aus der philippinischen Presse

 



 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Freitag, den 20. März 2020

(zum Bild: BIR – Das philippinische Finanzamt verschiebt Steuererklärung auf den 15. Mai)

 

Die Schlagzeilen… – …von “Times” und “Standard” verkuenden, das BIR (Bureau of Internal Revenue ~ Finanzamt) hat die Abgabefrist fuer die Steuer-Erklaerung auf den 15. Mai verschoben. Filipinos haben einen Monat laenger Zeit. Mich betrifft das nicht, da ich meine Steuern stets im Mai erklaere, gegenueber dem Finanzamt in Fuerth – hoffentlich funktioniert dann die Post.

In anderen Top-Meldungen geht es darum, wer von den hiesigen Groszkopferten positiv getestet wurde. Senator Miguel Zubiri ist nach positivem Test, da beschwerdefrei, in Selbst-Quarantaene. Er lehnt den von Francisco Duque, Chef DoH (Department of Health), angebotenen zweiten Test ab, ob der erste korrekt war; der solle dem Krankenhaus-Personal und Erkrankten vorbehalten bleiben. Das finde ich gut, denn die Tests sind knapp. Vorgestern las ich in den “MindaNews”, dass der Buergermeister von GenSan, Ronnel Rivera, einen “total lockdown” fuer die Stadt vorsieht, falls sich die Lage verschlechtert. Ihn drueckt dieser Schuh: “Unser Problem ist, dass wir die Tupferproben (swab samples) wegen des Reiseverbots in Luzon nicht nach Manila schicken koennen. … Ich hoffe, die nationale Regierung kann spezielle Fluege mit Militaer-Maschinen ermoeglichen, um die Proben zu befoerdern. Dies ist ein Wettlauf gegen die Zeit.

Fuer mich hat die Rede von Buergermeister Rivera zwei Aspekte. Zum einen ist mein bisheriger Glaube haltlos, GenSan sei “Covid-19-frei” – hier ist nie ein Test durchgefuehrt worden. Zum anderen haben meine Frau und ich uns aus genau diesem Grund in Selbst-Quarantaene begeben – sie ist “senior citizen”, und ich bin ein Jahr aelter. Unser Sohn faehrt nun einkaufen, und ich fahre mit ihm nur noch zum naechsten ATM, um uns “fluessig” zu halten.

Andere Kommentare, warum dieses oder jenes Land mehr oder weniger betroffen ist – Philippinen weniger – lassen mich kalt. Weil die Tests knapp sind, wird hier nur getestet, wer schwer krank oder einer der Groszkopferten ist. Praesident Rodrigo Roa Duterte und sein “Schatten” Senator “Bong” Go sind negativ, Zubiri positiv ohne Beschwerden, DoH-Chef Duque ist in Selbst-Quarantene, nachdem ein ungenannter Mitarbeiter des DoH positiv getestet wurde. Duque ist beschwerdefrei, wurde getestet, weil er athmatisch ist und Bluthochdruck hat. Das Ergebnis seines Tests ist noch nicht bekannt.

Die vom DoH genannten Zahlen – 217 bestaetigte Erkrankungen, 17 Todesfaelle und 7 Genesene – sind wegen der Dunkelziffer der “Ungetesteten” belanglos, also – geht davon aus, dass der Virus da ist, und bleibt zu Hause!

International beobachte ich, dass eine Feststellung meines Aufsatzes zu “Freiheit und Souveraenitaet” sich bewahrheitet: “Die Nation ist so das Rueckfall-Konzept aller Versuche, ueber sie hinauszukommen.” Von den USA unter Donald Trump ist man das ja schon gewohnt, doch auch in der EU wurstelt jeder vor sich hin und der Rest der Welt ist nicht anders. Die weltweiten Verknuepfungen haben nicht nur die sonnige Seite grenzenloser Kommunikation und globalen Wirtschafts-Wachstums, sondern es gibt die Schatten der Rueckschlaege, wie auch immer verursacht. Die muss jede Nation selbst wegstecken – auch so eine Art Selbst-Quarantaene.

 



 

Gemaesz “Manila Times”, “Manila Standard”, “MindaNews” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

 

Die Presseschau von Heiko Eckard wird mit seiner Einwilligung und Erlaubnis in den PHILIPPINEN MAGAZIN mit NACHRICHTEN veröffentlicht

Hier ist nichts zu kopieren!