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…AUS DER PHILIPPINISCHEN PRESSE

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Dienstag, 2. Weihnachtstag, den 26. Dezember 2017

 

Delicadeza… – …Feinfuehligkeit zu zeigen, sei er als Heranwachsender von den Eltern gemahnt worden, meinte gestern Paolo Zimmermann Duterte, Sohn des Praesidenten Rodrigo Roa Duterte aus dessen erster Ehe mit Elizabeth Zimmermann, und erklaerte seinen Ruecktritt als Vize-Buergermeister von Davao bei einer Sondersitzung des Stadtrates, die einberufen war, um den Notstand wegen der Schaeden von “Vinta (int. Tembin)” auszurufen und entsprechende Masznahmen einzuleiten.

Die Meldung fand ihren Weg in die “South China Morning Post” und die “Straits Times”, was fuer mich ein Gradmesser ist, dass das zeitungs-technisch nicht in den Lokalteil gehoert, obwohl – wer ist schon der Vize-Buergermeister von Davao?

Auf der anderen Seite steht das Wort “delicadeza”, das aus dem Spanischen in Tagalog und Visayan uebernommen wurde, und das im Deutschen als “Delikatesse” auch im Gebrauch war und nicht als besonders leckeres Lebensmittel, sondern als Takt, gehobenes Benehmen, Feinfuehligkeit verstanden wurde. Die Zeiten sind aber eher in den Romanen von Theodor Fontane beschrieben, so redet man heute nicht mehr. Und offenbar musste auch Paolo sich an seine Jugend erinnern, um auf das Wort zu kommen, das er als Grund vorschob “die kuerzlichen ungluecklichen Ereignisse in meinem Leben ~ recent unfortunate events in my life” zum Anlass fuer seinen Ruecktritt zu nehmen.

Takt zeigte der 18-Jaehrige nicht, als er mit seiner ersten Frau Lovelie Sangkola Sumera durchbrannte, eine Tausug, mit der er 3 Kinder hatte und von der er 2006 nach Sharia-Recht geschieden wurde. Feinfuehligkeit bewies er auch nicht, einen Streit mit seiner Tochter Isabelle aus dieser Ehe wegen einer Foto-Session in Malacañang oeffentlich in facebook auszutragen, was von der einschlaegigen Presse begeistert berichtet wurde. Und ob es nur gutes Benehmen war, das Tatoo auf seinem Ruecken nicht zu zeigen, von dem Senator Antonio Trillanes meint, dass es seine Mitgliedschaft in einer Triade beweist, laesst sich anzweifeln.

Trillanes war nicht der Erste, der Paolo Duterte mit Schmuggel in Verbindung brachte. Schon der Bericht einer PASG (Presidential Anti-Smuggling Group) von 2007 brachte Paolo mit Schmuggel in Verbindung. Dazu kam der Hinweis in der Senats-Untersuchung diesen August, in welcher der Zeuge Mark Taguba ihn mit einer “Davao Group” in Verbindung brachte, der er Gelder gab, um Container ungeprueft durch den Zoll zu bringen.

Paolo Duterte bestreitet die Vorwuerfe, aber woher kommt ploetzlich diese Feinfuehligkeit? Trillanes hat seine Meinung dazu: “Ach, das ist reiner Ochsenkot (pure BS). Wahrscheinlich will er den zahlreichen Untersuchungen zuvorkommen, die beim Ombudsmann gegen ihn laufen. Und wahrscheinlich braucht er auch mehr Zeit, um sich um seine Milliarden-Peso Geschaefte zu kuemmern.

Sara Duterte-Carpio, Buergermeisterin von Davao, sagte zur Presse, dass Praesident Duterte vorab vom Ruecktritt ihres Bruders informiert war. Gab es da einen vaeterlichen Wink? Duterte hatte oefter gesagt, er werde zuruecktreten, wenn eines seiner Kinder in Korruption verwickelt sei. Wird der Sohn geopfert, um dem Vater die Blamage zu ersparen?



Gemaesz “ManilaTimes”, “MindaNews”, “GMANews”, “ManilaBulletin”, “PhilStar”, “Inquirer”, “Wikipedia” u.a.

 

Diskutiert wird darüber im DER PHILIPPINISCHE EXPAT KLUB, in der Gruppe POLITIK!

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

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