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…AUS DER PHILIPPINISCHEN PRESSE

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Freitag, den 16. März 2018

 

Den Nachruf auf den ICC… – …International Criminal Court, hatte eigentlich Margaret Thatcher schon in der Diskussion um dessen Einfuehrung gesprochen. Sie war dagegen, lese ich im Leitartikel der “Manila Times”, weil der ICC vermutlich mehr Aktionen gegen Rechts-Staaten als gegen Schurken-Staaten bringen wird, weil es keine globale Polizei gibt, die die Urteile durchsetzen koennte, weil er die Moeglichkeiten des Westens als Ordnungsmacht einschraenkt, und weil er zu Ungerechtigkeit fuehren wird, weil es keine Instanz darueber gibt. Dies moegen wohl auch die Gruende gewesen sein, warum die Super-Maechte – USA, Russland, China – da gar nicht erst mitgespielt haben, und das United Kingdom wurde Mitglied des ICC, weil zur Zeit des Rom-Statuts die “Eiserne Lady” nicht mehr Premier-Ministerin war.

Wie Recht sie hatte, zeigte sich nun, als der ICC sich zur Propaganda-Waffe des Gelben Kults und seines “politischen Vertrags-Moerders (contract political assasin) Sen. Antonio Trillanes” und dessen Gehilfen, des obskuren Anwalts Jude Sabio hat machen lassen, wie Rigoberto Tiglao in seiner Kolumne in “The Manila Times” schreibt. Die Anzeige beim ICC war ein Propaganda-Coup ohne jeden Beweis, der sich nur auf Berichte des “Rappler” stuetzte, und Tiglao glaubt Praesident Rodrigo Roa Dutertes Hinweis, der meint, dass die Filipina-Amerikanerin Loida Nicolas-Lewis dahinter steckt. Die hat das Geld, solche sinistren Figuren zu bezahlen.

So freut sich Trillanes auch, dass er nun wieder von Journalisten gefragt wird und triumphierend sagen kann, dass der Rueckzug vom ICC ein Schuld-Eingestaendnis Dutertes ist. Ohne den Rueckzug haette sich kein Schwein fuer Trillanes interessiert, und ganz bloed finde ich, dass die VACC (Volunteers against Crime and Corruption) Anzeige gegen ihn wegen Aufwiegelung erstattet haben. Trillanes hatte in einer privilegierten Rede letzten Oktober den Witz Dutertes aufgegriffen, dass die Soldaten ihn erschiessen moegen, wenn er mehr als 40 Mio Peso auf der Bank hat. Das wollen die VACC nun als Aufwiegelung der Soldaten verstehen, womit sie vor keinem Gericht durchkommen.

Ich frage mich, ob nicht Trillanes einen “Trojaner” bei den VACC hat, der solche Nonsense-Anzeigen gegen ihn triggert, damit er in die Schlagzeilen kommt. So sieht Trillanes den Folgen auch freudig entgegen – zu befuerchten hat er von dem Bloedsinn nichts, dafuer aber wird er eine Zeitlang von Hinz und Kunz vor die Kamera gezerrt werden. Dort will der “politische Vertrags-Moerder” ja immer hin, weil er dort seinen eigenen Mist breittreten kann.

NFA unter Beschuss? – Die NFA (National Food Authority) hat von November bis Januar erhebliche Mengen Reis verkauft, was zu einer Knappheit ihrer vorgeschriebenen Vorraete und, als das bekannt wurde, zu Preiserhoehungen am Markt fuehrte, unter dem wie ueblich die Aermeren im Lande am meisten zu leiden haben. NFA-Chef Jason Aquino wird dazu in einem von Malacañang angeordneten Audit Stellung nehmen muessen.

Eine Ironie… – …sieht Jojo Robles in seiner Kolumne in “The Manila Times” in dem Umstand, dass die Neu-Auszaehlung der Stimmen in dem Streit um Wahlbetrug des “Bongbong” Marcos vs. Leni Robredo wieder mal verschoben wurde, weil der zustaendige Richter Alfredo Benjamin Caguioa verlangt, dass die 50 dazu einzusetzenden Leute erst einer psychologischen Untersuchung unterzogen werden muessen, und das geht nicht so schnell.

Die Ironie liegt fuer Robles darin, dass fuer Handlanger des Gerichts nun verlangt wird, worin die Noch-Oberste Richterin Maria Lourdes Sereno sich nicht auszeichnen konnte.

Robles vermutet, dass Caguio, der auch von Benigno Aquino ernannt wurde, der eigentliche Verzoegerer in dem Streit Marcos vs. Robredo ist, und nicht die Vize-Praesidentin, auf der das Marcos-Lager mit dem Vorwurf gerne einpruegelt. Es gibt naemlich keinen Praezendenzfall, der die Qualifikation von Stimm-Auszehlern definiert – hier kann der vorsitzende Richter kraft Amtes “Recht schaffen”.

Die Aquino-Gang hat ihre Leute ueberall.



Gemaesz “ManilaTimes” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

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