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…aus der philippinischen Presse

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Samstag, den 29. September 2018

 

Das Wichtigste zuerst – Im „Manila Standard“ gibt die Inflation die Schlagzeile, in der „Manila Times“ nimmt sich wenigstens ein Leitartikel des Themas an – das Volk will, dass etwas gegen die Inflation getan wird. Offenbar hat das die Regierung auch gemerkt. In der „Times“ heiszt es: „Am Donnerstag, nicht lange nachdem die Umfrage-Ergebnisse bekannt wurden, versicherte Malacañang, dass die Bekaempfung der Inflation die oberste Prioritaet der Regierung habe, und das ‚alles Andere‘, einschlieszlich des Bemuehens um den Foederalismus, auf ein ‚Nebengleis kaeme ~ would be sidelined.‘“ Natuerlich hat der Leitartikler auch so seine Bedenken: „Man muss nicht erwaehnen, dass so lobenswert es auch sein mag, die Verkuendung der Regierungs-Prioritaeten in Antwort auf oeffentliche Bedenken wenig bedeutet fuer konkrete Masznahmen, das zu unterstuetzen.

Man hofft aber, dass dieser klaren Ansage auch Taten folgen, denn rausreden kann man sich dann nicht mehr, wenn die Preise weiter steigen.

Der Aufreger zuletzt – Es war zu erwarten, dass sich die Opposition auf die „einzige Suende“ von Praesident Rodrigo Roa Duterte stuerzt – jetzt haben wir ihn! Sogar die UN-Berichterstatterin Agnes Callamard, von der man lange nichts gehoert hatte, twittert freudig erregt: „Auszergewoehnliche Aussage von Staatsmann…: meine ‚einzige Suende‘ ist EJK [extra-judicial killing]. 

Die einheimische Opposition hatte auch was zu sagen und rief nach dem ICC (International Criminal Court), der koenne jetzt ja gleich loslegen (damit blosz nicht die Kuendigungsfrist dort tatenlos verstreicht und Duterte ungeschoren davonkommt). Vom Sprecher des Praesidenten, Harry Roque, kam der Hinweis, dass es sich nicht um eine beschworene Aussage handelt, es ginge nur darum zu zeigen, dass er nie etwas gestohlen habe. Polizei-Chef Oscar Albayalde erklaerte das mit Frust, dass Duterte das am Ende abtut, indem er es als Unfug einfach zugibt. Und irgendwer wollte das auch damit erklaeren, dass Duterte als „native Visayan“ oefter so seine Schwierigkeiten mit Tagalog haette.

Also das Uebliche: die Opposition haelt das fuer einen Beweis, die Duterte-Seite fuer alles Moegliche, nur nicht fuer Ernst. Ich versuchte gestern, das Undenkbare zu denken, kann es aber nicht recht glauben.

Mir gefaellt am besten Albayaldes Erklaerung, die ich mal so erlaeutere: Wenn einem jemand mit immer demselben Vorwurf kommt, dann sagt man schlieszlich ‚ja‘, damit der Idiot ruhig ist. Und damit er in seiner Bloedheit merkt, dass man ihn fuer ein ausgemachtes Arschloch haelt, haengt man dann noch einen Satz an in der Art – und zum Fruehstueck grille ich mir jeden Morgen einen Saeugling.

Damit ist alles vorher Gesagte entwertet.



Gemaesz „ManilaStandard„, „ManilaTimes„, „GMANews“ u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Veröffentlichung in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN erfolgt mit der Erlaubnis von Heiko Eckhard.

 

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