Geschichtliches Tagesereignis für den 05. August

 



 

05. August 1621 – Eine Gruppe Nonnen erreicht Manila um das erste Frauenkloster zu gründen

 

Am 05. August 1621 erreicht eine Gruppe von 10 Nonnen des Fraziskaner Ordens Manila, um das erste Frauenkloster in den Philippinen, das Convento de Santa Clara zu gründen.

Versteckt innerhalb von Intramuros und benannt nach dem Real Convento de Santa Clara von Spanien, wurde es von Mutter Geronima de la Ascuncion, einer Verwandten des spanischen Königs gegründet.

Mutter Geronima de la Ascuncion gehörte einer kontemplativen weiblichen Gruppe des Franziskaner Ordens an, bekannt als „Arme Clares“, nach ihrer Gründerin St. Clare, einem Anhänger des St. Francis of Assisi.

Ihren Regeln der Abgeschiedenheit folgend, bauten die Nonnen eine 10 Meter hohe, fensterlose Wand, um sich von der Stadt zu trennen. Die Nonnen verliessen das Kloster nicht bis 1762, während der britischen Besatzung, da verliessen sie dann Intramurus, um im Franziskaner Kloster in Santa Ana zu leben. Hier bliebne sie zwei Jahre.

Das Frauenkloster wurde auch „living death“ oder „trostloses Dasein“ genannt, weil Frauen die hineingingen, nie wieder bei Aussenstehenden gesehen wurden. Das einzige Zeichen ihrer Existenz waren die Kirchenlieder, welche aus dem Kloster während der Messen nach draußen drangen.

Das Kloster wird in Dr. Jose Rizals Novelle „Noli Me Tangere“ dargestellt. Es ist der Ort, an dem die unglückselige und tragische Maria Clara Schutz und ihr Ende findet.

Während der letzten 30 Jahre ihres Lebens war Mutter Jeronima ständig krank. In den ersten Septembertagen 1630 verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand. Sie starb am 22. Oktober 1630 im Alter von 75 Jahren.

Mutter Jeronima ist in einer Nische innerhalb der Wand des Klosters, welches sie gründete, beerdigt. Sie wurde des Öfteren umgebetten. Zum ersten Mal in 1670, um Aktivitäten der lokalen Gläubigen zu verhindern. Dann wieder in 1712 wegen Umbauarbeiten am Kloster. Zum dritten Mal dann, während der britischen Invasion von Manila in 1763. Ihr Sarg mit den sterblichen Überresten wurden in die Kirche des St. Francis in Intramuros gebracht. Von hier wurden sie dann in 1765 wieder zum Kloster zurückgebracht.

Hier überlebten sie eine Bombardierung des Klosters während des 2. Weltkrieges.

Im Jahre 1950 wurden sie dann endgültig im neuen Kloster am Aurora Boulevard, in Quezon City, mit Blick auf das Marikina Tal bestattet. Mit dem Bau des Highways C-5 wurden die Nonnen gezwungen ihr Kloster an eine andere Stelle zu verlegen, näher an das alte Kloster zusammen mit den sterblichen Überresten von Mutter Jeronima.

 



 

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