Ausreiseverbot für russischen Touristen wegen Tötung einer Seeschildkröte

PHILIPPINEN NACHRICHTEN - Ein russischer Tourist hat eine geschützte Seeschildkröte in einem Seeschutzgebiet mit einer Harpune erlegt.
PHILIPPINEN NACHRICHTEN – Ein russischer Tourist hat eine geschützte Seeschildkröte in einem Seeschutzgebiet mit einer Harpune erlegt.
Foto: PNA

DAUIN / NEGROS ORIENTAL / PHILIPPINEN — Ein Gericht hat gegen einen russischen Touristen ein Ausreiseverbot verhängt, weil dieser eine gefährdete und geschützte Seeschildkröte in Dauin, Negros Oriental am letzten Mittwoch mit einer Harpune getötet hatte.

 

Der Polizeichef von Dauin, Bernabe Rubio sagte am Freitag, Richter Neciforo Enot vom Amstgericht Stelle 44 habe das Ausreiseverbot gegen den 35-jährigen Anton Likharev aus Vladivostok, Russland ausgestellt. Likharev konnten am Donnerstag eine Kaution von 40.000 Peso hinterlegen und ist auf freiem Fuss.

Likahrev wurde über das Ausreiseverbot informiert und er hat versprochen, er werde in seinem gemieteten Apartment in Masaplod Sur, Dauin, Negros Oriental bleiben.

Dem Russen droht nun eine Klage. Die Polizei hatte ihn festgenommen als ein „Bantay Dagat“ ein Wächter der See in aus dem Wasser kommen sah, mit einer Schildkröte die einen Harpunenpfeil im Kopf hatte. Später stellte sich dabei heraus, dass es sich bei dem Tier um eine grüne Seeschildkröte handelte.

Likharev sagte vor der Polizei aus, er habe die Schildkröte zwischen den Korallen nicht gesehen, als er auf einen Fisch gezielt habe. Allerdings befand sich der Tourist innerhalb des Seeschutzgebiets von Masaplod Sur.

Die Polizei untersucht, wie so der Russe eine Harpune in das Schutzgebiet bringen konnte.

Umweltschützer und Netizens, welche das Foto gesehen hatten, sind außer sich und fordern eine hohe Bestrafung des Täters. Danny Ocampo, ein entschiedener Umweltschützer, der für eine Nicht-Regierungsorganisation arbeitet, drückte sein Missfallen so aus: „Was diese Person getant hat, sei beklagenswert, unter den Umständen, dass er sich bewusst in einem Seeschutzgebiet aufhielt. Das Schlimmste ist, dass er eine gefährdete Art tötete in einem Gebiet, welches von vielen Touristen besucht werden, die gerade hier lebenden Seeschildkröten sehen wollen. Er solle dementsprechend bestraft werden.“
Quelle: Sunstar