…aus der philippinischen Presse

 



 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Sonntag, den 06. Oktober 2019

(zum Bild: Präsident Duterte ist in seiner Außenpolitik pro Philippinen.)

 

Meine Welt – Ich verkniff mir gestern einen Kommentar zur Rede von Praesident Rodrigo Roa Duterte, weil sie fuer sich selbst spricht, aber auch, weil ich nur haette wiederholen koennen, was ich vor knapp einem Monat in meinem Essay “Dutertes Welt” geschrieben hatte. Der Essay bleibt weiter auf meiner Web-Seite stehen. Wer die nicht kennt, findet sie leicht, wenn er in Google “heiko eckard dutertes welt” eingibt. Wer Google nicht kennt, tut mir Leid, aber dem kann ich auch nicht mehr helfen.

Nun geht es aber nicht nur um Dutertes Welt, sondern immer auch um die, in der wir alle leben. Ich will mich aber nicht als “Weltweisen” ausgeben und so tun, als koennte ich dazu Kompetentes sagen. So bleibt mir als Thema nur “meine Welt”, da kenn ich mich aus. In dieser Welt tauchen Figuren auf, die ich verfolge, weil sie die Finger in dem Spiel haben, das die Welt im Innersten zusammen haelt, oder – auseinander reiszt.

Duterte ist der Praesident des Landes, in dem ich zu Gast bin, und so gehoert er also an erster Stelle dazu. Die anderen Figuren lassen sich aus der Karikatur erkennen, die heute in der “Times” zu sehen ist. Um einen kleinen Kerl herum sind drei Welt-Politiker. Xi Jinping mit Daumen hoch meint: “Er ist Pro-China”, Wladimir Putin mit bittenden Haenden moechte: “Er ist Pro-Russland”, forsch auf den Kleinen zeigend verkuendet Donald Trump: “Tatsaechlich ist er heimlich Pro-USA”. Neben dem kleinen Burschen, den die drei Groszen je fuer sich beanspruchen und den man in der Karikatur nur von hinten sieht, steht der Name “Duterte”, und der sagt: “Nein, ich bin Pro-Philippinen!

Duterte wird gern mit Trump verglichen, wogegen ich mich schon oefters verwahrt habe. Im Moment wird wohl auch dem Rest der Welt klar, dass Trump nur fuer sich selbst handelt, waehrend Duterte die Philippinen im Auge hat. Trump ist ein Geisterfahrer der Welt-Politik, man kann ihm nur ausweichen – wenn man kann.

Putin kann ich schlecht einschaetzen. Aus seiner Vergangenheit im Geheimdienst nehme ich an, er weisz, die Faeden der Macht zu spinnen, aber ich sehe nicht, wohin er will. Aus der Groszmacht-Stellung zu Zeiten des Kalten Krieges ist Russland zwar als “Macht” uebrig geblieben, aber das “Grosz” davor passt nur noch auf die USA und China.

Xi Jinping ist unter den Groszen der einzige mit weltpolitischem Weitblick. Er sieht, dass er ohne den Rest der Welt nicht ueberleben kann, von daher versteht sich seine Belt & Road Initiative, die er sich politisch einiges kosten laesst, nicht nur finanziell. Zu der von der Opposition gegen Duterte gern ins Feld gefuehrten chinesischen Schuldenfalle als drohende Gefahr, stellt sich mir die Frage, ob denn finanzielle Beziehungen zu den USA besser sind, wenn ein Eigennutz wie Trump der Partner ist.

Ueber die “Times”-Karikatur hinaus interessiert mich der Premier des UK, Boris Johnson. Er ist wie Trump nur an sich selbst interessiert, doch sein Egoismus hat nicht das Format einer Weltmacht. Das Vereinigte Koenigreich ist nur zweite Wahl, und das auch in der EU. Vielleicht war das mit einer der Gruende, warum man da raus will. Wichtig ist das fuer mich, weil vom Wohlergehen der EU meine Rente abhaengt. Dass im Moment der Euro faellt, waehrend der Peso stabil bleibt, sehe ich als Spiegel der berechenbaren Politik Dutertes, der ihm eine stark wachsende Volkswirtschaft bescherte, im Vergleich zu dem unberechenbaren Gehampel in der EU. Die EU steht vor der Entscheidung, sich dem Irrsin durchgeknallter Egomanen – Trump und Johnson – auszuliefern, oder ihnen einfach den Ruecken zuzukehren und nach Osten zu schauen. Nein, nicht Russland, das ist fuer Kurzsichtige. Die Zukunft liegt in China und Suedost-Asien – schaut auf den Peso!

Den Visayan-Nachklapp… – …stelle ich hiermit ein. Ich habe das seit Februar gemacht, und nach neun Monaten sollte das Kind ausgetragen sein. Ich habe gezeigt, wie Visayan analysiert wird. Wichtig sind Wort-Staemme und Prae-, In- und Suffixe, mit denen Substantive, Verben, Adjektive und Adverbien und die Zeiten geformt werden. Das Alles ist in dem Buch “Ich lerne Visayan – Nagtuon ko’g binisaya” beschrieben, das ich mit meiner Frau, Ofelia Villaflores Eckard verfasst habe, und aus dem die Beispiele stammen, die ich hier eingestellt habe.

Mit dem Buch, das auf meiner Visayan-Seite kostenlos zu haben ist, kann der Leser nun auch allein weitermachen. Dazu ein Tipp: wartet nicht, bis ihr so alt seid wie ich. Je frueher man damit beginnt, desto leichter wird es. Und weiter: glaubt nicht, dass das Buch reicht. Redet mit den Nachbarn. Die Visayas freuen sich kaputt, wenn sich jemand um ihre Sprache bemueht, weil das auszerhalb der Visayas sonst niemand tut – wenigstens nicht, bevor Duterte Praesident wurde. Das “PCOO” uebersetzt Dutertes Reden in den Transkripten ins Englische, wenn er mal Visayan spricht – das wird als Fremdsprache betrachtet.

Meine Visayan-Seite findet man leicht, wenn man in Google “eckardvisayan” eingibt. Wer Google nicht kennt, dem geht es so wie oben erwaehnt.

 



 

Gemaesz “Manila Times” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Presseschau von Heiko Eckard wird mit seiner Einwilligung und Erlaubnis in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN & MAGAZIN veröffentlicht.