Friedens-Nobelpreistraeger Adolfo Perez Esquivel und ueber 100 andere Persoenlichkeiten einen offenen Brief an den Geschaeftsfuehrer von HRW, Kenneth Roth, in dem sie die Naehe des HRW zur US-Regierung kritisierten als “Drehtuersystem”, in dem Ex-Regierungs-Mitarbeiter bei HRW ihr Auskommen finden, die dort die Interessen von dessen Geldgebern vertreten. So handelt es sich nicht um eine unabhaengige, internationale Organisation, sondern HRW ist Teil des “deep state” der USA.

Fragt sich der Philosoph – warum tun die das?

Das ist eine einfache wirtschaftliche Ueberlegung. Wo es keinen Verstosz gegen die Menschenrechte gibt, muss man ihn halt herbeireden. Sonst gaebe es keine Spenden mehr, und man wuerde seinen Job verlieren. Suende funktioniert so aehnlich. Die kam nicht mit Eva in die Welt, sondern mit dem Priester, der sie zuerst festgestellt hat. Und so leben Priester davon, Glaeubigen Suenden einzureden, um sie dann – gegen ein geringes Entgelt – davon lossprechen zu koennen. Das erinnert an den Satz “Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Feuer springt”, mit dem der Ablassprediger Johann Tetzel einst durch die Lande zog und die Glaeubigen vor dem Fegefeuer bewahrte. Ueber eigene Suenden sprechen Priester lieber nicht, wovon grad ein Brief des Papstes zeugt. Der dankte dem Kardinal Donald Wuerl fuer seine “Sorge um das Wohl der Kirche”. Der Kardinal musste zuruecktreten, weil er bei der Vertuschung von sexuellem Missbrauch durch Priester in Pennsylvania mitgewirkt hatte – in Sorge um das Wohl der Kirche. Das Wohl der Opfer kam ihm nicht in den Sinn.

Doch sollte der Philosoph sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen und den Satz seines Lehrers Hans Blumenberg erinnern: “Die Vernunft repariert den Schaden, den sie selbst angerichtet hat.” Wir denken zuviel ueber Dinge nach, die wir oder andere uns selbst erst eingeredet haben, und so sollte als Leitsatz ueber dem Katalog der Menschenrechte stehen: “Lass dir keinen Verstosz gegen diese Rechte einreden – er muss dir zuvor bewiesen werden.



Gemaesz “ManilaTimes”, “ManilaBulletin”, “PhilStar”, “Wikipedia”, “www.hrw.org” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Veröffentlichung in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN erfolgt mit der Erlaubnis von Heiko Eckhard.

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