Die Balangiga Glocken kommen nach Hause

 

PHILIPPINEN -- Die Glocken von Balangiga läuten immer noch für den philippinsichen Widerstand gegen eine ausländische Herrschaft von vor 117 Jahren, als philippinische Einwohner der US Armee ihre ärgste Niederlage beibrachten, 25 Jahre nach dem sie die Schlacht von Little Big Horn verloren hatten, und kommen nun nach Hause.

 

Nach Jahrzehnten schmerzlicher Gespräche zwischen zwei Ländern, befinden sich zwei der drei Glocken immer noch in amerikanischen Händen als Kriegsbeute. Sie werden nun die F.E. Warren Air Force Base in Cheyenne, Wyoming verlassen, wenn sie am 15. November in einer Zeremonie auf den Heimweg geschickt werden.

Es war das 11. Infantrie Regiment und die US Marines unter Führung von Maj. Littleton Waller auf Befehl von Brig. Gen. Jacob Smith, welche die Gemeinde Balangiga in Samar besetzte, nachdem die Bevölkerung dort 48 Mitglieder der US 9. Infantrie getötet hatten und den Befehl gab, alle männlichen Einwohner, die eine Machete schwingen können zu töten, darunter Kinder die gerade erst 10 Jahre alt waren.

Es folgte das Massaker an den männlichen Einwohnern von Balangiga als Rache dafür, dass die Bewohner gegen ihre Besatzer aufgestanden waren. Der Grund für den Aufstand war, dass einige ihrer Frauen von einer Bande betrunkener Soldaten sexual belästigt worden waren in ihrer Trunkenheit.

Die Dorfbewohner von Balangiga planten eine Attacke und verschleierten die Absicht unter der Feier einer Fiesta. Sie schmuggelten Waffen in Kindersärgen in das Dorf, die für die Beerdigung von Kindern gedacht waren, die an einer Cholera Epedemie gestorben waren. An dem Angriff auf die Soldaten nahm auch der Dorfpriester teil.

Das Läuten der Glocken signalisierte den Beginn des Angriff auf die amerikansichen Truppen. Die meisten der Soldaten waren noch so betrunken, nach dem sie mit den Einheimischen die "Fiesta" gefeiert hatten.

Die Dorfbewohner töteten 36 Männer der Comany C, darunter Capt. Thomas W. Connel, 1Lt. Edward A. Bumpus und Maj. richard S. Griswold. Vier weitere wurden vermisst im Einsatz und acht der 22 verwundeten Soldaten starben später. Nur vier Soldaten gelang die Flucht nach Leyte.

Bei der Rückkehr von Soldaten im Dorf ließen diese ihren Zorn an den Glocken aus. Dieser Vorfall hinterließ eine tiefe Narbe in der Beziehung zwischen den Philippinen und Amerika. Das 11. Infantry Regiment nahm die Glocken mit nach Wyoming und ließ eine dritte im Besitz des 9. Infantry Regiments in ihre Base in Camp Red Cloud, Südkorea.

Die Streitfrage über die Balingiga Glocken, zusammen mit dem Bud Dajo Massaker an Moslemen in Jolo in 1906, wurde erst wieder von Präsident Rodrigo Duterte als widerliche Taten der Amerikaner auf den Tisch gebracht und führte seinem Entschluss, die Philippinen eine weit aus unabhängigere Auslandspolitik zu verfolgen.

Am 11. August erklärte die amerikanische Botschaft in Manila, man werde die zwei Glocken zurückgeben. Eine Entwicklung die in Malacañang begrüßt wurde, allerdings mit der Bemerkung: "Das glaube ich, wenn die Glocken endliche wieder hier sind".

Die philippinische Regierung hält alle Äußerungen zu dem Fall zurück, bis die Glocken tatsächlich in den Philippinen angekommen sind und zurückgegeben wurden.

Der Präsident hatte dazu nur einen kurzen Satz zu sagen und zeigt was er von den Worten seiner Gesprächspartner aus Amerika hält: "Sie sind nicht hier, bis sie hier sind".



 

Quelle: Daily Tribune