Geschäftsmann Wilfredo Keng begrüßt Verhaftung von Maria Ressa

 

‚TESTFALL FÜR DIE PHILIPPINSICHE GERICHTSBARKEIT‘

METRO MANILA / PHILIPPINEN — Das Lager von Wilfredo Keng, dem Geschäftsmann, der die Cyber-Verleumdungsklage gegen Rapple CEO Maria Ressa angestrengt hat, begrüßte am Donnerstag die Verhaftung der Journalistin und bemerkt dazu, dass dieser Fall die philippinische Gerichtsbarkeit test3en wird gegen „verantwortungslose Mitglieder der Medien‘.

 

Keng sagte, wenn Ressa, Santos und gesamte Rappler nicht verantwortlich gemacht würden für ihr tun, dann würden sich solche Fälle wiederholen und weiter ausarten, um am Ende weitere Privatpersonen und das ganze Land zerstören.

Die Geschichte ist ganz einfach, es wurde eine normale Anzeige einer privaten, hartarbeitenden Person gemacht, die ihren Namen bereinigt haben will.

Agenten des National Bureau of Investigation (NBI) hatten Ressa im Büro von Rapplers Hauptquartier am Mittwochnachmittag wegen eines veröffentlichen Artikels in 2012 festgenommen. In dem Artikel „CJ using SUVs of ‚contgroversial‘ businessmen“ wird Keng mit Menschenhandel und Drogenschmuggel in Verbindung gebracht. Rappler habe zu keinem Zeitpunkt seine Seite hören wollen und bemerkte, dass der Artikel seinen Ruf zerstört und sein Leben in Gefahr gebracht habe. Er habe keine andere Chance, als den Klageweg zu beschreiten.

Bis zum heutigen Tage haben die Veröffentlicher dieses Artikel diesen nicht widerrufen.

Auf Seiten von Rappler hörte man, dass man versucht habe in einem Nachtgericht in Pasay die geforderte Kaution zu hinterlegen, der Richter dies jedoch abgelehnt hatte.

Ressa verbrachte die Nacht in einer Zelle der NBI.

Die National Union of Journalists of the Philippines (NUJP) verurteilt die Verhaftung von Ressa und stellt die Anzeige in Frage, weil das Gesetz über Cyber-Verleumdung in 2012 noch nicht in Kraft war.

Dabei wurde von der Organisation geflissentlich übersehen, dass der gleiche Artikel nochmals in 2014 veröffentlicht wurde und zu dem Zeitpunkt war das Gesetz in Kraft. Auf diesem Standpunkt steht auch das Gericht und hat daraufhin den Haftbefehl erlassen.

Präsidentensprecher Salvador Panelo beharrt darau, dass die Verhaftung von Maria Ressa kein Form von Schikane gegen die Meinungsfreiheit sei, sondern das Resultat einer funktionierenden Gerichtsbarkeit im Lande.

 



 

Quelle: teilweise GMA News, teilweise redaktionell