…aus der philippinischen Presse

 

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PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Mittwoch, den 29. Mai 2019

(zum Bild: Machiavellisches Individuum Alvarez)

 

Eigentlich wollte ich… – …gar nicht darueber schreiben, doch nachdem es auch in den Blaettern an erste Stelle gerueckt ist – und sonst nichts los ist – sei’s drum! In einem Interview mit “The Source” bei “CNNPhil” sagte Pantaleon Alvarez, wiedergewaehlter Abgeordneter des Hauses, der auf das Amt des Sprechers spekuliert, aus dem er letztes Jahr gestuerzt wurde, dass Abgeordneten Gelder geboten wurden, um die Stimmen fuer zwei Kandidaten zu kaufen. Er sagte: “Meine Kollegen erzaehlten mir, dass jemand 500 Tsd Peso pro Abgeordneten bietet, und das wurde von einem anderen Lager mit 1 Mio Peso ueberboten.” Die unterzeichnen dafuer eine Verpflichtung fuer den Kandidaten zu stimmen. Er meint selbst: “Ich verliere die Lust, wenn es da solche Dinge gibt, denn offensichtlich haben sie Sponsoren, wenn sie ueber derartige Geldbetraege verfuegen.

Er weigerte sich aber, die Namen der Kandidaten zu nennen, fuer die solche Angebote im Umlauf sind. Natuerlich haben Journalisten sich umgehoert, wer das sein koennte. Lord Allan Velasco: “Sir, diese Art Geld habe ich nicht.” Andere haben noch nicht geantwortet. Ich vermute, sie werden kaum zugeben, dass sie kaeuflich sind. Ich finde die Geschichte duemmer als die “Bikoy-Story”.

Erstens. Wenn Alvarez mit “meine Kollegen eraehlten mir” beginnt, dann ist das Hoerensagen, juristisch wertlos: er weisz gar nichts.

Zweitens. Genau deshalb kann er keine Namen nennen, und wenn er keine Namen nennt, kann man ihn auch nicht wegen Verleumdung anzeigen. So schuetzt man sich selbst.

 



 

Drittens. Fuer einen Sponsor waere es “von hinten durch die Brust in’s Auge geschossen”, wenn er Gelder an ‘zig Abgeordnete verteilt in der Hoffnung auf eine Abstimmung, der dann eine ihm guenstige Gesetzgebung folgen moege. Will er Einfluss nehmen, kauft er den gewaehlten Sprecher, der ja das Vertrauen des Hauses hat. Der kostet nur einen Bruchteil der sonst faelligen Summe.

Viertens. Fuer eine Wahl gibt es grundsaetzlich zwei Wege sich zu profilieren: man redet sich gut, oder man macht die anderen schlecht. Alvarez setzt auf den zweiten Weg, was ein Hinweis darauf ist, dass Sara Duterte-Carpio (siehe gestern) mit ihrem Urteil richtig liegt: “Alvarez war und bleibt sehr gefaehrlich, ein machiavellisches Individuum…

Da der Ausdruck “machiavellisch” oft verwendet wird ohne zu erlaeutern, was damit gemeint ist, hier etwas aus dem “Il Principe ~ Der Fuerst”, welches Niccolo Machiavelli Anfang des 16. Jahrhunderts schrieb, in dem er sich Cesare Borgia als Vorbild dieser Zeit nimmt, in der man ein “unverklemmtes Verhaeltnis” zum Erhalt der Macht hatte: “Es ist daher einem Fuersten, der sich behaupten will, noetig, dass er lerne, nicht gut sein zu koennen, und hiervon Gebrauch oder nicht zu machen, nachdem es not tut.

Wenn Alvarez meint, “nicht gut sein zu koennen”, um an die Macht zu kommen, dann sollte er sich noch einmal das Ergebnis der “Otso Diretso” vor Augen fuehren. Die hatten auch versucht zu gewinnen, indem sie die anderen schlecht machen.

Saysay sa adlaw – Bunga sa iyang kahakog sa gahom. 

bunga Frucht, sa von, iyang ~ iya nga Genitiv von siya er + Verbinder, hakog egoistisch, habgierig + ka… bildet Substantiv kahakog Gier, sa nach, gahom Macht, Staerke

Satz des Tages – Das Ergebnis seiner Gier nach Macht.

 



 

Gemaesz “CNNPhil”, “Manila Times”, “Daily Tribune” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Presseschau von Heiko Eckard wird mit seiner Einwilligung und Erlaubnis in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN & MAGAZIN veröffentlicht.