…AUS DER PHILIPPINISCHEN PRESSE

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Montag, den 30. April 2018

 

Auf heimischem Boden… – …hat Praesident Rodrigo Roa Duterte Sonntag frueh zur Presse gesprochen, wie sein Sprecher Harry Roque bereits angekuendigt hatte.

 

 

Bezueglich Kuwait bleibt der Bann bestehen, dorthin keine OFWs (Oversea Filipino Workers) mehr zu entsenden, insbesondere keine Haushalts-Hilfen. Ueber 60 Prozent der 262 Tsd OFWs in Kuwait sind im Haushalt beschaeftigt. Das MOU (Memorandum of Understandeing), das die Arbeitsbedingungen der OFWs in Kuwait regeln sollte und wohl schon fast ausgehandelt war, wird nicht unterzeichnet. Zur Verantwortung fuer die Krise sagte er: “Ich bin der Regierungs-Chef. Da finden einige Fehler, die Fehler soll Cayetano begangen haben. Nein. Das ist mein Ding. … Am Endes des Tages nun, moechte ich der Regierung von Kuwait danken. Es geht alles auf meine Verantwortung. Ich sollte derjenige sein, der getadelt wird, und ich bin bereit das zu akzeptieren.

Seinen Rueckruf an die OFWs dort sieht er nicht als Befehl. Wer bleiben will, soll bleiben, und er bittet die Kuwaitis, sie menschlich zu behandeln. Doch wer heimkommen will, findet volle Unterstuetzung der Regierung, und was Arbeit angeht, so verweist er auf sein “Build, build, build”-Programm, und auch darauf, dass China 100 Tsd Englisch-Lehrer braucht. Eine entsprechende Meldung von “Agence France-Press” ist heute in der “South China Morning Post”. Und die alternde Gesellschaft in Japan braucht Pfleger; die Regierung unterstuetzt eine Umschulung. Im Kongress findet der Praesident Rueckhalt. Senats-Praesident Aquilino “Koko” Pimentel sagt in einem Interview, es kann nicht gestattet werden, dass “unsereins wie Tiere oder moderne Sklaven behandelt wird.” Andere Abgeordnete aeuszerten sich aehnlich.

Zu dem Casino auf Boracay… – …sagte Praesident Duterte vor der Presse: “Das wird es nie geben.” Ja, da seien Hoeflichkeits-Besuche von Investoren bei ihm gewesen, aber er habe nichts gestattet.

Zu den 60 Tagen… – …die Praesident Duterte der moeglichen Wiederaufnahme von Friedens-Gespraechen mit den Kommunisten zubilligt, war nicht ganz klar, ob sich das auf die Zeit bis zu deren Beginn oder auf die Dauer der Gespraeche selbst bezog. Das ist nun geklaert. Vor der Presse am Sonntag sagte Duterte, er werde jedem zuhoeren, auch “Joma” Sison, wenn der ihm erklaeren koenne, wie er das Leben der Filipinos verbessern kann. Er werde aber nicht nach Amsterdam fliegen, wie wohl jemand vorgeschlagen hat, und eine Koalition der Regierung mit den Kommunisten sei auszer Frage. Man kann nur mit jemand koalieren, der gewaehlt wurde. Sison solle in die Philippinen kommen, er wuerde die Kosten uebernehmen, und die NPA (New People’s Armee) solle fuer die 60 Tage der Friedens-Gespraeche (!) die Waffen in ihren Camps lassen. Es gebe ja nicht viel zu bereden, und die zwei Monate wuerde er fuer den Frieden spendieren.

Ansonsten laesst Duterte sich auf nichts ein, und er nimmt auch den Antrag nicht zurueck, CPP-NPA zu Terroristen zu erklaeren. “Joma” Sison, Gruender der CPP (Communist Party of the Philippines), lebt im selbstgewaehlten Exil in Utrecht, Niederlande, und er wird, wie ich ihn einschaetze, nicht in die Philippinen kommen. Stattdessen wird er verbreiten, dass Duterte sich mit “inakzeptablen Bedingungen allen Friedens-Gespraechen verschlossen” hat, und in Manila werden wieder ein paar linke Studenten gegen Duterte protestieren.



Gemaesz “ManilaTimes”, “ManilaBulletin”, “ManilaStandard”, “PhilStar” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.