…aus der philippinischen Presse

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Sonntag, den 03. März 2019

(zum Bild: Nonoy Aquino im Dengvaxia-Skandal.)

 

Dengvaxia – Senator Richard Gordon, der die Untersuchung des Senats-Ausschusses zum Dengvaxia-Skandal leitete, wundert sich, dass Ex-Praesident Benigno “Noynoy” Aquino und Ex-Haushalts-Minister Florencio “Butch” Abad nicht in die Anklage des DOJ (Department of Justice) einbezogen wurden, schlieslich haetten die die Gelder bereitgestellt. Damit machen “The Manila Times” und “The Daily Tribune” heute auf, der “Tribune” fragt auf der Titelseite “Why skip Noynoy?

Das kann man sich fragen, denn ein biszchen riecht es, als sei Ex-Ombudsfrau Conchita Carpio-Morales weiter am Ruder, die “Noynoy” vor jeder Klage schuetzte. Ich weisz nicht, ob die Beschaffung der Gelder, die auch nicht so koscher war, noch Folgen hat, das waere aber eine andere Anklage, die man nicht mit dem Einsatz eines nicht zugelassenen Impfstoffes vermischen sollte.

So sehe ich nach wie vor Janette Garin als Ex-Gesundheits-Ministerin und studierte Aerztin an der Spitze des Skandals, egal wie illegal ihr Chef die Gelder aufgetrieben und gedraengt hat. Man muss seinem Chef auch “Nein” sagen koennen, wenn sein Ansinnen geltendes Recht verletzt, sonst ist man an der Spitze eines Ministeriums fehl am Platz. Diese Erfahrung machen im Moment etliche Leute aus dem Trump-Team, die in’s Gefaengnis gehen, ganz unabhaengig davon, ob ihr Chef im Oval Office bleibt oder nicht.

Dass Garin sich verteidigt, ist ihr gutes Recht, und sie sagt: “Ich glaube, dass der Fall sehr schwach ist, denn es gibt absolut keinen Beweis, der den Impfstoff mit dem Tod verbindet. Wir sind zuversichtlich, dass die Klage abgewiesen wird.

 



 

Mir ist immer noch grell leuchtend in Erinnerung, ich habe Gordons Untersuchung im TV verfolgt, wie Senatorin Risa Hontiveros dem Vize-Praesidenten Sanofis fuer Asien-Pazifik, Thomas Triomphe, zum dritten Mal die Frage stellte, ob Sanofi die Kosten fuer die Behandlung faelschlich geimpfter Kinder traegt, wenn die an Dengue erkranken. Und der guten Senatorin fiel nicht auf, dass Triomphe nicht mit einem schlichten “Ja” antwortete, sondern er sagte woertlich: “Sollte es einen Fall geben im Bezug zu dieser Impfung, mit Tod oder anderem, werden wir die Kosten tragen, falls eine Kausalitaet durch wissenschaftlichen Beweis erbracht wird.

Ich habe diese Formulierung schon ein paarmal zitiert, und man sollte sie sich gut einpraegen, wenn man den Prozess verfolgt. Er wird nicht um Recht und Gesetz gehen, sondern einzig und allein um den wissenschaftlichen Beweis, dass dieses oder jenes Kind durch diese Impfung mit Dengvaxia zu Tode kam.

Ich sehe da Schwarz – was dann Weisz fuer Garin bedeutet.

 



 

Momo II – Ich schrieb gestern schon, dass ich von Momo keine Ahnung habe, und das bewies mir die heutige Lektuere eines Artikels in der “Times”. Offenbar ist Momo keine Anwendung oder App, sondern so etwas wie ein Kettenbrief, ein Hoax, ein uebler Streich, der einmal in die Welt gesetzt, sich durch weitere Warnungen und Hinweise – wie auch meinen gestrigen Beitrag – weiter aufschaukelt und eine Panik erzeugt, wo Ruhe angesagt waere.

Der Quatsch tauchte das erste Mal Mitte letzten Jahres auf und fand dann Nachahmer, die nun als Trittbrettfahrer aufspringen und ihrerseits aehnliche Videos streuen.

Vergesst also bitte, was ich gestern dazu schrieb. Es bleibt nichts, als mit den Kindern zu reden, dass sie auf den Scheisz nicht reinfallen und um Himmels willen nicht noch “als Warnung” weiterverteilen. Hier bewahrheitet sich, dass auch fuer die gute Absicht gilt: das Gegenteil von gut ist gut gemeint. In dem Zusammenhang lese ich in der “Hannoverschen Allgemeinen”, dass “WhatsApp” eine Altersfreigabe erst ab 16 Jahren hat – vielleicht sollte man solche Hinweise auch mal ernstnehmen.

Tut mir Leid… – …dass ich gestern schrieb, das DOJ (Department of Justice) habe Anklage gegen Beteiligte des DOJ erhoben. Bei der Dengvaxia-Klage geht es um Beteiligte aus dem DOH (Department of Health), die bei der Zulassung geschlampt haben. Bloed auch, dass J und H auf der Tastatur direkt nebeneinander sind.

 



Saysay sa adlaw – “Maoy akong nasayopan.“ “Walay tawo nasayop.“ “Ha?“ “Ang sayop mahitabo gyod na. Ang usa ka sayop na imong nabuhat – usbon nimo.

Maoy akong nasayopan. – maoy ~ mao ang  mao dies ist ang der, die, das maoy dies ist das, akong ~ ako nga ich + Verbinder, sayop Fehler + Vor/Nachsilbe na…an Vergangenheit/Gegenwart Passiv nasayopan wurde ein Fehler gemacht ~ Da habe ich einen Fehler gemacht.

Walay tawo nasayop. – walay ~ wala ang wala kein, nicht ang der, die, tawo Mensch (tag. tao), sayop Fehler + Vorsilbe na V/G nasayop macht Fehler ~ Kein Mensch macht einen Fehler.

Ha? – Wie bitte?

Ang sayop mahitabo gyod na. – ang der, die, sayop Fehler, tabo treffen + Vorsilbe hi wandelt Bedeuung geschehen + Vorsilbe ma Zukunft/Moeglichkeit mahitabao wird, kann geschehen, gyod wirklich, ehrlich (auch gayudgyud), na so ~ Ein Fehler geschieht einfach so.

Ang usa ka sayop na imong nabuhat… – ang der, die, usa ka eins + Zahlzuordner, sayop Fehler, na kurz fuer kana das, jenes, imong ~ imo nga(Genitiv von ikaw du) + Verbinder, buhat machen + Vorsilbe na V/G nabuhat macht ~ Der einzige Fehler den du machst…

…usbon nimo. – usbon ~ usabon (sprachlich verschliffen) usab wieder + Nachsilbe on Z/M usbon wird/kann wiederholen, nimo kurz fuer kanimo Dativ/Akkusativ von ikaw du ~ wirst/kannst wiederholen.

Satz des Tages – “Da hab ich einen Fehler gemacht.” “Kein Mensch macht einen Fehler.” “Wie bitte?” “Ein Fehler geschieht einfach so. Der einzige Fehler den du machst ist – ihn wiederholen.”

 



 

Gemaesz “ManilaTimes”, “DailyTribune”, “HannoverscheAllgemeine” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Presseschau von Heiko Eckard wird mit seiner Einwilligung und Erlaubnis in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN & MAGAZIN veröffentlicht.