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…aus der philippinischen Presse

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Freitag, den 09. November 2018

(zum Bild: Präsident Duterte in Palawan)

 

Praesident Rodrigo Roa Duterte… – …gruebelt, ob er auf die Bitte der kommunistischen Unterhaendler Luis Jalandoni und Fidel Agcaoili eingeht, die Friedensgespraeche mit ihnen wieder aufzunehmen. Beim 1. Subaraw Biodiversity Festival in Palawan sagte Duterte am Samstag: “Agcaoili und Jalandoni – ich will da kein Geheimnis raus machen. Ich will keine Geheim-Diplomatie. Sie wollen herkommen und mit mir sprechen. Ihr Problem ist, sie koennten gefangen werden. … Ich sagte, ich pack euch. Er sagte, sie wollen [sprechen]. Also holte ich Militaer. Nun, was meint ihr? … Sie sagten, vielleicht. Kann sein. Das ist keine grosze Angelegenheit hier. Aber es bleibt unsicher. Also, wenn ich nach Papua Neu Guinea und Singapur zurueck bin, werde ich es verkuenden. Dann reden wir eben.” Agcaoili gab am Sonntag bekannt, dass er mit Jalandoni diesen Monat in die Philippinen kommen wird.

Es wird nichts dabei rauskommen. Sie wollen eine Koalition mit der Regierung, d.h. an die Macht, ohne gewaehlt zu werden. Das hat Duterte schon oefter abgelehnt und wird er wieder ablehnen muessen, also – was soll das Geschwaetz!?



Kein Krieg – Bei dieser Rede in Palawan sprach Duterte auch darueber, dass er keinen Krieg will: “Die Philippinen sind nicht bereit fuer einen Krieg. Wir koennen uns das nicht leisten, und wir kriegen das nicht auf die Reihe.” Zu Palawan selbst sagte er: “Die Insel ist in kritischer Lage, und ich denke das ist eine auszen-politische Frage. Ich werde keinem Land erlauben, irgendwelche Waffen hier zu lagern.

Er sprach in dem Zusammenhang auch ueber seine von der Opposition kritisierte “lauwarme” Haltung zum Haager Spruch: “Wir haben den Schiedsspruch. Ob wir das nun glauben oder nicht, doch einige Mitglieder des Kabinetts waren anwesend, als ich das dem chinesisischen Praesidenten Xi Jinping sagte, der das Land besuchen wird. … Ich hab das dem Praesidenten ganz offen gesagt: ‘Weiszt du, ich hab auch Plaene, unter anderem will ich in unserem Territorium nach Oel bohren.’”

Nun ist in der Oel-Angelegenheit China von Israel ueberholt worden, mit denen die Philippinen die Erkundungen ausfuehren wollen. Duterte wird darueber mit Xi reden muessen, er will aber auch mit den USA reden. Er haelt sich alles offen.

Die Frage ist, wie weit und lange man sich alles offen halten kann. Dazu erzaehlt Ignacio Bunye heute im “Bulletin” eine Geschichte, die ihm seine Mutter vorgelesen hat, als er noch klein war.

Der Araber und sein Kamel

Eines Tages reiste der Araber durch die Wueste und ritt auf seinem Kamel. Als es dunkel wurde, schlug er sein Zelt auf und band das Kamel auszen an. Im Zelt breitete er seinen Teppich aus und nach kurzer Zeit schnarchte er. Doch er wurde wach, als ihn das Kamel leicht anstiesz. ‘Es ist kalt drauszen, kann ich nicht meine Nase ins Zelt tun?’ fragte das Kamel. In der Wueste ist es tagsueber sehr heisz, aber nachts bitter kalt. ‘Ok,’ sagte der Araber, ‘aber nur die Nase. Das Zelt ist zu klein fuer zwei.’ Das Kamel bekam eine warme Nase, aber spaeter in der Nacht wurde es noch kaelter drauszen. Das Kamel fragte, ob es seine Vorderbeine ins Zelt tun koenne. ‘Nur die Vorderbeine, und nicht mehr,’ sagte der schlaefrige Araber. Eine Stunde spaeter fragte das Kamel, ob es auch die Hinterbeine ins Zelt ziehen koenne, weil es drauszen schon fror. Der Araber grunzte nur, was das Kamel als ‘ja’ auffasste, und die Hinterbeine ins Zelt zog. Als der Morgen kam, wachte der Araber zitternd und frierend auf. Er lag auszen vor seinem Zelt, und darin schnarchte das Kamel.

Bunye ueberschreibt seine Geschichte “Huete dich vor dem chinesischen Kamel”, und ich lass das mal so im Raum stehen, weil ich meine, dass sich das von selbst versteht. Man koennte aber auch an kommunistische Kamele denken.



Gemaesz “ManilaTimes”, “PhilStar”, “ManilaBulletin” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Veröffentlichung in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN erfolgt mit der Erlaubnis von Heiko Eckhard.

 

 

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