WIE DER FRANZ SEINEN TOD IM PARADIES VERSEMMELTE – 03

 



 

03

 

Entschuldigung, dass es mit der Fortsetzung der Geschichte des Franz so lange gedauert hat. In der Nachbarschaft und auch in der Verwandtschaft geht der Sensenmann heftig um.

Bei der Geschichte sind wir nun im Monat August des Jahres 2018. Nachdem der Franz wieder flüssig geworden ist trinkt er auch gerne mal Rhum und Bier und die Zwangspause vom Rauchen hat ihn nicht abgehalten, damit erneut zu beginnen.

 

PHILIPPINEN NACHRICHTEN & MAGAZIN - FUIELLETON -WIE DER FRANZ IM PARADIES SEINEN TOD VERSEMMELTE
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Es war wie jedes Jahr im August die Stadtfiesta angesagt. Wir nahmen dazu auch den Franz mit in die Stadt, damit er etwas von der Stadt zu sehen bekommt. Das schien aber nicht so sein Ding zu sein, den Interesse daran zeigte er keines.

 

Er hatte vielmehr im Kopf nun wo doch Geld da war, eine Frau oder zumindest eine Freundin zu finden. Etwas Junges hatte Franz da nicht im Sinn, vielleicht eher 10-5 Jahre jünger als er war seine Vorstellung.

Da bot sich erstmal jemand aus der Familie an und mal schauen ob es da zu etwas kam. Ja, es kam dazu, dass Franz ihr erstmal gleich einen gebrauchten Fernseher, ein preiswertes Handy und einen Lebensmitteleinkauf für ihren kleinen Sari-Sari-Laden spendierte, der die meiste Zeit Pleite war. Aber schlafen wollte sie mit Franz denn doch nicht.

 

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Für Franz wurden auf dem Markt dann ein paar Schlappen, ein paar Kappen und eine Sonnenbrille gekauft.

 

In der Nachbarschaft stand noch ihre alte Hütte, die ihr mal eine religiöse Gruppe im Jahre 2012 nach der Sendong-Flutkatastrophe gespendet hatte. Diese wurde nicht bewohnt, da sie nun von der Stadtverwaltung ein kleines Haus bekommen hatte. Es standen aber noch einige Dinge von ihr in der Hütte.

Diese ging der Franz dann inspizieren und fand, dass er das Bett, einen Plastikschrank, eine Bettdecke und ein paar andere Dinge ganz gut in seinem ‚Haus‘ gebrauchen könnte und schleppte langsam alles herüber. Das er das hätte auch alles für wenig Geld selber kaufen können, kam er nicht. Ob da vielleicht das Organisier-Gen aus der DDR noch mitspielte?

Auf seiner Baustelle ging es auch weiter, es musste für die Wände Amakan angeschafft werden. So nahm sein ‚Haus‘ dann langsam Gestalt an.

 

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Wenn wir nicht zum Baumaterial einkaufen fuhren, dann saß der Franz stundenlang auf unserem Balkon und blickte in die Berge und über das Meer so gut es ging und hörte dazu Musik aus einem kleinen Transistorradio.

 

Irgendwann hatte der Franz mal erwähnt, dass er als Maurer gearbeitet habe und wenn in der kalten Jahreszeit nichts zu tun war, habe er Hausschlachtungen gemacht. Einige unserer Säue hatte gerade geworfen und Franz erzählte etwas von Reiswurst machen und dies und das.

 

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Die Schweine hat er sich in der ganze Zeit, die er bei uns war, einmal angeschaut und es sollte sich herausstellen, dass Franz viel mit dem Mund konnte und machen wollte, dann aber doch nicht tat. Dazu gehörte auch die Mithilfe bei seinem ‚Hausbau‘.

Da hörte man dann eher immer öfters den lauten Ruf: „Nein, NEIN!“, wenn er etwas bemerkte, was die Jungs nicht richtig machten. Er ging schon mal hin, um mit Hand anzulegen, fiel dann aber über irgendetwas und es blutete und als Diabeteker ist das dann nicht so schön mit der Heilung.

 

Irgendwann kam auch mal das Gespräch auf seine Gesundheit. Franz hatte Diabetes, hohen Blutdruck und ein Herzproblem. Schließlich war er ja nicht für nichts 100%ig berufsunfähig und bekam deswegen eine Rente.

Medizin hatte er aus Deutschland eine Menge für mehrere Monate mitgebracht und er meinte sein Insulin würde etwa bis Mai 2019 reichen.

 

Irgendwann konnte Franz dann aus unserem Wohnzimmer ausziehen und in sein Haus einziehen. Da er nun nicht mehr auf unserem Balkon saß, zog es ihn an die Straße, wo er etwas zu schauen hatte.

 

FORTSETZUNG FOLGT