…AUS DER PHILIPPINISCHEN PRESSE

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Montag, den 02. April 2018

 

 

Der Praesident ist optimistisch… – …dass wir naechstes Jahr in einer “besseren Umwelt” leben, wo die Rebellen sich in Scharen ergeben, lese ich im “Manila Bulletin”. Ich kann Praesident Rodrigo Roa Duterte nur beipflichten, wenn ich die Meldungen des Wochenendes betrachte:

Abu Sayyaf-Kommandeur in Sulu gefangen”, “2 NPA-Rebellen im Gefecht getoetet in Misamis Oriental”, “2 NPA-Fuehrer ergeben sich in Davao del Norte”, “Gesuchter BIFF-Bomber bei Razzia in Nord Cotabato getoetet”, “4 NPA-Rebellen ergeben sich in Sultan Kudarat”.

Dass die Rebellen aber noch nicht ganz am Ende sind, zeigt die Meldung “Vermutete NPA Rebs verbrennen 8 schwere Bau-Maschinen in Davao City”.

In dem Zusammenhang befasst sich ein Leitartikel der “Manila Times” mit der Forderung von 61 Abgeordneten des Hauses, die Friedens-Gespraeche mit CPP-NPA wieder aufzunehmen, und kommt zu dem Schluss, dass linke Kraefte nur Zeit gewinnen wollen. Ihnen laufen die Leute weg, und deshalb hat Duterte ganz Recht, wenn er darauf besteht, dass sie die Waffen niederlegen und in ein normales Leben zurueckkehren sollen.

Doch, wenn sie das tun – mit wem soll er dann noch reden? Das waere doch schon die Loesung.

Die traenenreiche Rueckkehr nach Marawi… – …ist Thema nicht nur in der hiesigen Presse, sondern ein Bericht der “Agence France-Press” hat es auch in “The Straits Times” und die “South China Morning Post” geschafft. Die Bewohner sind mit den Plaenen des Wiederaufbaus nicht zufrieden, ich schrieb dazu am Samstag, und der “ground zero” bleibt eh gesperrt, weil die Armee mit dem Raeumen von Bomben Probleme hat – “Wir haben keine Ausruestung die Bomben auszugraben. Fuer eine Bombe zum Beispiel, die wir rausgeholt haben, brauchten wir fuenf Tage, weil wir 10 Meter tief und weit dafuer graben mussten.

Der “ground zero”, das Haupt-Kampfgebiet, ist eine Flaeche von 250 Hektar, auf denen es 24 Gemeinden gab mit rund 10 Tsd Einwohnern. Die leben immer noch in Evakuierungs-Zentren oder bei Verwandten. Man kann sie nicht in das Gebiet lassen, weil nach Armee-Angaben dort immer noch 53 nicht-detonierte Bomben von mehr als 200 kg liegen und eine unbekannte Menge von Sprengmitteln der Rebellen.

So war denn der traenenreiche Zug letzten Freitag von rund 3 Tsd Teilnehmern – nach Angaben der Veranstalter, nach Angaben der Sicherheitskraefte 500 bis 800 – der an einer Sperre am “ground zero” endete, eigentlich keine Rueckkehr, sondern ein Ruf an die Welt, auf ihr Leid zu schauen.

Die Veranstalter beklagten dann auch wieder, dass die “Bevoelkerung” nicht in die Plaene eingebunden sei. Die Vertreter der Stadt, die in den Gremien sind, seien nur “Lakaien der Regierung”.

Es wird noch laenger unruhig bleiben in Marawi.

Heute beginnt die Neu-Auszaehlung… – …der Stimmen zur Wahl des Vize-Praesidenten 2016, die auf Grund der Klage des unterlegenen “Bongbong” Marcos gegen die mit 263.473 Stimmen Mehrheit siegreiche Leni Robredo erforderlich wurde.

Trotz aller Verzoegerungen, durch wen auch immer verschuldet, ist das immerhin ein Rekord, denn eine aehnliche Klage zur Vize-Praesidentschaft bei der Wahl 2010 kam nicht einmal soweit, und wurde nach der Wahl 2016 als “akademisch” verworfen.

Ich hoffe, dass alles glatt geht, denn heute soll ja die chinesische Raumstation “Himmlischer Palast” als Feuerball vom Himmel fallen. Hoffentlich faellt der nicht auf das Gebaeude des Apellations-Gerichtes am Padre Faura, Manila, wo die Auszaehlung in der Sporthalle im 5. Stock stattfindet. Doch nach chinesischen Angaben kann nicht viel passieren, es soll wie ein Meteoriten-Schauer aussehen, und das war’s dann.

Die Auszaehlung wird laenger dauern, wie lange, war den Artikeln nicht zu entnehmen. Hoffentlich ist man vor 2022 damit durch.



Gemaesz “ManilaBulletin”, “ManilaTimes”, “SunStar”, “PhilStar”, “PTV”, “ManilaStandard”, “StraitsTimes”, “SCMP”, “MindaNews” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

 

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