…aus der philippinischen Presse

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Montag, den 11. März 2019

(zum Bild: Nichtregierungsorganisationen in den Philippinen unterstützen finanziell die Kommunisten)

 

Heimliche Herren – Der Leitartikel der “Times” befasst sich mit den NGOs (Non Government Organizations), deren Gelder an CPP/NPA (Communist Party of the Philippines/New People’s Army) gehen. Der “Tribune” greift das auf in einem Artikel mit dem Titel: “Kommunismus ist tot – EU”. Ich schrieb dazu schon zweimal, ist also Schnee von gestern, nur stoert mich, dass die NGOs nicht benannt werden. Benannt werden aber Human Rights Watch und Amnesty International von einem US-Senator als Quelle zuverlaessiger Information, was den Fall Leila de Lima betrifft. Die EU will die Frage der NGOs untersuchen, die angeblich Gelder fuer Indigene Voelker sammeln. Will sie dazu vielleicht Patricia Fox befragen, die es als Teil ihrer seelsorgerischen Taetigkeit sah, die Freilassung aller politischen Gefangenen zu fordern, wozu gewiss auch Leila de Lima zaehlt?

Bei der Untersuchung der EU kommt nichts heraus, denn sobald man eine NGO namentlich macht, hat man andere am Hals, die mit Meinungsfreiheit, freie Wahlen weltweit und Menschenrechten kommen – und dagegen kann die EU doch kaum sein, oder? In Deutschland gehen Schueler Freitags nicht mehr in die Schule, sondern auf die Strasze, um die Welt zu retten. Das gefaellt den Klima-NGOs – und was gefaellt hier? Schueler hier werden von Lehrern und Professoren unterrichtet, die mit links-liberalem Gedankengut aufgewachsen sind. Der Kommunismus mag in Europa tot sein – hier nicht.

Die NGOs sind Herren der Meinungs-Welt – oder Herrinnen, wenn sie die Gleichberechtigungs-Welle abreiten. Sie bestimmen das angesagte Narrativ.

 



 

Ich hasse diesen Begriff, aber ich werde damit leben muessen. Im November 2016 schrieb Matthias Heine in der “Welt”: “Es scheint als haetten wir uns bisher getaeuscht ueber das, was Gesellschaften und Nationen zusammenhaelt. Es sind nicht Vertraege, Verfassungen, Gruendungsmythen, gemeinsame Sprache und Kultur, Religion oder Ideologie. Es ist das Narrativ, Dummchen! Aus der Verborgenheit des Soziologen- und Literaturwissenschaftler-Chinesisch hat dieses Wort sich einen Weg in die Sprache der Leitartikel und Grundsatzreden gebahnt. Verwendet wird es keineswegs nur von Akademikern und anderen ueblichen Verdaechtigen, die schon immer im Ruch standen, die Dinge kompliziert auszudruecken, wenn es auch einfach ginge. Kuerzlich hat der fruehere EU-Kommissar Franz Fischler von der Oesterreichischen Volkspartei bei einem Kongress mit Schuelern ueber die Zukunft Europas festgestellt, die EU brauche keine Neuordnung, sondern ein neues Narrativ. Die ‘Tiroler Volkszeitung’ hob das Wort daraufhin sogar in ihre Ueberschrift. Das ist nicht das Milieu theoriegeschwollener Eierkoepfe.

Denken wir einen Schritt weiter – was braucht ein Narrativ? Genau – eine NGO, die das Narrativ unterhaelt. Und was braucht eine NGO? Wieder richtig – Geld, denn der Mensch lebt nicht vom Narrativ allein. Und wohin geht das Geld?

Gehe zum Anfang und lies diesen Absatz nochmal!

 



 

Stimme aus dem Off – Der “Standard” und der “Star” haben es als Aufmacher: Inday Saras Mama – Elizabeth Zimmerman – hat ihrer Tochter gesagt, sie soll aufhoeren, sich mit der Opposition zu balgen. Sara: “Sie schimpfte mich aus. Sie sagte, jeder weisz, dass du die Tochter von Rodrigo Duterte bist, aber du bist auch meine Tochter. Also Schluss damit.

Das kommt Inday Sara zupass, denn man sieht nicht gut aus, wenn man verbal jemand fertig macht, der sprachlich wehrlos ist. Eine verbale Pruegelei – genau wie eine handgreifliche – kommt nur dann gut rueber, wenn beide austeilen wie auch einstecken koennen. Leni Robredo ist aber kein Gegner. Sie kann mit freundlichem Laecheln einen Text ablesen, aber sich zur Wehr setzen? Dafuer hat sie ihre Anwaelte. Das Beste, was Inday Sara da tun kann, ist “Ja, Mama” sagen und sich um Politik kuemmern statt um “schwarze Loecher”.

 



 

Saysay sa adlaw – Demalas sa usa ka tawo nga maigo og kilat samtang nagpahulay sa panimalay.

Demalas sa usa ka tawo… – demalas Pech (span. von “de mala suerte”), sa von, usa ka tawo ein Mann ~ Pech von einem Mann…

…nga maigo og kilat… – igo treffen + ma… Z/M maigo wird, kann treffen, og ein, kilat Blitz ~ …den der Blitz traf…

…samtang nagpahulay sa panimalay. – samtang waehrend, hulay Pause, Erholung + nagpa… G/V nagpahulay macht Pause, sa in, panimalay Haus, Wohnung ~ waehrend er zu Haus eine Pause machte.

Satz des Tages – Pech hatte ein Mann, den der Blitz traf, als er zu Haus eine Pause machte.

 



 

Gemaesz “Manila Times”, “Daily Tribune”, “Manila Standard”, “Philippine Star” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Presseschau von Heiko Eckard wird mit seiner Einwilligung und Erlaubnis in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN & MAGAZIN veröffentlicht.