3 Kinder im Evakuierungszentraum an Dehydration gestorben

SAGUIRAN / LANAO DEL SUR / PHILIPPINEN — Drei Kinder sind in einem Auffanglager an Dehydration gestorben, als weitere Gesundheitsfolgen die Flüchtlinge in den Evakuierungszentren bedrohen.

 

Ein helfender Arzt sagte, man habe eine zunehmende Anzahl an Durchfall und Lungenentzündung in den Camps. Besonders betroffen sind Kinder.

Es fehlt an allem dort, die hygienischen Zustände sind katastrophal, keine Medizin und nicht genügend Trinkwasser.

Man hat für Paare Gemeinschaftsecken eingerichtet vor den Betplätzen wegen Platzmangel.

TRAUMA

Abgesehen von körperlichen Beschwerden, leiden besonder junge Flüchtlinge und Frauen an Trauma durch die Kämpfe, die jetzt in den 23. Tag gegangen sind. Freiwillige des Roten Kreuzes schlagen eine psycho-sociale Betreuung vor.

BETTELN

Einige Familien sehen keine andere Möglichkeit mehr, als in den Straßen von Iligan zu betteln. Eine Mutter von sechs Kindern kam auf den Reporter zu und fragte nach etwas Geld. Sie brach in Tränen aus, als dieser ihr 1.000 Pesos in die Hand drückte und sagte, damit kann sie für alle „ukay-ukay“ (gebrauchte Kleidung) und die notwendigen täglichen Dinge kaufen. Sie sagte, sie mussten alles was sie hatten in der Stadt Marawi zurücklassen.

Diejenigen die in den einigermassen sicheren Stadtteilen geblieben waren, wie dem Campus der Mindanao State University, beschweren sich über horrenden Preise für Reis. Ein Kilogramm wird für 250 Peso verkauft.

HEILIGE ORTE

Unterdessen sagte eine Armeesprecher, man werde in keinem Falle Moscheen bombardieren, um die Terroristen aufzuscheuchen. Man sei in der Führung einstimmig, sich nicht mit den Terroristen auf die gleiche Stufe zu stellen, die diese Stätten des Gebets mit ihren Waffen und Aktivitäten entehrt haben.

Man sei zuversichtlich, auch die letzten Plätze und Orte in der Stadt Marawi von den Terroristen zurückzuerobern, man werde allerdings keinen Zeitpunkt mehr nennen.

 

Quelle: Manila Bulletin

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