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…AUS DER PHILIPPINISCHEN PRESSE

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Sonntag, Heiligabnd, den 24. Dezember 2017

 

Vor einem Jahr… – …verwuestete “Nina (int.: Nock-ten)” ueber Weihnachten den Sueden von Luzon. Dieses Jahr fielen vor Weihnachten “Urduya (int.: Kai-tak)” ueber die Visayas und kurz darauf “Vinta (int.: Tembin)” ueber Mindanao her.

So recht mag weihnachtliche Freude da nicht aufkommen, auch wenn GenSan hier im Sueden mal wieder nicht betroffen war. Taifun, das ist immer irgendwo weiter weg im Norden.

Persoenlich betrifft mich da schon mehr, dass meine Frau, wo ich dies schreibe, grad an der letzten der Messen-Serie “Misa de Gallo” teilnimmt. Ab morgen kann ich wieder laenger schlafen.

Weihnachten und die Familie… – …nimmt der Leitartikel der “Manila Times” zum Thema. Dass Gott als Jesus in einen familiaeren Kontext geboren wurde sei bezeichnend fuer die westlich-christliche Kultur, welche Familie durch Fortpflanzung und Verbreitung die menschliche Rasse erhaelt und arbeitssame Buerger hervorbringt. Von daher zweifelt der Leitartikler an der “same-sex marriage” und betrachtet sie nicht als ganz so problemlos, wie Praesident Rodrigo Roa Duterte das wohl grad tut. In Artikel II, Abschnitt 12 der Verfassung von 1987 heiszt es: “Der Staat anerkennt die Heiligkeit des Familienlebens und soll die Familie schuetzen und staerken als grundlegende, selbstaendige soziale Institution. Er soll gleichermaszen das Leben der Mutter und das Leben des Ungeborenen ab Empfaengnis schuetzen. Das natuerliche und vorrangige Recht und die Pflicht der Eltern in der Erziehung der Jugend zu buergerlicher Tuechtigkeit und die Entwicklung eines moralischen Charakters soll die Unterstuetzung der Regierung erhalten.” Hier wird Familie eindeutig als eheliche Mann-Frau-Gemeinschaft verstanden.

Das Prinzip Hoffnung… – …ist Thema des Leitartikels im “Manila Standard”, der sich an der Scheinheiligkeit derer reibt, denen es gut geht, und die vorgeben die Interessen des Volkes zu vertreten, waehrend Millionen immer noch arm und hungrig sind. Hoffnung sei da das groeszte Geschenk, das jeder in dieser Zeit bekommen kann.

Konkreter geht der Leitartikel des “Manila Bulletin” die Sache an und verweist auf kommende Investionen von auslaendischen Geldgebern, die sich in Hoehe von 617 Mrd Peso verpflichtet haben. Mir gefaellt daran weniger, dass diese Investionen sich auf Luzon und die Visayas beziehen. Uebrig bleibt fuer den Sueden mal wieder das Prinzip Hoffnung: “Vielleicht, wenn die Sicherheitslage in Mindanao, das nun unter Kriegsrecht steht, sich nach einem Jahr beruhigt, koennen die reichen natuerlichen Schaetze ein groeszeren Masz auslaendischer Investitionen anziehen.” Sollen das noch mehr Minen sein?

Eher sorgenvoll… – …gibt sich Kinling Lo in der “South China Morning Post”. Vor einer Woche wurden Mitglieder der Jugend der Kommunistischen Partei einer Universitaet in Hunan offiziell aufgefordert, nicht an den sich in China stark ausbreitenden Weihnachtsfeiern teilzunehmen: “Kommunistische Partei-Mitglieder muessen beispielhaft in der Befolgung des Glaubens an den Kommunismus sein. [Ihnen ist] der Aberglaube und die blinde Gefolgschaft des Opiums westlichen Geistes nicht gestattet.

Die Studenten sehen das offenbar nicht so. Einer von ihnen: “Ich bin von den Ausreden der Schule nicht ueberzeugt, Niemand verbindet Weihnachten mit westlicher Ideologie.” Da sollte er mal den Leitartikel der “Manila Times” lesen!

Doch der Student ist nicht allein mit seiner Meinung. Lui Kaiming, Chef eines Instituts fuer Zeitgenoessische Studien in Shenzen, stellt fest: “China benutzt schon lange den westlichen Kalender. Wir feiern Neujahr, Labour Day [1. Mai] und den Frauentag [8. Maerz], die westliche Urspruenge haben. Wollen wir die alle verbannen? … Das ist Chinas Dilemma – es hat sich der Globalisierung weit geoeffnet, aber es schreckt wegen der Innen-Politik vor voller Umarmung der Globalisierung zurueck.

Da hilft nur das Prinzip Hoffnung und – Frohe Weihnachten fuer alle Leser!

 



 

Gemaesz “ManilaTimes”, “ManilaStandard”, “ManilaBulletin”, “SouthChinaMorningPost” u.a.

 

Diskutiert wird darüber im DER PHILIPPINISCHE EXPAT KLUB, in der Gruppe POLITIK!

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

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