China bestreitet Flucht nach Seezwischenfall

 



 

CHINA / PHILIPPINEN — China hat am Samstag zugegeben, dass ein chinesisches Schiff ein philippinisches Fischerboot angefahren habe, aber streitet ab, dass ihr Schiff von der Havarie geflohen sei.

 

Die chinesische Botschaft in Manila sagte, bei ihrem Boot habe es sich um ein Fischerboot aus Guandong gehandelt und behauptet, der Kapitän hätte versucht den philippinischen Fischern zu helfen.

In der Erklärung behauptet die Botschaft, dass Schiff “Yuemaobinyu 42212″ sei von sieben oder acht philippinischen Fischerbooten ‚belagert‘ worden. Während der Evakuierung sei es zu der Havarie gekommen. Nachdem man festgestellt habe, dass die philippinischen Fischer gerettet wurden, sei man davongefahren, folglich gibt es keine Flucht von der Havarie.

Die Chinesen legen große Bedeutung auf die chinesisch-philippinische Freundschaft und Sicherheit auf See und man stehe in andauerndem Kontakt in Diplomatenkreisen.

Der Zwischenfall zündete eine Aufruhr und befeuerte Rufe an die philippinische Regierung, ihre Beziehungen zu China herunterzufahren.

Nach Aussagen des philippinischen Kapitäns des gerammten Fischerbootes, sind die Chinesen nach dem Rammen geflohen und sagte aus: „Nach dem wir gerammt worden waren, sei das chinesische Schiff zurückgekommen und habe seine Lichter eingeschaltet. Als sie uns sinken sahen, sind sie davon gefahren.

Eine der Stimmen für ein Herunterfahren der Beziehungen zu China wegen diesem Zwischenfall, ist die von Senatorin Ana Theresia Hontiveros, welche die Erklärung der chinesischen Botschaft als absurd bezeichnet.

Sie sagte, die Erklärung sei fadenscheinig und lächerlich und ein billiger Versuch die chinesische Bootsmannschaft zu schützen und die Schuld und Verantwortung für den Zwischenfall den philippinischen Fischern zuzuschieben.

Weiter führte sie aus, dass es mehr als unwahrscheinlich ist, dass etwa 7 bis 8 philippinische Fischerboote, ein chinesisches Boot „belagert“ hätten und noch unwahrscheinlicher ist es, dass keines dieser Boote ihre eigenen Leute von dem sinkenden Boot aufgenommen haben sollte, sondern rund eine Stunde auf das vietnamesische Boot gewartetn haben sollten.

Es ist bekannt, dass chinesische Boote philippinische Boote schikanieren.

Es sei erwiesen, dass chinesische Schiffe zum Beispiel vietnamesische Schiffe rammen, Wasserkanonen einsetzen und versenken in den Paracels seit mehreren Jahren.

Es sei sehr klar zu erkennen, dass die Chinesen hier keine objektive Untersuchung anstreben.

Die philippinsiche Küstenwache untersucht den Zwischenfall.

Präsident Rodrigo Duterte hat sich bisher nicht in der Öffentlichkeit zu dem Zwischenfall geäußert.

Das philippinische Auswärtige Amt hat eine diploamtische Protestnote an die Chinesen gerichtet und wartet auf eine offizielle Antwort.

 



 

Quelle: Manila Times