WIE DER FRANZ SEINEN TOD IM PARADIES VERSEMMELTE

 



 

Dies ist die Geschichte des Franz aus Thüringen, den es auf die Philippinen zog wegen einer Facebook-Freundschaft mit einer Filipina bis zu dem Zeitpunkt, wo er seinen eigenen Tod im Paradies versemmelte.

 

Nach seinen eigenen Angaben hatte sich der Franz aus Thüringen mit einer Filipina aus der Stadt Cagayan de Oro auf der Insel Mindanao befreundet.

Die Kommunikation lief über Facebook und einem Übersetzungsprogramm, da Franz kein Englisch sprach und später auch sein Hochdeutsch für mich eher Dialekt war.

Ich will gar nicht erst versuchen neutral zu schreiben, sondern werde es so darstellen, wie ich es erlebt habe.

Erstmal weiter zur Vorgeschichte, die spielt bereits im Jahre 2017. Da machte sich Franz auf, um seine Facebook-Freundin auf den Philippinen zu besuchen. Er kam in Manila an und wurde dort von der Freundin abgeholt und sie flogen in den Süden der Philippinen, nach Cagayan de Oro in Northern Mindanao. Die Stadt ist auch meine Heimat seit 1981.

Nach zwei Monaten musste der Franz zurück nach Deutschland. Er versprach wiederzukommen. Das tat er dann auch im Mai 2018. Das die sogenannte Freundin es eher auf sein Geld abgesehen hatte, als auf eine Heirat mit Franz wurde schnell sichtbar, als sie ihm seine Kreditkarte entwendete und mehrfach versuchte diese zur Abhebung von Bargeld an Geldautomaten zu benutzten.

Zu seinem Glück hatte sie wohl nicht die richtige PIN-Nummer und die Karte wurde automatisch blockiert und sie verließ ihn, da er kein Geld mehr hatte. Nach einer Anzeige bei der Polizei bekam er zumindest die nicht funktionierende Kreditkarte zurück.

Philippinische Bekannte gingen mit ihm zur Bank, wo er immer wieder seine Kreditkarte in den Geldautomaten steckte und sich wunderte, dass er kein Geld bekomme. Dort wurde ihm gesagt, dass man dafür nicht zuständig sei. Man rief die Deutsche Botschaft an und erklärte, dass der Franz kein Geld mehr habe.

Die Antwort der Deutschen Botschaft ist sicherlich den meisten Lesern bekannt, dass man da nicht helfen könne und er sich an seine Angehörigen wenden solle.

Essen bekam Franz in einer kleinen Carendiria auf Pump. Mittlerweile waren aber 2 1/2 Monate ins Land gegangen und die Vermieterin wollte nun endlich Miete sehen oder er solle ausziehen.

Franz ohne Englischkenntnisse und Kentnisse der philippinsichen Mentalität und in dem Irrglauben, alles werde gut werden eines Tages es werde alles geregelt werden.

Nur wie, wenn man sich nicht selber darum kümmert.

Nun komme langsam ich ins Spiel. Die Schwester meiner Frau hat eine Lebenspartnerin, die wiederum die Bekannten des Franz und die Vermieterin kennt. Am letzten Tag vor dem Rauswurf aus der Wohung, kommt man auf die Idee, ob ich da nicht helfen könnte. Also bringt man mir den Franz am Nachmittag zu mir.

Meine Frau und ich hören uns die Geschichte an und entscheiden dann, dass der Franz dann mal bei uns bleiben soll, er könne auf dem Schlafsofa schlafen und es wird abgemacht, dass dann morgen seine Siebensachen abgeholt und zu uns gebracht werden.

Wir haben dann bis in den späten Abend weiter mit Franz gesprochen. Ich habe mir seine Kreditkarte zeigen lassen und noch am gleichen Tag die Bank über die Sperrung seiner Kreditkarte informiert. Natürlich wusste man darüber schon. Am nächsten Tag bekam Franz 500 Pesos auf sein Handy von einem guten Freund geladen, um die Bank persönlich anzurufen. Nach zwei weiteren Tagen war die Kreditkarte wieder freigeschaltet.

Geld hatte Franz nun wieder, denn er bezog eine Rente, die sich in den letzten 2 1/2 Monaten auf seinem Konto angesammelt hatte.

 



FORTZSETZUNG FOLGT

4 Gedanken zu „WIE DER FRANZ SEINEN TOD IM PARADIES VERSEMMELTE

  • August 23, 2019 um 20:43
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    Hallo, ich bin durch Zufall auf diese Seite gestossen.
    Von diesem Franz habe ich schon mal auf der Seite eines PH_Klub gelesen.
    Jetzt bin ich aber sehr gespannt auf die Fortsetzung, weil ich die Geschichte einfach “ heroisch “ finde.
    Ich werde auch weiterhin dieser Seite treu bleiben und sage Danke fuer die Muehe

    • August 24, 2019 um 07:12
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      Hallo Fritz,

      ich kenne dich aus dem Facebook und schön das du auf meiner Philippinen Nachrichten & Magazin Webseite gelandet bist. Im Facebook habe ich meine Tätigkeit eingestellt.

      Ja, es handelt sich genau um diesen Franz, der damals zu uns kam und am letzen Sonntag unter dramatischen Umständen hier im Krankenhaus verstorben ist. Ich versuche, diese Geschichte soweit ich sie weiß und selber miterlebt habe wiederzugeben.

    • August 27, 2019 um 00:34
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      Ja Dummheit stirbt nicht aus. Etwas Internet und etwas Sex anbieten. Thüringen EX DDR.
      Was soll man da schreiben. Dumm gelaufen für den Franz. Aufenthaltsgenehmigung für 8 Wochen…da kommen mir aber starke Zweifel. Und wieder kommen….Das entspricht nicht den Philippinischen Gesetzen für Einreise und einem Aufenthalt auf den Philippinen.
      Und zu Dir Nachrichten Schreiber. Vor Deiner Haustür leben oder soll ich schreiben leben noch einige verarmte Deutsche…Camigiun ist gemeint. Auch dort sollte die Philippinische Regierung einmal aufräumen. Drogen und der Sex spielen bei den Deutschen eine große Rolle. Die meisten haben schon einige Jahre in verschiedenen Ländern in Asien verbracht. Der Arm des Gesetzes hat Sie immer weiter getrieben. Wenn Sie aus dem letzten Loch pfeifen erinnern Sie sich wieder wo Sie her gekommen sind. Und wollen wieder am Sozialstaat Deutschland teilnehmen …Rente und Sozialsystem. Alles Schmarotzer, Trittbrettfahrer.
      Und damit Du weist wer ich bin….40 Jahre mit einer Filipina verheiratet. Und habe mir auch mein Leben aufgebaut. Und habe sehr viele Freunde und Bekannte auf den Philippinen. Gar nicht so weit weg von Cagayan. Surigao.
      Franz gibt es wie Sand am herrlichen weißen Strand .

  • August 24, 2019 um 16:40
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    Hallo, das ist ja eine sehr interessante und spannende Geschichte.
    Bin sehr auf die Fortführung gespannt.
    Interessiert mich, da ich einen Bezug zu den Phils habe.

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