…aus der philippinischen Presse

 



 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Freitag, den 18. Oktober 2019

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Die Schlagzeilen… – …heute in mehreren Blaettern gefallen mir nicht. “Monumental cover-up” toent die “Times” und bezieht sich auf die Untersuchung von Senator Richard Gordon, die sich zur Verfolgung der “Ninja Cops” gewandelt hat. Und da steht Aussage gegen Aussage, was 2013 in Mexico, Pampanga, geschehen ist. Dennoch faellt Gordon – kein Richter, blosz ein Senator – Urteile ueber den Ex-Chef der PNP (Philippine National Police) Oscar Albayalde, was der alles auf dem Kerbholz hat.

Ich habe auch etwas gegen “Ninja Cops”, doch um Urteile zu faellen, braucht es Beweise. Was Gordon hat, ist ein begruendeter Anfangsverdacht, mehr nicht. So haelt sich die PNP selbst auch heraus. Deren Sprecher Bernard Banac: “Die PNP ueberlaesst es den Anwaelten des Polizei-Generals Albayalde dessen naechste Schritte zu kommentieren.” Der hat angekuendigt, gegen seine Verleumder vorzugehen.

Leichen pflastern seinen Weg… – …koennte man eine andere Serie von Ueberschriften der Blaetter zusammenfassen, was die Versetzung von Polizei-Oberstleutnant Jovie Espenido nach Bacolod City, Negros Occidental, angeht. Man weist darauf hin, dass Espenido Poliei-Operationen leitete, bei denen in Albuera, Leyte, der verhaftete Buergermeister Rolando Espinosa im Gefaengnis “zu Tode kam” –Senator Panfilo Lacson kommentierte das mit den Worten “premeditated murder ~ vorsaetzlicher Mord” – und in Ozamiz City, Misamis Occidental, starb Buergermeister Reynaldo Parojinog in einem Shootout mit der Polizei.

Praesident Rodrigo Roa Duterte gab Espenido in einer Rede die Worte mit auf den Weg: “Bacolod ist schwer verseucht [von Drogen]. Ich habe Espenido dahin beordert … Geh hin, du hast freie Hand jeden zu toeten…” Er warnte auch generell die Uebeltaeter: “Ihr Ninja Cops, ihr Raeuber, ihr Drogenhaendler, ihr glaubt ihr seid die Einzigen, die boese sein koennen? … Das ist ein dummer Vergleich, denn ich kann so boese sein wie ihr – sogar mehr noch, wenn ich will.

Das ist Duterte-Sprech, der sich gut zitieren laesst, aber nicht ganz auf das passt, was ich erinnere. Bei mir sind nach dem “ungluecklichen Tod” des Rolando Espinosa Worte in Erinnerung, bei denen Espenido das Geschehen – an dem er selbst nicht beiteiligt war, er leitete die Untersuchung gegen den Sohn Kevin Espinosa, den Drogen-Groszhaendler – bedauerte. Er sagte damals: “Ich wollte ihn lebend, weil er uns eine Menge haette helfen koennen in unserem Kampf gegen die Drogen. Er kannte den Umfang der Taten seines Sohnes. … Er ist tot. Wir haben keinen Zeugen mehr, der aus erster Hand um die illegalen Drogen-Geschaefte seines Sohnes weisz. All unsere Muehen sind fuer die Katz.

In Ozamiz kam es tatsaechlich zu einem Massaker, bei dem Reynaldo Parohinog, seine Frau und 13 weitere Personen getoetet wurden; er hatte eine Menge Bodyguards um sich.

Auch dort leitete Espenido die Untersuchungen, und sicher zittern in Bacolod nun einige Leute. Doch das muessen sie nur, wenn sie mit Drogen zu tun haben. In einem TV-Interview, ich weisz nicht mehr, ob ich das in “CNNPhil” oder “GMANews” gesehen habe, sagte Espenido, er verstehe Dutertes Worte nicht als eine “license to kill”. Recht hat er.

Grund zur Sorge? – Ich weisz nicht, wie ich eine Meldung des “PhilStar” bewerten soll, nach der Praesident Duterte auf Fotos mehrfach mit einem tragbaren “Air Tamer ~ Luftreiniger” gesehen wurde. Sprecher Salvador Panelo erklaert vor der Presse, dass sich der Praesident vor Erkaeltungen von Personen seiner Umgebung schuetzen will.

Mal abgesehen von gefaehrlichen Fahrten mit dem Motorrad und allen angedichteten Krankheiten, denen zum Trotz Duterte immer noch herumlaeuft, stellt sich mir langsam die Frage: “Ist Duterte ein Hypochonder?

Breaking News – Grad wo ich dies geschrieben habe und Korrektur lese, beginnt mein Schreibtisch zu wackeln, und so schliesze ich mal ganz aktuell: 6:52 a.m., Staerke 5,0, 18 km suedlich Tulunan, North Cotabato, gemaesz “Phivolcs”. Da ruettelt es seit 3 Tagen kontinuierlich, und das spuert man hier.

 



 

Gemaesz “CNNPhil”, “GMANews”, “Manila Times”, “PhilStar” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Presseschau von Heiko Eckard wird mit seiner Einwilligung und Erlaubnis in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN & MAGAZIN veröffentlicht.