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…aus der philippinischen Presse

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Freitag, den 22. Juni 2018 

 

 

Tut mir Leid… – …dass ich gestern einen totalen Bloedsinn geschrieben habe. Es fiel mir erst abends bei “NewsNight” mit Pia Hontoveros in “CNNPhil” auf, dass ich eine Meldung nicht nur falsch, sondern wie in einem Negativ-Bild Schwarz als Weisz und Weisz als Schwarz gelesen hatte. Ombudsfrau Conchita Carpio-Morales klagt Ex-Praesident Benigno Aquino gerade eben nicht wegen Schiebung an, das mit Gefaengnis bis zu 6 Jahren oder hoher Geldstrafe (in dem Fall 36 Mrd Peso) verbunden ist, sondern nur wegen Amtsanmaszung, das ebenso mit Gefaengnis, aber nur mit Buszgeld von 1 Tsd Peso bestraft wird.

Zu meiner Schande muss ich daher heute im “Manila Standard” lesen, dass dies mal wieder das typische “Weiszwaschen” mit einem “Klaps auf die Finger” ist, mit dem Schutzpatronin Carpio-Morales ihrem Foerderer Aquino schon das Mamasapano-Desaster hat durchgehen lassen. Das sieht auch Jojo Robles in seiner Kolumne in “The Manila Times”: “Ombudsfrau Conchita Carpio Morales, die hinter den letzten Anzeigen steckt, ist wieder bei ihren alten Tricks.” Und auch Praesident Rodrigo Roa Duterte ist sauer und meint: “Morales, ihr glaubt sie ist fair, aber sie ist nur hinter ihren Feinden her.” Er sagt, er hoffe einige Dinge zu korrigieren, wenn der Nachfolger der Morales erstmal im Amt ist.

Das ist dann auch die Hoffnung, an die ich mich klammere. Das Fallenlassen eines Anklage-Punktes ist kein Freispruch, der eine nochmalige Anklage in derselben Sache verbietet. Die Sache kann jederzeit wieder aufgenommen werden. Nur steh ich nun wie ein Bloedmann da und kann kaum begreifen, wie ich eine Meldung so gegen den Strich lesen konnte – irgendwie hatte ich da einen Brownout, denn die “Festung broeckelt eben nicht”. Morales steht wie ein Fels in der Brandung fuer den Gelben Kult.

Doch so ist das, wenn man mit Menschen zu tun hat. Menschen machen Fehler, und ich bin auch einer. Dazu faellt mir wieder eine Geschichte ein, die ich an anderer Stelle mal geschrieben habe. Sie passt aber gut hierhin.

In der Zeit meiner Arbeit als Programmierer gab es besonders in Phasen kurz vor Auslieferung einer neuen Version ein taegliches Briefing, bei dem in offener Runde abgefragt wurde, welche Fehler neu, in Arbeit oder erledigt seien. Bei einer Runde antwortete ein Kollege auf die Frage nach seinem Programm einmal: „Ich habe den letzten Fehler ausgebaut.“ Schallendes Gelaechter war die Reaktion der Kollegen. Den Auszenstehenden mag das befremden, doch Programmierer wissen, dass es kein fehlerfreies Programm gibt. Fehler sind hoechst kreativ. Sie finden die Luecken eines jeden Programmkonzeptes und decken sie brutal auf. Und diese Luecken gibt es. Man kann nicht an alles gedacht haben, das haette ja unendlich lange gedauert. Der Kollege haette also maximal sagen koennen, dass er alle ihm derzeit bekannten Fehler beseitigt hat. Der letzte Fehler jedoch – das geht nicht. Weisz er denn, was morgen passiert?

Mit der Wahrheit ist es aehnlich. Meist wissen wir ziemlich gut, was nicht wahr ist, das nennt man Erfahrung, doch die aktuellen Wahrheiten gelten immer nur unter Vorbehalt.

Der letzte Fehler waere die erste Wahrheit gewesen.

p.s. 

Ich bitte, dass jene, die mein Blog (ver)teilen, das auch mit dieser Richtigstellung tun, sonst bliebe ich so bloed, wie ich gestern war – was mir peinlich waere. Ich hoffe doch hiermit meinen “letzten Fehler” bereinigt zu haben…



Gemaesz “CNNPhil”, “ManilaStandard”, “ManilaTimes” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

Die Veröffentlichung in den PHILIPPINEN NACHRICHTEN erfolgt mit der Erlaubnis von Heiko Eckhard.

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