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…AUS DER PHILIPPINISCHEN PRESSE

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Dienstag, den 19. Dezember 2017

 

Wenn eins zum andern kommt… – …ergibt sich am Ende ein Bild, und das gefaellt mir nicht, was Ex-Gesundheits-Ministerin Janette Garin betrifft.

Als “Dengvaxia” Thema wurde, stiesz mir auf, dass sie in der Angelegenheit die einzige Aerztin war. Sie haette sich um die Sicherheit des Mittels kuemmern muessen, sagte ich mir. Mich wunderte dann, dass sie vor der Untersuchung des Senats eine Presse-Konferenz gab, in der sie die Unschuld vom Lande gab. Den Knaller brachte ihre Nachfolgerin Paulyn Ubial, als die aussagte, dass Garins Ehegatte, Oscar “Richard” Garin, sie draengte, mehr Dengvaxia zu kaufen. Das entgeisterte sogar Senator Richard Gordon, der spontan gruebelte, ob die Untersuchung jetzt erst beginnt. Eine Fortsetzung blieb aber in der Luft haengen. Irgendwo las ich zwischendurch, dass Janette Garin zwar Aerztin sei, aber mehr Zeit als Abgeordnete im Parlament sasz als dass sie als Aerztin in einer Prazis gearbeitet haette (was mich an die Oberste Richterin Maria Lourdes Sereno erinnert, die noch nie einen Gerichtssaal von innen gesehen hat). Doch andere Themen waren da wichtiger, und ich muss nicht ueber alles schreiben, was in der Zeitung steht.

Das aenderte sich heute morgen.

Ihr Vorgaenger im Amt, Enrique Oda, ist von einem Aufenthalt in den USA zurueck, und beantwortete gestern auf dem Flughafen Fragen von Journalisten. Er sagte, dass er von den Problemen bei “Dengvaxia” wusste, wenn es zuvor nicht Erkrankten geimpft wird, und er sagte, dass Garin Benigno Aquino empfahl den Impfstoff zu kaufen.

Oda, ein anerkannter Arzt mit internationaler Erfahrung, trat Ende 2014 als Gesundheits-Minister zurueck – wegen der Diskussion um einen Impfstoff gegen Lungenentzuendung. Aquino und die damalige Justiz-Ministerin Leila de Lima (als “Aquinos Kampfhund” bezeichnete sie neulich der Leitartikel in “The Manila Times”), wetterten oder ermittelten gegen ihn, weil er ein preiswertes Mittel fuer Kinder empfahl, und nicht ein teureres, das auch fuer Erwachsene gut sei – wie ich nun in einem Artikel von Boo Chanco in “The Philippine Star” vom 21. November 2014 lese.

Odas Nachfolgerin im Amt war Janette Garin, und ploetzlich war “Dengvaxia” das angesagte Thema. Oda ist bereit vor dem Ausschuss auszusagen, und Senator Richard Gordon sollte eine Fortsetzung der Untersuchung anordnen.

Ich kann nicht glauben, wenn Oda von den Problemen wusste, dass das nicht auch anderen im DoH (Department of Health) bekannt war, und dass die das seiner Nachfolgerin verheimlicht haetten. Ihre Art erstmal alles abzustreiten, zeigt das Bild einer Politikerin, und schon zweimal musste sie einen Rueckzieher machen. Einmal als sie behauptet hatte, nie bei Sanofi gewesen zu sein – sie war. Das zweite mal, als sie sagte, dass sie nichts von Bedenken gegen “Dengvaxia” wusste – eine ganze Abteilung unter ihr hatte Bedenken wegen der Ausnahme-Zulassung.

Um sicher zu sein, habe ich “Wikipedia” konsultiert. Die 1972 geborene Janette Garin schloss 1989 das College ab, 1993 machte sie ihren Bachelor fuer Medizin-Technik, 2000 den Doktor fuer Medizin. Von 2004 bis 2013 sasz sie im Haus als Repraesentant des 1. Bezirks von Iloilo. 2011 machte sie noch einen Master in Business Administration, und von 2015 bis 2016 war sie Gesundheits-Ministerin. In der Zeit, in der sie Medizin studierte, sasz sie aber auch in einem Rat der Provinz Leyte, und sie sasz 6 Jahre in einem Rat der Provinz Iloilo.

Ich will nicht verschweigen, dass die “Wikipedia” auch ein zwei-jaehriges “training (?)” in Geburtshilfe und Frauenheilkunde am Doctor’s Hospital in Iloilo erwaehnt, aber fuer mich ergibt der Lebenslauf nicht das Bild einer “Aerztin unseres Vertrauens”, sondern einer politischen Karriere, die sich Medizin als Rueckfall-Position ausgesucht hat, wenn es in der Politik nicht rund laeuft.

Das gefaellt mir nicht.



Gemaesz “PhilStar”, “ManilaTimes”, “Wikipedia” u.a.

 

Diskutiert wird darüber im DER PHILIPPINISCHE EXPAT KLUB, in der Gruppe POLITIK!

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

 

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