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…AUS DER PHILIPPINISCHEN PRESSE

 

 

PRESSESCHAU VON HEIKO ECKARD

Mittwoch, den 29. November 2017

 

Gestern war Dienstag… – …und Dienstags fahr ich vormittags mit Familie zur Mall und kaufe fuer die Woche ein, Freitags fuer’s Wochendende. So sah ich, als wir heimkamen nur, dass der Ausschuss zur Vorbereitung der Amtsenthebung gegen die Oberste Richterin Maria Lourdes Sereno sich vertagte. Die Nachrichten beruhigten mich spaeter, dass ich nicht viel verpasst hatte.

Dafuer sah ich mit meiner Frau eine Rede von Praesident Rodrigo Roa Duterte vor einem Anti-Korruptions-Gipfel, in der er nicht vom Blatt las, was ein vermutlich wegen wiederholter Missachtung seiner Arbeit frust-zerfressener Redenschreiber vorbereitet hatte. Es kamen die ueblichen Witzchen. Den mit den Schuppen in den Haaren, wenn er sich am Kopf kratzt waehrend der Lehrer ihn grad ausschimpft, kannte ich schon. Er kratzte sich dabei am Kopf, und ahmte die piepsige Stimme des Lehrers nach. Den Witz ueber den Papst, der der inhaftierten Senatorin Leila de Lima einen Rosenkranz geschickt hatte, lass ich aus. Ich fand ihn zu billig, und das Publikum hat auch nicht richtig gelacht. Man ist im Herzen doch katholisch in den Philippinen. Es kam der uebliche Ausfall gegen Agnes Callamard, die nicht mal den UN-Report zur Gefaehrlichkeit von Drogen kennt, sondern einen Doktor zitiert, der sagt, dass Shabu nicht gefaehrlich sei – wo er die Gefahren doch grad aus dem Bericht vorgelesen hat. Da kann er sich nur noch an die Stirn tippen und wird verstanden.



Ungefaehr anderthalb Stunde hat er geredet, und meine Frau und ich haben zugehoert. Und so habe ich sie heute beim Fruehstueck gefragt, ob Duterte das meint, wenn er sagt, wenn zum Jahresende die Verfassung so wird, dass Moros nach ihrer Fasson leben koennen und etwas mehr gegen Korruption getan wird, dann “…garantiere ich, zum Ende des Jahres, trete ich zurueck. Da gibt es keine Zeremonie, ich spring einfach in den Pasig River”, der neben Malacañang herflieszt.

Ach, Quatsch!” meint meine Frau, “das hat er nur so gesagt.” Aber – Duterte sei offen, und was er sagt, komme von ihm. Der denkt so, aber – er schaut, wie das ankommt, und dann macht er, was vernuenftig ist. Meine Frau hat eine Abneigung gegen die, die etwas Vorbereitetes vom Blatt lesen und hintenrum ganz anders sind. Und dann kam durch, was bei den Cebuanos/Visayas des Oefteren durchbricht, aber – so seien die “Ilokanos” da oben nun mal. Tja, meine Frau ist eine Visaya, und die mit herablassender Verachtung und schraegem Blick ausgesprochene Bemerkung “Ach, Visaya!” hoerte sie oefter, als sie aufwuchs, von Leuten, die aus Luzon hier herunter kamen in das “Land der Verheiszung”. Dieses Gefuehl teilt meine Frau mit vielen Mindanawans und Visayas, und es kam nicht von ungefaehr, dass Praesident Duterte vor seiner ersten SONA (State of the Nation Address) festellte, dass mit ihm am Rednerpult, Aquilino Pimentel als Praesident des Senats und Pantaleon Alvarez als Sprecher des Kongresses “…die drei Typen im erhoehten Teil des Kongresses aus Mindanao sind.” Das ist gut so, und deshalb ist meine Frau wie fast alle hier unten fuer Duterte. Er sei wie ein Vater, meint meine Frau. Das Bild hatte sich mir auch aufgedraengt. Ab und zu muss der autoritaere Vater mal auf den Tisch hauen, damit Ruhe ist, aber – er sorgt fuer seine Familie, die ohne ihn in’s Chaos versinken wuerde.

Also wird Duterte nicht zuruecktreten, meint meine Frau, und sie wuenscht, dass ihm Sara Duterte-Carpio, seine Tochter, im Amt folgt.

Mal sehen.

Gemaesz “GMANews”, “ManilaTimes” und meiner Frau.

 

Diskutiert wird darüber im DER PHILIPPINISCHE EXPAT KLUB, in der Gruppe POLITIK!

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.

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