…aus der philippinischen Presse

 

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Karfreitag, den 19. April 2019

(zum Bild: Die ‚Wahrheiten‘ einer Maria Ressa sind Lügen – Laudatio auf Maria Ressa von Madeleine Albright)

 

Black Friday in the Black Hole – Heute gibt es keine Zeitungen, da gibt es nichts zu berichten. So kann ich darueber nachdenken, wie es ist in einem Black Hole zu leben, denn die Philippinen sind ein Black Hole, journalistisch gesehen, glaubt man der frueheren US-Auszen-Ministerin Madeleine Albright. In der Laudatio auf Maria Ressa, die vom “Time”-Magazin neulich unter die 100 einflussreichsten Personen gewaehlt wurde, schreibt Albright: “Rund um die Welt fuehrt eine Generation autoritaerer Fuehrer einen abgestimmten und absichtlichen Angriff gegen die Wahrheit mit schwerwiegenden Folgen fuer Journalisten wie Maria, die sich verpflichtet haben, Korruption aufzudecken, Missbrauch zu dokumentieren und Missinformation zu bekaempfen.

Man kann nichts glauben, was von den Philippinen als Nachricht kommt, da die Wahrheit bekaempft wird – das ist so wie beim Black Hole, das ja auch den kleinsten Lichtsstrahl nicht entweichen laesst.

So muss man sich im Ausland darauf verlassen, was vertrauenswuerdige Personen, wie die Senatorin Leila de Lima, dort sagen, wenn sie ins Ausland reisen und dort ueber ihre Heimat sprechen. In den USA zaehlte das “Foreign Policy Magazine” de Lima 2016 zu den “leading global thinkers”, und sie sagte im Dezember 2016 bei der “Annual Conference on Cultural Diplomacy” in Berlin: “Im Mai diesen Jahres haben 16 Millionen Filipinos einen erklaerten Serien-Moerder zum Praesidenten gewaehlt … Er und seine Leute zielen auf die Aengste der Leute vor sogenannten vorsorglichen Vergeltungs-Masznahmen gegen in den Drogen-Handel Verwickelte, oder vor Terror-Angriffen, oder irgendwelchen anderen undefinierten Drohungen, mit denen sie auf ein Gefuehl der Unsicherheit aus sind … Wir werden zu einer Nation in der Toeten als Loesung unserer Probleme betrachtet wird … Und der wahre Schrecken ist, dass einige unserer Buerger aufstehen und das beklatschen.

 



 

Oder auch die vertrauenswuerdige Maria Ressa, im Dezember 2018 vom “Time”-Magazin als “Person of the Year” benannt, weil sie sich hier als “Waechter der Wahrheit” stark gemacht hat. Sie erlaeuterte auf einer Reise in die USA Studenten an der Universitaet von Princeton, wie autoritaere Regime wie Dutertes die Fundamente der Demokratie bedrohen: “Eine tausendmal erzaehlte Luege wird wahr. Wenn du der Demokratie das Herz ausreiszen willst, verfolge die Tatsachen. Das ist, was moderne Machthaber tun. Du luegst. Die ganze Zeit. Und dann sagst du, es seien deine Opponenten und die Journalisten die luegen.

So erfaehrt das Ausland, wie es in den Philippinen aussieht und macht sich sein Bild von diesem Black Hole, von dem man eigentlich nichts wissen kann. Ich frage mich, wenn dieses Black Hole so maechtig ist, dass nicht ein Fuenkchen Wahrheit entkommen kann, wie de Lima und Ressa mit ihren Wahrheiten im Gepaeck rausgekommen sind. Die Flieger haetten mit der Last gar nicht abheben koennen, es sei denn – sie hatten doch nur Luegen dabei.

Saysay sa adlaw – Way aso nga makumkom. 

way ~ wala ang nicht, kein + best. Art., aso Rauch, nga Verbinder, kumkom in der geschlossenen Hand halten + ma… Z/M makumkom wird, kann in der Hand halten

Satz des Tages – Du kannst Rauch nicht in der Hand halten. (~ Es kommt immer alles raus: die Wahrheit, ein Geheimnis,…)

 



 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Presseschau von Heiko Eckard wird mit seiner Einwilligung und Erlaubnis in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN & MAGAZIN veröffentlicht.