Nachbeben verursachen Panik

ZENTRAL VISAYAS / PHILIPPINES – Etwa 300 Nachbeben haben die Bewohner von Leyte in Panik ausbrechen lassen, einen Tag nach dem schweren 6,5 Erdbeben, bei dem 3 Personen ums Leben kamen und mindestens 72 andere verletzt wurden.

PHILIPPINEN NACHRICHTEN - Der Bewohner Edwin Quilsadio geht an dem demolierten Haus seiner Mutter Sophia vorbei. Diese wurden bei dem Einsturz eingeklemmt und verletzt.
PHILIPPINEN NACHRICHTEN – Der Bewohner Edwin Quilsadio geht an dem demolierten Haus seiner Mutter Sophia vorbei. Diese wurden bei dem Einsturz eingeklemmt und verletzt.
Foto: Juan Carlo de Vela

 

Rettungskräfte haben 13 eingeschlossene Personen aus einem Gebäude in Kananga, Leyte befreien können.

 

Die Insel in den Visayas Leyte, Samar und Bohol bleiben weiterhin ohne Stromversorgung und alle Schulen in Leyte sind geschlossen, bis eine Untersuchung der Gebäude auf Schäden abgeschlossen ist. In einigen Gebieten von Cebu, Negros und Panay kommt es immer wieder zu zeitweiligen Stromausfällen.

Zwei der Todesopfer stammen aus Kananga und eines aus der Stadt Ormoc.

Die zwei Todesopfer in Kananga nahmen an einem Seminar teil, welches in dem eingestürzten 3-geschossigen Gebäude abgehalten wurde. Ein Opfer konnte bereits nur tot geborgen werden, während das andere Opfer nach der Rettung später im Krankenhaus verstarb.

Das dritte Todesopfer aus Ormoc ist eine 18-jährige Frau, die von Trümmern getroffen wurde als ihr Haus von einem Erdrutsch getroffen wurde.

Mehr als 100 Verletzte wurden gezählt. Viele Personen sind traumatisiert und hysterisch.

In den abgelegenen Gegenden der Orte Kananga und Ormoc werden vier Personen nach Erdrutschen vermisst. Soldaten sind in das Gebiet zur Suche entsandt worden, zusammen mit Ingenieuren des Militärs, da manche Strassen nicht befahrbar sind.

Fluggesellschaften haben unterdessen alle Flüge nach Ormoc City suspendiert.

Auf der Insel Cebu werden die Abbaustellen von Bergbauunternehmen überprüft und beobachtet, ob sich dort Risse gebildet haben, die zu Erdrutschen führen können. Das sind unter anderem die Carmen Copper Corporation und der Malubog Damm in Toledo.

 

STRASSEN- UND BRÜCKENSCHÄDEN

 

Die Campkpok Brücke in Calubian-San Isidro-Tabango-Villabe Palompon Strasse und die Tango-Catmon-La Foruna-Manlawan-Gimarco Strasse haben Schäden erlitten, sind aber passierbar.

 

Die Palo-Carigara-Ormoc Strasse, die Kinuhanga Brücke auf der Palompon-Isabel-Merida-Ormoc Strasse und die Pagsangaab Brücke auf der Palompon-Isabel-Merida-Ormoc Strasse haben Risse.

 

LANDWIRTSCHAFTLICHE SCHÄDEN

 

Bei dem Erdbeben wurden drei Bewässerungssysteme zerstört. Die Schäden belaufen sich hier auf etwa 15 Millionen Pesos. Man werde sich sofort an die Erneuerung machen.

Die Provinz ist eine der Hauptlieferanten für Reis im Land mit mehr als 80.000 Hektar Reisland auf dem 4 Milliarden Pesos pro Anbauzyklus erwirtschaftet werden.

 

Quelle: Manila Bulletin