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…aus der philippinischen Presse

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Freitag, den 05. Oktober 2018

 

Die Gesundheit… – …von Praesident Rodrigo Roa Duterte ist nun wirklich ein Thema, das nicht nur in den „Manila„-Blaettern „Times„, „Bulletin“ und „Standard“ zu finden ist. Eine „Reuters„-Meldung „Philippinischer Fuehrer Rodrigo Duterte weckt Zweifel ueber seine Gesundheit“ hat es in die „Straits Times“ gebracht.

Was ist passiert?

Am Mittwoch war Duterte nicht bei der Uebergabe eines Schecks der Pagcor (Philippine Amusement and Gaming Corp.) und eine angesetzte Kabinetts-Sitzung entfiel. Hierzu aeuszerte er sich am Donnerstag bei einem Dinner fuer die PMAAAI (Philippine Military Academy Alumni Association, Incorporated) in Malacañang und sagte selbst: „Vor drei Wochen hatte ich eine Magen- und Darmspiegelung. Dann sollte gestern die Kabinetts-Sitzung sein … Doch beim Lesen meiner Resultate … jemand riet meinem Arzt, das zu wiederholen und Proben zu nehmen. Also war ich fuer eine Stunde im Cardinal Santos [Medical Center] … So, ich kann nicht sagen, ob da wirklich etwas nicht in Ordnung ist mit mir oder nicht. Aber ich hab diesen Barrett und das macht mir zu schaffen, immer schon wegen der Trinkerei … Ich hab das ignoriert und nicht aufgehoert zu trinken. Das muss ich jetzt bedauern. Es kommt immer zu spaet. So wurde es schlimmer … Ich weisz nicht, wie es physisch um mich steht, ich muss das abwarten. Doch ich werde es euch sagen, wenn es Krebs ist, ist es Krebs … Wenn er im Stadium 3 ist, [will ich] keine weitere Behandlung. Ich will die Agonie nicht verlaengern, ob in diesem Amt oder sonstwo.

So die Aeuszerung Dutertes, die jeder fuer sich deuten mag. Bestaetigt wurde von Staatsminister Salvador Medialdea, dass Duterte am Mittwoch ambulant zu einer erneuten Darmspiegelung war.

Meine Meinung: Man holt sich keine zweite Meinung, wenn die erste Untersuchung keine Auffaelligkeiten aufgezeigt haette, und eine erneute Darmspiegelung mit Entnahme von Proben ist kein gutes Vorzeichen.



Irritation – Eine Geschichte ist verstanden und abgehakt, wenn alles zusammenpasst. So war fuer mich das Thema „Mocha“ Uson abgehakt. Sie hat diese daemlichen Videos gebracht, fuer die sie nun vor dem Ombudsmann Stellung nehmen muss. Also, weg mit Schaden – waere da nicht diese komische Begruendung ihres Ruecktritts wegen Interviews zu indigenen Voelkern, die von NPA (New People’s Army) erpresst werden, was einigen linken Abgeordneten nicht gefiel. Also sind es gar nicht die Videos, es geht um anderes?

Hierzu passt nun ein Artikel heute im „Daily Tribune“ – Danke fuer den Lese-Tip, Sir Dieter – mit der Ueberschrift „Euro funds flow to Reds„, der darauf aufmerksam macht, dass es eine ILPS (International League of Peoples‘ Struggle) gibt, die 2001 in den Niederlanden gegruendet wurde, und deren Vorsitzender Jose Maria „Joma“ Sison ist. Diese ILPS ueberweist Gelder an die CPP (Communist Party of the Philippines), die damit NPA-Aktionen finanziert. Wie Brigade-General Antonio Parlade fand, ging es da zum Beispiel um eine Zahlung von 31 Mio Peso an eine NGO (Non Government Organisation) in Bukidnon fuer ein „Healing the Hurt„-Projekt. Parlade hierzu: „Doch das Geld wurde an die Guerilla-Basis umgeleitet. Diese Gelder werden genutzt um Schulen einzurichten, wo sie (CPP-NPA) Kinder in Gewalt unterrichten.

Nun macht die Geschichte ploetzlich Sinn, warum linke Abgeordnete sauer sind, dass die Uson Interviews mit indigenen Voelkern macht, die von NPA erpresst werden. Es geht nicht um die daemlichen Videos mit Drew Olivar,  es geht um die Finanzierung und Langzeit-Planung von Red October. Die Geschichte ist eben noch nicht abgehakt, und die Proteste von Studenten und Nonnen, die angeblich nur fuer „gute Dinge“ eintreten, sollten kritisch betrachtet werden – wo „Healing the Hurt“ dransteht, koennte durchaus Geld fuer Red October drinnen sein.

Ob die Studenten und Nonnen das jeweils wissen, ist eine zweite Frage. Und „Mocha“ Uson ist nicht irgendein Promi-Gesicht, das kein Mensch im Kongress braucht, wie ein Leser meint: genau solche Gesichter fehlen da.



Gemaesz „ManilaTimes„. „ManilaBulletin„, „ManilaStandard„, „StraitsTimes„, „DailyTribune“ u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Veröffentlichung in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN erfolgt mit der Erlaubnis von Heiko Eckhard.

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