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…aus der philippinischen Presse

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Mittwoch, den 17. Oktober 2018

 

Noch’n paar Kandidaten – Sogar in der “Straits Times” wurde bemerkt, dass Imee Marcos fuer den Senat kandidiert, und dass so die Marcos-Familie ihre “politische Schlagkraft” erhoehen will. Denn nicht nur Imee will in den Senat, wofuer sie beste Aussichten hat, sondern ihre Mutter Imelda, 89, derzeit Abgeordnete des Hauses, bewirbt sich um den Posten, den ihre Tochter mit der Wahl in den Senat aufgibt: Gouverneur von Ilocos Norte. Imeldas Partner ist ihr Enkelsohn Matthew Marcos Manotoc, 28, Mitglied der Regierung dieser Provinz, die auch “Marcos Country” genannt werden kann. Nimmt man hinzu, dass Imeldas Sohn “Bongbong” immer noch um die Wahl zum Vize-Praesidenten kaempft, wenn das alles klappt, tja….

Wenn es um das Alter geht, ist bemerkenswert, dass Juan Ponce Enrile, 94, noch einmal in den Senat will. Ich kann das nicht ganz ernst nehmen.

Bedenklicher ist da schon, dass Mar Roxas fuer den Senat kandidiert. Der gab als Innen-Minister unter Benigno Aquino 2013 bei der Yolanda-Katastrophe eine derart hilflose Figur ab, dass er als Kandidat fuer das Amt des Praesidenten 2016 gegen Rodrigo Duterte keine Chance mehr hatte. Ich hoffe, dass die Erinnerung daran wach bleibt und ihm niemand glaubt, dass fuer ihn “der Ruf zum Dienst an der Oeffentlichkeit unausweichlich” sei.



The Manila Times”… – …hat es nach einigen Anlaufschwierigkeiten geschafft: sie haben ein neues Format fuer ihren Online-Auftritt, der offensichtlich auch auf die Druck-Ausgabe abgefaerbt hat. Ich will das nicht kommentieren. Ich habe einen Teil meiner Zeit als Programmierer damit verbracht, die Rechnungen eines deutschen Unternehmens von Zeilen-Druck mit 80 Zeichen auf graphischen Druck mit variierenden Font-Groeszen und freier Plazierung auf der Seite umzustellen. Ob die Kunden danach besser bezahlt haben, weisz ich nicht; ob die “Times” nun mehr Leser bekommt, wird sie sehen.

Irrititierender ist fuer mich, dass die “Times” mit dem zweiten Teil eines groszangelegten Artikels ihres ehemaligen Vorsitzenden Dr. Ante Ang zu einem Zwie-Gespraech aufmacht, das der mit dem Ober-Kommunisten Jose Maria “Joma” Sison in Utrecht, Niederlande, gefuehrt hatte. Die zugehoerige Schlagzeile “Peace possible in our lifetime – Joma”.

Ich hoffe, dass genau das nicht stattfindet, sondern dass diese Rebellen hinter Gittern verschwinden, wo sie hingehoeren. “Jomas” Vorstellungen lassen mich grausen: er will aus den Philippinen einen Industrie-Staat machen mit Bergbau und rauchenden Schloten, so aehnlich wie sich das Donald Trump fuer die USA vorstellt, der dort die Arbeitsplaetze ersetzen will, die die Chinesen “gestohlen” haben.

Doch – ich zitiere Friedrich Hoelderlin immer wieder gern – “Wo aber Gefahr ist, waechst das Rettende auch”. Neben diesem Friedens-Gedusel-Artikel des Dr. Ang erscheint die Kolumne von Rigoberto Tiglao, der feststellt, dass die, die faehig sind, in den Untergrund gehen, und die Unfaehigen lehren oder schreiben Kolumnen. Das bezieht sich auf diese Rote Seuche, die allein in den Philippinen noch nicht ausgestorben ist. Entweder sind sie in den Waeldern und Bergen und erpressen, brennen und morden, oder sie lehren an Unis oder schreiben in Zeitungen. Ich will darauf nicht herumreiten, sondern mich mit der Einsicht begnuegen, dass Evolution halt dauert. Man muss Geduld haben und abwarten koennen, bis ein Bloedsinn ausgestorben ist.

Das koennten AFP (Armed Forces of the Philippines) und PNP (Philippine National Police) vielleicht beschleunigen. “Daily Tribune” und “PhilStar” melden, dass Alberto Silva, Konsultant der NDF (National Democratic Front) – ein auf demokratisch machender Ableger von CPP (Communist Party of the Philippines) und NPA (New People’s Army) – mit vier anderen Aktivisten am Montag in Sta. Cruz, Laguna, verhaftet wurde. Silva, ein Haeftling, der im August 2016 fuer die “Friedens-Gespraeche” mit den Kommunisten aus der Haft entlassen wurde, und die vier anderen wurden wegen illegalen Waffenbesitzes verhaftet. Die Armee wirft ihnen vor, an Plaenen zum Sturz von Praesident Rodrigo Roa Duterte im Rahmen des “Roten Oktober” beteiligt zu sein.



Gemaesz “StraitsTimes”, “ManilaTimes”, “DailyTribune”, “PhilStar” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Veröffentlichung in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN erfolgt mit der Erlaubnis von Heiko Eckhard.

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