…AUS DER PHILIPPINISCHEN PRESSE

 

Dienstag, den 17. Oktober 2017 

 

Nichts ist vorbei, wenn Marawi faellt… – …und so ist verstaendlich, dass Praesident Rodrigo Roa Duterte keine Siegesfeier will, wenn es soweit ist.

Ich will den Erfolg der Armee nicht schmaelern, die in einer Nacht-Operation am fruehen Montag die Erz-Raedelsfuehrer der Rebellion Isnilon Hapilon und Omarkhayam “Omar” Maute toeten konnten. Die Bedeutung laesst sich daran ablesen, dass ich schon gestern Nachmittag Berichte nicht nur in der philippinischen Presse, sondern auch in “South China Morning Post”, “Straits Times”, “Spiegel” und “Zeit” gesehen habe. Es ist wichtig, und es hebt die Moral der Truppe, die bisher immer nur von nicht erreichten Ziel-Terminen reden konnte, dass sie nun einen wirklichen Erfolg verbuchen kann. Und es ist auch angebracht zu glauben, dass man mit den restlichen Terroristen um einen Mahmud Ahmad in ein paar Tagen fertig wird. Zu den Berichten, die ich im TV sah, ist anzumerken, dass Armee-Sprecher Restituto Padilla inzwischen zum Generalmajor befoerdert wurde, und kein Brigadegeneral mehr ist, wie veraltete Rang- und Namenseinblendungen im TV weiterhin anzeigen. Es ist eben nicht nur Zeit vergangen, seit die Krise begann, ausgeloest durch eine vermasselte Festnahme, die sich im Nachhinein als “blessing in disguise” erwies, wie man hier sagt, und fuer welchen “verkleideten Segen” es keine gescheite deutsche Uebersetzung gibt. “Glueck im Unglueck” trifft es nicht richtig. Haette Maute/IS sich weiter unbemerkt festsetzen und seine Krakenarme ausstrecken koennen, ich weisz nicht, wo wir heute stuenden.

Also, Respekt fuer die Truppe.



Es darf aber nicht uebersehen werden, dass Maute/IS sich solange halten konnten, weil es Nachschub an Leuten und Munition lange Zeit gab. Auszerhalb Marawi gibt es immer noch BIFF (Bagsamoro Islamic Freedom Fighters) und Abu Sayyaf, die grad erst wieder 5 Fischer im Sulu-Archipel entfuehrt haben. Und so meint auch der Terror-Experte Kumar Ramakrishna von einem Internationalen Institut in Singapur: “Dass die Belagerung von Marawi zu einem Ende kommt, bedeutet nicht, dass die Bedrohung vorbei ist. ISIS-verbundene Militante werden sich neu gruppieren … eine Weile Ruhe geben, waehrend sie ihre Kraefte wieder aufbauen.

Umfragewerte – Es gibt hier eine Diskussion, warum die “Social Weather Stations” einen Abfall in Dutertes Popularitaet beobachtet, waehrend “Pulse Asia” eine fast unveraendert hohe Popularitaet konstatiert. Klar, dass die Opposition sich auf die “Social Weather Stations” beruft und Duterte klein reden will, waehrend das Regierungs-Lager die Schultern zuckt und auf “Pulse Asia” verweist. Praesident Duterte sagt dazu, dass ihn Umfragen nicht interessieren.

Mir leuchtet Yen Makabenta in seiner Kolumne heute in “The Manila Times” ein, der sich bereits im Juli an selber Stelle fragte, warum in der ganzen Welt die Menschen von Instituten befragt werden, ob sie dem jeweiligen Landesherrn “zustimmen”, nur in den Philippinen fragt man, ob sie mit ihm “zufrieden” sind. Ihm ging es um den Unterschied von “approve (zustimmen)” und “satisfy (zufrieden sein)”, und das ist der Unterschied von “Pulse Asia” (zustimmen) und den “Social Weather Stations” (zufrieden sein).

Man kann einer Sache zustimmen, selbst wenn man nicht voellig zufrieden ist, und da weltweit eben nur nach “Zustimmung” gefragt wird, werde auch ich mich an die 80 Prozent von “Pulse Asia” halten.

Gemaesz “GMANews”, “CNNPhil”, “ManilaTimes”, “ManilaStandard”, “PhilStar”, “ManilaBulletin” u.a.

 

Mein Name ist Heiko Eckard. Ich wurde 1946 in Werries – Deutschland – geboren, besuchte das Neusprachliche Gymnasium in Hamm, studierte Philosophie und Mathematik in Münster und arbeitete als Programmierer in München, Nürnberg und Fürth. Nach meiner Pensionierung ging ich 2011 mit meiner Frau Ofelia Villaflores Eckard in ihre Heimat, General Santos City – Philippinen. Auf dieser Seite beschreibe ich, was mir aus der philippinischen Presse ins Auge sticht.