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…aus der philippinischen Presse

 



 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Montag, den 24. Juni 2019

(zum Bild: Das Kaliwa Damm Projekt)

 

Wasser knapp – Die Schlagzeile der “Times” beklagt heute den niedrigsten Stand des Angat-Dammes, der die Wasser-Versorgung von Manila regelt. Dort wird Wasser nur noch stundenweise geliefert, und alles wartet sehnsuechtig auf Regen.

Ich zitierte im Dezember 2018 bereits eine groeszere Reportage in der “South China Morning Post” von Sarah Zheng, die sich mit dem Kaliwa-Damm im Osten der Provinz Quezon befasst. Das Projekt im Rahmen des “Build, Build, Build” soll Manila ueber einen 27,7 km langen Tunnel mit taeglich 600 Mio Liter Wasser versorgen. Dabei werden Laendereien ueberflutet, und dem Wasser-Versorgungs-Projekt werden 28 Tsd Hektar Wald zum Opfer fallen, und es werden um 30 Tsd indigene Voelker aus ihrer Heimat vertrieben. Die wehren sich seit 40 Jahren gegen das schon laenger angedachte Projekt, und eine der Gegnerinnen des Kaliwa-Dammes sagt: “Ich habe nicht mit Praesident Duterte persoenlich gesprochen, doch er hat versprochen uns indigene Voelker zu unterstuetzen. Aber was macht er jetzt? Er will uns ersaeufen.

Was soll Duterte denn tun – Millionen in Manila verdursten lassen oder Tausende in der Provinz vertreiben? In der Politik gibt es keine Loesungen, es gibt nur Kompromisse – und hoffentlich regnet es da bald. Hier in GenSan regnet es im Moment fast taeglich.

 



 

ASEAN-Gipfel – Solche Gipfel sind keine Box-Kaempfe, es gibt keine Ueberraschungen. Alles wird von langer Hand vorbereitet, und bei dem Gipfel stellt man das, was man eh weisz, dann offiziell fest. Was weisz man nun nach Bangkok?

Thailands Premier Prayut Chan-O-Cha sprach sich gegen den Protektionismus aus und betonte die Dringlichkeit des RCEP (Regional Comprehensive Economic Partnership). Das Abkommen umfasst 48 Prozent des Weltmarktes und 30 Prozent von Welt-Produktion und -Handel. Auszer den 10 ASEAN-Staaten gehoeren noch Australien, China, Japan, Neuseeland und Sued Korea. Man will bis Ende des Jahres zu einem Abschluss kommen. Mit RCEP wuerde China die Regeln asiatisch-pazifischen Handels bestimmen, nachdem die USA die Trans-Pacific Partnership aufgekuendigt haben.

Praesident Rodrigo Roa Duterte beklagte die Verzoegerung in der Verabschiedung eines Code of Conduct fuer die South China Sea. Er draengt auf eine baldige Erledigung, damit nicht maritime Zwischenfaelle zu Fehlreaktionen und damit zu einer Handlungs-Spirale fuehren, die dann niemand mehr kontrollieren kann. Die Frage ist, ob sich China davon beeindrucken und zur Eile treiben laesst.

Duterte forderte im Forum des Gipfels auch, ASEAN solle in seine Menschen investeren, die groeszte Ressource, die es haette. Er moechte, dass MSMEs (Micro, Small and Medium Enterprises) gefoerdert werden, das “Rueckgrat der ASEAN Wirtschaften. … Lasst uns MSMEs in digitaler Technologie ausstatten, sodass sie eine groeszere Rolle in der weltweiten Wertschoepfung spielen. Wir muessen einsehen, dass MSMEs maechtige Maschinen fuer Wachstum und Bildung von Arbeitsplaetzen in unserer Region sind.

Der Leitartikel… – …der “Times” kritisiert die fehlgeleiteten Diskussionen, wie der Zwischenfall auf der Recto (Reed) Bank zu behandeln sei. Es mache keinen Sinn, sich auf die Seite der USA – manche wollen den Mutual Defense Treaty bemuehen – oder auf die Seite Chinas – Duterte wird vorgeworfen chinesische Interessen zu vertreten – zu schlagen. Tatsache sei, dass die Philippinen gute Beziehungen zu den USA und zu China brauchen. Es gebe Bemuehungen, die Beziehungen zu China zu verbessern. Solche Bemuehungen in Richtung USA gibt es derzeit nicht, weil sich die mit der “America First”-Politik gegen weitere internationale Bindungen wehren.

Zu dem Thema schrieb ich gestern, und meine Meinung zu US-Praesident Donald Trump kam bei Lesern nicht gut an. Ich bilde mir meine Meinung nach Medien meiner Wahl. Wenn andere andere Medien bevorzugen, so ist das in Ordnung. Nun schreibe mein Blog aber ich. Gefaellt das nicht, steht es jedem frei, sein eigenes Blog zu schreiben. Ich lese uebrigens keine Blogs – sind mir zu subjektiv.

Saysay sa adlaw – Nagbikil ang ilang mga hunahuna. 

bikil streiten, gegensaetzlich + nag… V/G nagbikil sich widersprechen, gegensaetzlich sein, ang best. Art., ilang ~ ila nga Genitiv von sila sie + Verbinder, mga bildet Plural, hunahuna Meinung, Denken

Satz des Tages – Ihre Meinungen waren gegensaetzlich.

 



 

Gemaesz “Manila Times” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Presseschau von Heiko Eckard wird mit seiner Einwilligung und Erlaubnis in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN & MAGAZIN veröffentlicht.

Ein Gedanke zu „…aus der philippinischen Presse

  • Juni 24, 2019 um 11:12 Uhr
    Permalink

    Sehr geehrter Herr Eckard,
    nach meiner unbedeutenden Meinung liegen Sie mit ihrer Einschätzung zu Herrn Trump völlig richtig.
    Man kann ihm vieles nachsagen, aber als Präsident halte ich seine Leistungen für verbesserungsfähig.
    Was er nicht ist das ist ein kluger Taktierer wie Präs. Duterte, der derzeit einen Eiertanz zwischen den Mühlsteinen USA und China vollführen muss.

    Viele Grüsse aus Cavite
    D. Westenfelder

Kommentare sind geschlossen.

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