AFP setzt Hubschrauber ein, um Marawi zurückzuerobern

MARAWI CITY / PHILIPPINEN — Regierungstruppen mit Unterstützung von Kampfhubschraubern bekämpft einige Dutzend Terroristen in ihren Verstecken, nachdem das Militär versucht hatte, diese zu Vertreiben und auf starken Widerstand gestossen war.

Rund 100 US-trainierte Soldaten einer Spezialeinheit sind dabei Gebäude und Strassen in Marawi von den Terroristen zurückzuerobern.

 

Tausende von Einwohnern sind auf der Flucht, nachdem große Teile der Stadt von den Terroristen vereinnahmt werden konnten. Gebäude wurden von den Terroristen in Brand gesteckt seit dem Dienstagnachmittag.

Mindestens 21 Personen sind bisher ums Leben gekommen. Religiöse Würdenträger beschuldigen die Terroristen Christen als Geiseln genommen zu haben und als menschliche Schutzschilde zu benutzen.

Ein Militärsprecher sprach von 30 bis 40 noch verbliebenen Terroristen. Diese werden in einzelen Operationen aus ihren Verstecken getrieben. Die Situation sei fließend und Bewegungen dynamisch. Das Militär versucht einen Schritt schneller zu sein als die Terroristen.

Der Isamic State übernahm am Mittwoch die Verantwortung für den Überfall auf die Stadt Marawi.

Die Kämpfe sind abgeflaut über Nacht aber flammten erneut am Donnerstagmorgen auf, als Truppen sich auf eine strategische Brücke voran bewegten, die von den Terroristen gehalten wird.

LUFTUNTERSTÜTZUNG

Es wurden zwei Kampfhubschrauber mit Maschinengewehren eingesetzt, um die Truppen am Boden zu unterstützen und die Brücke freizukämpfen. Das ist einer der Kampfplätze von dreien.

Lastkraftwagen wurden eingesetzt und die letzten verbliebenen Zivilisten aus dem Gebiet herauszubringen.

Soldaten duckten sich hinter gepanzerten Fahrzeugen und Mauern gegen die Mittagszeit, als es zu mehreren Salven von Gewehrfeuer kam und sie auf eine erhöhte Position der Terroristen schoß. Rauch wird über der Stadt am Horizont gesehen.

Marawi befindet sich in der Provinz Lanao del Sur und ist die Heimat der Maute Gruppe, einer erbittertend Gruppe, die sich für das Militär als sehr trickreich erwiesen hat.

Hunderte von Zivilisten, darunter Kinder, haben Schutz gesucht im Militärcamp von Marawi City. Die Maute Gruppe hat mehr als ein Dutzend Christen als Geiseln genommen und 107 Gefangene aus dem städtischen Gefängnisses freigelassen.

Menschenrechtsgruppen machen sich Sorgen um möglichen Missbrauch des Kriegsrechtes durch das Militär und die Polizei. Duterte sagte, er werde so etwas nicht zulassen.

Das Militär hat bisher noch nicht erklärt warum der Zugriff auf ein Apartment am Dienstag so schief gehen konnten und in eine Welle der Gewalt und einen Häuserkampf ausarten konnte.

Bei der Aktion sollte Isnilon Hapilon, der Anführer der Abu Sayyaf Gruppe festgenommen werden.

Nach Intelinformationen befindet sich Isnilon Hapilon immer noch in der Stadt.

 
Quelle: GMA News Online

 

 

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