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Gewalt bei den Wahlen

 

Gewalt bei den Wahlen ist für Filipinos nichts Neues. Diese Art von Gewalt im politischen Bereich ist tief in der Kultur verwurzelt.

Oft muss die Wahlkommission ganze Orte und Regionen unter bestimmte Maßnahmen stellen und das Militär einsetzen. Das passiert ziemlich oft in kleinen Gemeinden, wo einflussreiche Klans politische Dynastien gebildet haben. Große Städte sind davon allerdings nicht ausgenommen.

Es geht dabei nicht nur, um politische Gegner aus dem Weg zu räumen, um an die einträglichen Aufträge, Förderungen und Gelder des Staates zu gelangen. Es geht auch um die Finanzierung des Wahlkampfes, was jedesmal wieder ein kostpieliges Unterfangen ist. Dabei sind vor den Wahlen auffälligerweise die Banküberfälle und Überfälle auf Geldtransporter stark zurückgegangen. Da wurde schon mal am hellichten Tag mit einer Panzerfaust auf offener Straße ein Geldtransporter in die Luft gejagt und geplündert. Mittlerweile scheint sich die Geldbeschaffung in den Verkauf von Drogen verlagert zu haben.

Der Wahlkampf ist teuer. Das Heer von sogenannten ‚Supportern‘ ist groß und verlangt nicht nur Verpflegung, sondern auch Taschengeld, Fahrtkostenerstattung und Erstattung für Treibstoff für die Wahlkaravanen. In abgelegenen Gebieten verlangen aufständige Terroristen der NPA Wegegelder, um Politiker ungestört in diesen Gebieten Wahlkampf treiben zu lassen. Bis zum Wahltag hin wird von den lokalen Politikern Geld für die Stimme erwartet, auch wenn es oft nur 250-500 Pesos sind, welche da gezahlt werden, so summiert sich dies doch. Oft werden auch 1.000 oder mehr Pesos für eine Stimme gezahlt.

So manch einer, der dann seine Chancen den Bach hinuntergehen sieht, der lässt dann unüberlegt Blut fließen.

 

Bildnachweis: Manila Times

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