DIE PHILIPPINISCHEN STURMSIGNALE

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Öffentliche Sturmwarnungen werden in den den Philippinen als Sturmsignale mit den Ziffern 1 bis 4 genannt. Wenn die Sturmwarnung herausgegeben wird, sind die Konditionen in den betreffenden Gebieten noch nicht zu spüren.

Sturmsignal No. 1 wird 36 Stunden vor Eintritt bekanntgegeben.
Sturmsignal No. 2 wird 24 Stunden vor Eintritt bekanntgegeben.
Sturmsignal No. 3 wird 18 Stunden vor Eintritt bekanntgegeben.
Sturmsignal No. 4 wird 12 Stunden vor Eintritt bekanntgegeben.

Die Zeiten verkürzen sich mit der Herausgabe eines neuen Wetterbulletins, wenn die Sturmwarnung in gleicher Stärke bestehen bleibt.

Während die Wetterstörung durch das Gebiet des philippinischen Verantwortungsbereichs zieht, können die Sturmsignale erhöht oder verringert werden.

STURMSIGNAL NO. 1:

Sturmsignal-1

• Meteorologische Konditionen: Ein tropischer Zyklon bedroht das Gebiet mit Winden von 30-60 km/h.

• Zeitweiliger Regen wird in den nächsten 36 Stunden erwartet

Auswirkungen des Sturms:

• dünne Äste und Äste von kleinen Bäumen können gebrochen werden
• Einige Bananenstauden können umgeworfen oder entwurzelt werden
• Häuser aus leichten Materialien können abgedeckt werden
• Sehr leichte oder keinerlei Schäden
• Reis in Blüte kann erheblich geschädigt werden

Zu treffende Schutzvorkehrungen:

• Wenn der tropische Zyklon sich verstärkt und näher kommt, kann die Sturmwarnung erhöht werden
• Wellen im Küstenbereich können sich langsam aufbauen und anschwellen
• Bewohner und Besucher in den betroffenen Gebieten sollten laufend auf die Wetterdurchsagen von PAGASA und 6-stündig herausgegeben Wetternachrichten achten
• Die Bewohner können ihrer täglichen Arbeit nachgehen, so lange es nicht zu Überschwemmungen kommt
• Der Katastrophenschutz wird in Alarmbereitschaft versetzt

STURMSIGNAL NO. 2:

Sturmsignal-2Meteorologische Konditionen: Es werden Winde zwischen 60 bis 100 km/h in den nächsten 24 Stunden erwartet.

Auswirkungen des Sturms:
• Einige Kokospalmen können umstürzen, andere brechen vielleicht ab
• Wenige große Bäume können entwurzelt werden
• Viele Bananenstauden werden umgeworfen
• Reis- und Maispflanzen werden beschädigt
• Eine große Anzahl Häuser aus leichten Materialien werden abgedeckt
• Alte Wellblechdächer können abgedeckt werden
• Im Allgemeinen werden die Winde leichte bis mässige Schäden in den Gemeinden bringen

Zu treffende Schutzvorkehrungen:
• Die See und die Küstgengewässer sind gefährlich für kleine Boote
• Bewohner sollten genau die Daten des Sturmes wie Lage, Richtung und Geschwindigkeit beachten
• Die Sicherheit bei See- und Luftreisen beachten
• Kinder sollten nicht außerhalb des Hauses spielen
• Gegenstände außerhalb des Hauses sichern
• Weitere Hilfsgruppen – und -organisationen bereiten sich auf einen Einsatz vor

STURMSIGNAL NO. 3:

Sturmsignal-3Meteorologische Konditionen: Es ist mit Winden von 100 bis 185 km/h in 18 Stunden zur rechnen.

