…aus der philippinischen Presse

 



 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Samstag, den 18. April 2020

(zum Bild: Beim Kampf gegen die Abu Sayyaf werden 11 Soldaten in Sulu getötet)

 

Die Schlagzeilen… – …melden heute “Hospitals rejecting Covid cases probed” in der “Times” und “Gov’t threatens mass arrests” im “Standard”. Dagegen geht die Meldung unter, dass bei einem Gefecht von AFP (Armed Forces of the Philippines) und ASG (Abu Sayyaf Group) in Sulu 11 Soldaten getoetet und 14 weitere verletzt wurden. Ist das nur eine Randnotiz, aehnlich dem Satz im Heeresbericht der Wehrmacht, den Erich Maria Remarque zum Titel seines Romans machte: “Im Westen nichts Neues”?

In seiner Rede Donnerstag Nacht nahm Praesident Rodrigo Roa Duterte Stellung zu einem Bericht, dass 9 Hospitaeler Patienten abgewiesen haetten. Er ist der Meinung : “Es tut mir Leid, aber es gibt Regeln, die befolgt werden muessen. … Ihr seid Krankenhaeuser. Ihr seid das Heiligtum der Kranken. Ihr sucht euch nicht die Krankheit des Patienten aus, den ihr aufnehmt. Das liegt moralisch einfach nicht in eurer Macht. Deshalb finden Sie einen Weg, wie Sie mit dem Problem umgehen koennen, weil Sie ein Krankenhaus sind.

Duterte gab Anweisung an das DoH (Department of Health), die Faelle zu untersuchen.

Umgekehrt wird ein Schuh draus.

So wie “Frontliner” sich nicht aussuchen koennen, wen sie behandeln, so haben die Menschen in der ECQ (Enhanced Community Quarantine) nicht die freie Wahl, ob sie ihr eigenes und das Leben anderer riskieren wollen oder nicht, indem sie die vom Staat auferlegten Regeln von “social distancing” und “home quarantine” missachten und sich zu illegalen Hahnenkaempfen, Kartenspielen, Mahjong- und Trink-Runden an oeffentlichen Plaetzen versammeln.

Hierzu der Chef der PNP (Philippine National Police), General Archie Francisco Gamboa: “Mag sein, einige Uebertreter haben das Gefuehl, dass sie damit bei der Durchsetzung der Quarantaene-Regeln durchkommen koennen, aber nur, weil wir nicht unter idealen Bedingungen sind, alle Straftaeter festzunehmen, auszer die ueblichen Anforderungen von Dokumentation und Eintragung zu erfuellen. Vertrauen Sie mir, Ihr Streit mit dem Gesetz heute wird nicht ungestraft bleiben.

Bisher habe die Polizei mit Mitgefuehl reagiert und bleibe vernuenftig und fair. “Doch weil so viele Menschen absichtlich gegen die Anordnungen der Regierung verstoszen, im Haus zu bleiben, machen ihre frechen Ungehorsamkeiten die Eindaemmungs-Bemuehungen gegen das Virus weniger effektiv. Schlimmer und problematischer fuer die Polizei ist, dass das Polizei-Personal an den Quarantaene-Kontrollpunkten, die das Risiko einer ungewoehnlich starken Ansammlung von Unbefugten birgt, seinen Zoll entrichten muss.

Es gibt 65 Covid-19-Faelle bei der Polizei. 40 sind krank geschrieben, 14 unter Heim-Quarantaene, 8 sind genesen und 3 sind verstorben. Die Polizisten arbeiten auch an der Front, aehnlich den weltweit gefeierten “Frontlinern” in den Krankenhaeusern oder den an den Rand gedraengten Helden, die im Sueden des Landes verhindern, dass der Islamic State dort ein Kalifat errichten kann.

 



 

Gemaesz “Manila Times”, “Manila Standard” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

 

Die Presseschau von Heiko Eckard wird mit seiner Einwilligung und Erlaubnis in den PHILIPPINEN MAGAZIN mit NACHRICHTEN veröffentlicht.

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