aus der philippinischen Presse

 



 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Dienstag, den 31. März 2020

(zum Bild: Rollende Märkte zu den Barangays)

 

 

Eine Rede des Praesidenten… – …wurde gestern fuer 16:00 Uhr angekuendigt. Als sie bis 21:00 Uhr noch nicht begonnen hatte – zwischendurch hatte ich in den Werbe-Pausen der Programme, die ich schaute, kurz nach “PTV” geschaltet, um nichts zu verpassen – bin ich zu Bett gegangen. Ich sagte mir, ich lese morgen das Transkript bei “PCOO”. Nur, als ich heute morgen dort nachschaute, war das noch nicht heraus. Es muss sehr spaet gewesen sein. So beschraenke ich mich heute auf Eindruecke aus dem “Bulletin” – fuer die anderen Blaetter kam die Rede wohl auch erst nach Redaktions-Schluss.

Praesident Rodrigo Roa Duterte dankte zunaechst “…denen, die still geholfen haben, fern der Kameras, vielen Dank.” Er dankte namentlich den Regierungen von China und Singapur und beim Namen nannte er die hiesigen Groeszen Ramon Ang (San Miguel Corp.), Enrique Razon (International Container Terminal Services), Manuel Pangilinan (First Pacific Company Ltd.), Lucio Tan (Philippine Airlines) und Dennis Uy (Phoenix Petroleum).

Praesident Duterte warnte als “Law and Order-Man” jene, die sich in der Krise bereichern wollen: “Betruegen Sie nicht und begehen Sie keine Korruption und verstecken sie keine Nahrungsmittel, weil Leute manchmal denken, dass sie besitzen, was sie von der Regierung erhalten. Das gehoert Dir nicht. Und es ist auch nicht meins. Ich suspendiere Dich, wenn Du politische Spielchen spielst und ich erfahre, was Du getan hast. Ich werde Dich sofort suspendieren. Und fuer diejenigen, die die Gelder nicht weitergeben (?), ich werde Dich festhalten und erst nach der Covid-Krise freilassen.

Praesident Duterte versicherte, dass er auf zwei Vollmachten des “Bayanihan Act” nur im Notfall zugreifen wird: “Das Eine ist die Befugnis den Betrieb privater Einrichtungen zu steuern. Das Andere ist die Befugnis, von Unternehmen zu verlangen Vertraege fuer Materialien und Dienstlesitungen zu priorisieren, die fuer die Krise erforderlich sind”.

Praesident Duterte kuendigte an: “Wir erweitern auch unsere Kapazitaeten, um breitere Tests durchzufuehren, um ein vollstaendigeres und genaueres Bild der Verbreitung von Covid-19 im Land zu erhalten. … Wir werden in den kommenden Wochen weitere medizinische Einrichtungen und Labors bauen, betreiben und akkreditieren.

The worst in us”… – …ueberschreibt Antonio Contreras seine Kolumne in der “Times” und berichtet von Macht-Missbrauch und Uebergriffen in der Zeit der Krise. Nur als Beispiel: “Einige der allerersten Opfer sind diejenigen, die Lebensmittel transportieren. Obwohl sie technisch gesehen von den Quarantaene-Regeln ausgenommen sein sollen, sind sie mehreren und unterschiedlichen Interpretationen von Regeln durch LGUS [Local Government Units] ausgesetzt, die auf dem Weg Kontrollpunkte einrichten. Beschwerden ueber inkonsistentes und oft arrogantes und missbraeuchliches Verhalten derer, die diese Kontrollpunkte besetzen, gibt es zuhauf. Gemuesehaendler in Baguio City sind gezwungen, ihre verderblichen Produkte zu entsorgen, anstatt sich dem schwierigen Prozess des Umgangs mit mehreren Knotenpunkten buerokratischer Amts-Schimmelei auf Straszen-Niveau auszusetzen.

Er zaehlt andere Missbraeuche auf, was ich nicht weiter ausfuehren will. Hoffnung macht, dass es das Gegenteil auch gibt:

Ronnel Rivera… – …Buergermeister von General Santos City, hat laut “MindaNews” vier Lastwagen in “moving talipapas ~ bewegliche Maerkte” verwandelt, die Lebensmittel und Dinge des taeglichen Bedarfs schon mal in fuenf Barangays bringen, die keinen Supermarkt in der Naehe haben. Das Modell wird ausgeweitet, und Rivera erklaert dazu: “Dies zielt darauf ab, die Notwendigkeit fuer unsere Bewohner zu minimieren, auf die oeffentlichen Maerkte und in die Einkaufszentren zu gehen, um Lebensmittel zu kaufen, und so den Kontakt von Person zu Person zu verhindern.

Es ist nun einmal so, dass eine Krise bei einigen das Schlechteste, bei anderen das Beste zu Tage bringt. Wir muessen uns auf beides einrichten.

 



 

Gemaesz “Manila Bulletin”, “Manila Times”, “MindaNews” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

 

Die Presseschau von Heiko Eckard wird mit seiner Einwilligung und Erlaubnis in den PHILIPPINEN MAGAZIN mit NACHRICHTEN veröffentlicht

Ein Gedanke zu „aus der philippinischen Presse

  • März 31, 2020 um 08:59
    Permalink

    Es wäre einmal interessant zu wissen, wieviele Infizierte es bis dato in den Philippines gibt, und wie deren Altersstruktur bzw. lokale Verbreitung ist.

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