…aus der philippinischen Presse

 

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PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Samstag, den 18. Mai 2019

(zum Bild: Die heutige philippinische Verfassung stammt aus der Amtszeit von Cory Aquino, also von den Gelben)

 

Demokratie vs Demokratie – Eigentlich ist heute nichts los, und ich wollte auch nichts schreiben, als mir zwei Meinungs-Artikel auffielen, die mich dann doch in die Tastatur greifen lieszen.

Es geht um Richard Jacad Heydarians Artikel “The Philippines Duterte: In pursuit of an imperial presidency”, gestern by “Al Jazeera” und um Ninez Cacho-Olivares’ Artikel “The state of Philippine politics” heute im “Tribune”.  Ich will die Artikel nicht referieren, ich empfehle eigene Lektuere, wenn man’s genau wissen will. Ich  konzentriere mich auf die Leitgedanken der beiden.

Olivares geht es um die “tyranny of numbers ~ Tyrannei der Zahlen”, womit bei einer Abstimmung Unterlegene ueblicherweise gegen den Sieg “der anderen” ins Feld ziehen, weil die ja jetzt “machen koennen, was sie wollen.” Heydarian geht es um eine offensichtliche “democracy fatigue ~ Demokratie-Muedigkeit”, womit ueblicherweise fuehrungslose Kandidaten sich gegen eine starke Persoenlichkeit wehren, die – so Heydarian hier – “Dutertes uebelste Instinkte” im Zaum halten will.

Beides sind Standard-Formulierungen zur Abwehr des Unerwuenschten, die sich um eigentliche Gruende des Scheitern nicht bemuehen will, weil die vielleicht auf eigenes Versagen deuten koennten. Das Prinzip der Demokratrie beruht auf der Tyrannei der Zahlen, dafuer sind Abstimmungen da. Das geht soweit, dass nun in Aracelli, Palawan, die Wahl zum Buergermeister per “coin flip ~ Muenzwurf” entschieden wurde. Da sowohl Sue Cudilla als auch Noel Beronio beide genau 3.495 von 7.238 abgegebenen Stimmen wurde nach dem Prinzip “best of five” auf diese Weise Sue Cudilla Buergermeisterin von Aracelli.

Das andere Argument der Demokratie-Muedigkeit ist eben so verfehlt. Wenn 80 Prozent der Filipinos hinter Praesident Rodrigo Roa Duterte stehen und die Wahlen entsprechend ausgefallen sind, dann ist daraus nicht zu schlieszen, dass das Volk die Demokratie abschaffen will, sondern dass es sie genutzt hat, um jene von der Macht fernzuhalten, die sie bisher missbraucht haben.

Die Demokratie in den Philippinen lebt, unabhaengig von der Meinung, die im Westen gehandelt wird. Und es nuetzt nichts, wenn die Opposition in ihren Begruendungen nun auf demokratische Werte und Menschenrechte verweist, niemals aber auf die Verfassung. Wofuer ist die eigentlich gut?

Zu den Wahlen bleibt zu sagen, dass die Comelec morgen offizielle Ergebnisse bekanntgeben will.

Saysay sa adlaw – Nahibulong siyag nganong napildi sa piliay. 

hibulong sich wundern + na… V/G nahibulong wundert sich, siyag ~ siya og er + unbest. Art., nganong ~ ngano nga warum + Verbinder, pildi verlieren + na… V/G napildi hat verloren, sa von, pili auswaehlen, aussuchen + …ay bildet Substantiv piliay Wahl

Satz des Tages – Er wunderte sich warum er die Wahl verloren hatte.

 



 

Gemaesz “Daily Tribune”, “Al Jazeera”, “CNNPhil” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Presseschau von Heiko Eckard wird mit seiner Einwilligung und Erlaubnis in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN & MAGAZIN veröffentlicht.