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Hurra – ich bin ein OFW !

 

Ja, bei vielen Filipinos kommt dieser Wunsch auf, ins Ausland zu gehen und “gutes” Geld zu verdienen.

Es gibt etwa 10 Mio. philippinische “Gastarbeiter” in der ganzen Welt.
Mit Schwerpunkt in den Ländern United States and Canada, the United Kingdom, UAE, Saudi Arabia, Singapore und Japan.
Die Verträge werden im allgemeinen über spezielle Agenturen vermittelt und gelten dann meist für zwei Jahre. Diese Agenturen werben in allen Landesteilen philippinische Männer und Frauen an, übernehmen diverse Vorlaufkosten und verdienen im Nachgang über eine gewisse Provision jeden Monat natürlich mit.

Hier wollen wir mal etwas über die Vor- und Nachteile sprechen.
Mal abgesehen davon, das eine sehr lange Trennung von der Familie nicht gerade förderlich ist und oftmals dann auch zum Bruch der Partnerschaft führen kann, ist es natürlich eine gute Variante deutlich mehr Geld zu verdienen als es auf den Philippinen (bei gleicher Tätigkeit) üblich ist.
Nur leider führt das dann wiederum auch zu Begehrlichkeiten innerhalb der Verwandschaft.
Schnell melden sich Bruder, Cousin oder andere Verwandte und sogar Bekannte mit allerlei Hilferufen zwecks Unterstützung. Und der liebevolle und hilfsbereite OFW spendet Geld in aller Herren Richtung und am Ende des Monats ist für die ursprünglich vorgesehene Spardose nicht mehr viel übrig.
Es wäre nicht der erste OFW, der nach zwei Jahren zurück in die Heimat kommt und ausser ein paar tollen Mitbringseln nichts weiter in der Tasche hat.

Aber das ist nur die eine Seite der Medaille.
Es gilt hier noch einen weiteren Aspekt zu beleuchten. Nämlich das Zielland!
Während der OFW in vielen Teilen der Erde eine brauchbare Interims-Heimat findet, freundlich behandelt wird und auch pünktlich seinen Lohn ausgezahlt bekommt, sieht es in einigen speziellen Ländern ganz anders aus.

Zu diesen Ländern gehören insbesondere Länder, die die Sharia-Gesetzgebung anwenden.

Zitat Wikipedia:
Zurzeit ist die Scharia Rechtsgrundlage in Nigeria (einige Bundesstaaten), den Malediven, im Iran, in Saudi-Arabien (Artikel 23 lt. Verfassung), Bangladesch, Mauretanien, Afghanistan, Sudan, in Gambia, Senegal, Katar, Kuwait, Bahrain, Libyen, der indonesischen autonomen Provinz Aceh, Jemen – dort nebst Anwendung von Stammesgesetzen – und in Teilgebieten Pakistans

Wer sich mit dem Islam und der Sharia etwas beschäftigt, weiss, welchen Wert ein “Ungläubiger” und insbesondere eine Frau dort hat. Es gibt dort sehr viele Regeln, die für einen westlich geprägten Menschen unvorstellbar sind und eigentlich dem Mittelalter zugeschrieben werden müssen!

Also -lieber Leser- ratet euren philippinischen Freunden oder Verwandten einfach davon ab, sich für eines dieser Länder als OFW zu bewerben.

Nachfolgend ein aktueller Fall aus unserer Verwandschaft, der uns hautnah gezeigt hat was dort läuft und zur Zeit wissen wir noch nicht wie der Fall enden wird.

Zur Vorgeschichte:
Das Mädel arbeitet als Haushaltshilfe in Kuwait, der “Hausherr” hat eine philippinische Geliebte, die auch dort mit wohnt, dieses Mädel wurde nun schwanger, liess das Kind abtreiben und verlor dabei soviel Blut, das sie selbst daran starb.

Das rief natürlich die Polizei auf den Plan, Hausherr und Haushaltshilfe wurden verhaftet.
Anklage gegen die Haushaltshilfe:
“Unterlassung der Meldung/Anzeige das eine unverheiratete Frau schwanger ist”
(Anklage gegen den Hausherrn wissen wir nicht genau)

Das Mädel sendete uns heimlich von ihrem in Gefängnis geschmuggelten Handy die Nachricht, das sie im Gefängnis sitzt. Wir haben daraufhin “Himmel und Hölle” mobilisiert, aber auch die philippinischen Behörden arbeiten (weil sie solche Vorfälle wohl reichlich kennen) ganz normal.

Inzwischen ist das Mädel zwar aus dem Gefängnis heraus und sitzt aber in der philippinischen Botschaft in Kuwait fest. Der rechtliche Aspekt ist noch am laufen, Prozessausgang ungewiss.

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In eigener Sache:
Wir haben diesen Artikel für jedermann sichtbar freigeschaltet, um mal aufzuzeigen, wie detailliert hier recherchiert, gepostet und diskutiert wird. All dieses wird von uns in der Freizeit gemacht, gestaltet und betreut. Es wäre schön, wenn Du uns mit deinem Beitritt in unseren Expat-Klub “belohnst” – DANKE ! 

 

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