Wie der Franz seinen Tod im Paradies versemmelte – 08

 



 

Irgendwann nach ein paar Wochen nimmt Franz die Einladung vom Sohn meiner Frau in dem Ort Talisayan zu einer Familienfeier an. Dahinter stand wohl der Hintergedanke vom Sohn wohl vom Sohn darin, dass der Franz einen Teil der Getränke bezahlt. Ich kann mich nicht mehr erinnern, warum wir zu dieser Familienfeier keine Zeit hatten, dabei zu sein.

Man war nach dem Essen daheim wohl zu einer kleinen Karaoke am Strand gegangen. Wie der Franz es da geschafft hat, dort einer Frau seine (unsere) Adresse zu geben und ihr zu erklären, sie solle ihn dort besuchen, weiß niemand.

Eine Weile später hört man, dass da eine Frau an der Straße steht und den Franz sucht und besuchen möchte. Wir wohnen etwa 150 Meter von der öffentlichen Straße entfernt und die Frau befindet sich da am Store von Schweizer Filipino. Irgendwann dringt die Neuigkeit bis zu uns am Haus durch und auch der Franz rennt ganz aufgeregt zur Straße. Nun schleppt der Franz diese Frau mit in sein ‚Haus‘. Da hatte er aber die Rechnung ohne meine Frau gemacht. Damals war dem Franz erklärt worden, wen er mitbringen kann und wen nicht. Nur war der Franz schwer verwundert, dass die Frau als Prostituierte eingestuft wurde, die man sogar hier im Stadtteil kannte, weil sie des Öftern mal im Nachbarbarangay tätig gewesen ist. Davon weiß der Franz aber nichts und leicht angetrunken ist er auch noch.

Nun wird es laut. Meine Frau wirft den Besuch von Franz raus und er schreit herum, dass sie dableibe. Am Ende ist die Frau ohne viel zu sagen gegangen und Franz zog sich schmollend in sein ‚Haus‘ zurück. Am nächsten Morgen habe ich mir dann den Franz gegriffen zu einem Gespräch und ihm einiges über philippinische Geflogenheiten in solch einem Fall zu erklären.

Erklärt habe ich ihm, wozu die vielen Drive-in Motels da sind. Über das philippinische Recht von Ehebruch habe ich ihn aufgeklärt. Später stellte sich dann heraus, dass die Frau, wenn nicht verheiratet, so doch einen philippinischen Partner habe.

Also kurz und gut, ob der Franz am Ende verstanden hatte, dass er mit der Frau gerne in ein Taxi hätte steigen können, in eines der Motels zu fahren, eine gute Zeit hätte haben können, wie es hier nun mal üblich ist und nicht eine Frau auf sein Zimmer abzuschleppen, bin ich mir nicht sicher.