…aus der philippinischen Presse

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Freitag, den 26. April 2019

(zum Bild: Herausgeber der Manila Times Dr. Dante Ang)

 

Glaubwuerdigkeit – Am Montag veroeffentlichte die “Times” eine “Oust Duterte-Matrix”, in der sie zeigte, dass PCIJ (Philippine Center for Investigative Journalism), CMFP (Center for Media Freedom and Responsibility), Vera Files und Rappler an einem Plot beteiligt sind, Praesident Rodrigo Roa Duterte zu stuerzen. Die Genannten verwahrten sich gegen den Vorwurf.

Nun ging die Nachricht durchs Netz – groeszere Zeitungen ignorierten sie – dass der Managing Editor der “Times”, Felipe Salvosa, aufgrund dieser Veroeffentlichung zurueckgetreten sei. Er meint ein Diagramm sei kein Beweis fuer “Destablisierung” oder einen “Umsturz-Versuch”. Das schrieb er auch in seinem Facebook-Account. Die Nachricht wurde gebracht von “Rappler”, “ABS-CBN”, “Inquirer”, “GMANews”, “CNNPhil”, “YahooNews”, “PhilStar”, von denen nur “Inquirer” und “PhilStar” eine Druck-Ausgabe haben.

Dagegen verwahrt sich der Herausgeber der “Times” Dr. Dante Ang, der auch den zugehoerigen Artikel verfasste, und stellt heute klar, dass Managing Editor Salvosa nicht zurueckgetreten sei, sondern gebeten wurde zurueckzutreten.

So weit, so schlecht.

Die Nachricht vom Ruecktritt, so oder so dargestellt erschien in den Medien als Gegendarstellung zu der “Oust Duterte-Matrix”, die so unglaubwuerdig schien, wenn sich der Editor von ihr distanziert. Die Matrix wurde aber von Malacañang bestaetigt, und das Buero des Praesidenten als Quelle genannt, obwohl unklar war, wie sie von dort an Ang ging. Der schweigt darueber – journalistischer Quellenschutz. Mir selbst gefiel die Sache nicht, da sie eben wegen der Quelle nach Propaganda roch.

Nun erscheinen aber in der “Times” seit laengerem Kolumnen von Rigoberto Tiglao, die sich mit den auslaendischen Ressourcen und Sponsoren von PCIJ, CMFP, Vera Files und Rappler befassen, denen Kritik an Duterte besonders am Herzen liegt. Dabei nimmt “Rappler” mit seiner Luege ueber die Zahl der Toten im Drogenkrieg eine besondere Stellung ein – sie haben zu der Zahl der Toten im Drogenkrieg einfach die Zahl der ungeklaerten Todesfaelle addiert, und so geistern in der von ihnen versorgten Medien-Landschaft inzwischen Zahlen von 20- bis 30-Tausend Toten herum, wo die Polizei von 5 Tsd Toten bei Polizei-Einsaetzen spricht.

 



 

Dies ist bekannt und wird in der “Times” von je her berichtet – wieso faellt dem Managing Editor Salvosa erst jetzt ein, dass er das nicht vertreten kann? Die andere Sache ist die, das Dr. Ang sehr wohl hinter Praesident Duterte steht, weshalb er am 8. Maerz auch den langjaehrigen Kolumnisten und Duterte-Verleumder Francisco Tatad kuendigte und sich gegen dessen Luege verwahrte, er, Ang, habe ihn, Tatad, auf Weisung Dutertes rausgeworfen.

Das kann sich ein Herausgeber nicht bieten lassen, insbesondere, wenn die gestrige Kolumne von Sass Rogando Sasot auch aufdeckte, wer hinter der Web-Seite “metrobalita” steckt, die nach dem Erscheinen der “oust Duterte-Matrix” in der “Times” aus dem Netz genommen wurde. Die Seite, auf der die “Bikoy-Videos” zuerst erschienen, welche Ellen Tordesillas, Praesidentin von “Vera Files”, “fact-checker” von Facebook dann an Gleichgesinnte verteilte, wurde von einem Rodel Jayme eingerichtet. Gemaesz der heutigen Kolumne von Rigoberto Tiglao, ist das ein Gelber Social-Media-Techniker, der sich 2016 in der der Mar Roxas-Leni Robredo-Kampagne engagierte. Von ihm stammt eine Web-Seite “The Aquino Legacy”, die nun Werbung fuer die Kandidaten fuer den Senat “Bam” Aquino und Romulo Macalintal macht.

So fordert Tiglao in der Kolumne, und in dieselbe Kerbe schlaegt der heutige Leitartikel der “Times”, dass die Regierung gegen Cyber-Crimes vorgehen muss und aus dem Ausland gesponsorte Medien-Autritte als “foreign agents ~ auslaendische Agenten” betrachten soll.

Ich werde weiter die “Times” lesen. Sie ist die einzig glaubwuerdige Zeitung hier, die die Philippinen nicht durch die amerikanische Brille betrachtet. Die Philippinen sind ein souveraener Staat und sollte sich auf die eigene Sehkraft verlassen.

Saysay sa adlaw – Makalipong ang daang salamin sa mata sa pagbasa. 

lipong schwindelig + maka… kann machen makalipong kann schwindelig machen, ang best. Art., daang ~ daan nga alt + Verbinder, salamin Brille, Spiegel, sa mata fuer’s Auge, sa vom, basa lesen + pag… Infinitiv pagbasa Lesen

Satz des Tages – Die alte Brille macht mich schwindelig beim Lesen.

 



 

Gemaesz “Manila Times”, “Inquirer” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Presseschau von Heiko Eckard wird mit seiner Einwilligung und Erlaubnis in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN & MAGAZIN veröffentlicht.