Auswirkungen des Sturms:

• Viele Kokospalmen werden abgebrochen und zerstört
• Fast alle Bananenstauden werden umgeworfen und eine große Anzahl Bäume stürzt um
• Reis- und Maispflanzen erleiden große Schäden
• Die Mehrzahl von Häusern aus leichten Materialien werden abgedeckt oder zerstört. Es kommt zu erheblichen Schäden an leichten und mittleren Gebäuden
• Großflächig wird der Strom und die Kommunikation ausfallen
• Im Allgemeinen muss mit mässigen bis schweren Schäden, besonder in der Landwirtschaft und auf dem industriellen Sektor gerechnet werden

Zu treffende Schutzvorkehrungen:

• Die Wetterbedingungen sich gefährlich für die betroffenen Gemeinden
• Die See und die Küstengewässer sind gefährlich für alle Seefahrzeuge
• Reisen besonders bei See und Luft sind gefährlich
• Die Menschen sind aufgefordert Schutz in starken Gebäuden zu suche, tiefliegende Gebiete werden evakuiert und keiner sollte sich an den Küsten und Ufern der Flüsse aufhalten.
• Wenn das Taifunauge direkt vorüberzieht, kommt es zu einer kurzfristigen Wetterberuhigung, welche dann erneut mit schlechtem Wetter und stürmischen Winden
• Die Menschen sollten in dieser Zeit nicht die schützenden Gebäude verlassen
• In allen Schulen fällt der Unterricht aus
• Hilfsmannschaften sind bei der Arbeit in Notfällen

STURMSIGNAL NO. 4:

Sturmsignal-4Meteorologische Konditionen: Ein sehr starker Taifun wird das Gebiet treffen. Sehr starke Winde von mehr als 185 km/h werden in 12 Stunden erwartet

Auswirkungen des Sturms:

• Kokosplantagen können umfangreiche Schäden davontragen
• Viele große Bäume werden entwurzelt
• Reis- und Maispflanzungen erleiden erhebliche Verluste
• Die meisten Wohn- und Geschäftshäuser erleiden schwere Schäden
• Die Stromversorgung und die Kommunikation wird unterbrochen
• Schäden in den betroffen Gemeinden können sehr schwer sein

Zu treffende Schutzvorkehrungen:

• Die Situation ist zerstörerisch für die Gemeinschaften
• Alle Reisen und Außenbeschäftigungen sollten abgesagt werden
• Evakuierungen in Notaufnahmen sollte zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen sein
• Es ist sehr wahrscheinlich, dass das Gebiet direkt vom Auge des Taifuns getroffen wird

SUPERTAIFUN

Sturmsignal-supertaifunMeteorologische Konditionen: Sehr starke Winde von mehr als 220 km/h werden innerhalb der nächsten 12 Stunden erwartet.

Auswirkungen des Sturms:

• Totale Zerstörung von Häusern aus leichten Materialien, besonders in freiliegenden Küstengebieten
• Komplette Dachabdeckung von vielen Gebäuden. Schwere Schäden an Fenstern und Türen.
• Die meisten Wohn- und Geschäftshäuser erleiden schwere Beschädigungen
• Die Stromversorung und Kommunikation bricht zusammen
• Alle Reklametafeln werden umgeworfen
• Totalverlust für Bananenpflanzungen
• Die meisten großen Bäume werden gebrochen, entwurzelt oder entlaubt
• Kokospalmen werden auf den Boden gedrückt, gebrochen oder entwurzelt
• Nur wenige Pflanzen und Bäume überleben

Zu treffende Schutzmassnahmen

• Die Situation ist extrem zerstörerisch für die Gemeinschaften
• Alle Reise- und Außenbeschäftigungen sollten abgesagt werden
• Evakuierungen sollten zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen sein, da es dafür bereits zu spät sein kann
• Es ist davon auszugehen, dass das Gebiet einen direkt Hit durch einen Taifun erhält
• Es ist davon auszugehen, dass das Gebiet zum Katastrophengebiet erklärt wird

(Anm.: Frei übersetzt von einer Webseite vom staatlichen philippinischen Wetteramt)